Monatsarchiv für November 2008

 
 

ZweiNull der Woche: Erdbeerlounge – die Mädels-Community

Eigentlich wollten wir ja über diese Umfrage berichten: Frauen wünschen sich keine Unterwäsche zu Weihnachten, auch keinen Schmuck, sondern lieber ein iPhone oder einen iPod. Zur Not tun’s auch ein Laptop oder eine Wii-Spielekonsole. Tja, wer hätte das gedacht! Frauen sind also technikbegeistert, belegt diese Umfrage von Erdbeerlounge. Aber dann lasen wir weiter und blieben irgendwie auf Erdbeerlounge.de hängen, dem Frauenportal für die Sex-and-the-City-Generation. Genauer gesagt im Erdbeerforum der Community, im so genannten Beichtstuhl. Sie meinen, die Geschichten aus Daily Soaps seien alle frei erfunden? Ich glaube, wir haben einen Gegenbeweis!
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Deutsche brauchen ihr Navi zur Orientierung

Der Autor dieser Zeilen hat sich selbst mit einem Navi schon verfahren (jaja, peinlich) und irrte einst eine Stunde lang kopf- und hilflos durch Berlin-Friedrichshain. Laut einer Studie von Nokia steht er mit seiner Orientierungslosigkeit zum Glück nicht alleine da: Demnach sind die Deutschen unter 13 befragten Nationen zwar die mit dem besten Orientierungssinn, aber auch die, die am häufigsten Navigationsgeräte dafür einsetzen. Jeder dritte Deutsche hat sich angeblich noch nie verfahren oder verlaufen, und jeder Vierte gibt an, sich ohne Navi gar nicht mehr zurecht zu finden. Weltweit geben 93 Prozent der Befragten zu, sich regelmäßig zu verlaufen. Und noch ein paar Kuriositäten zeigt diese wirklich sehr interessante Studie auf: 30 Prozent machen ihren Partner dafür verantwortlich, wenn sie sich verfahren. Aufpassen muss man in den Touristenhochburgen: Jeder dritte Londoner und jeder vierte Hamburger macht sich einen Spaß daraus, Touristen in die falsche Richtung zu schicken. Asiaten entschuldigen sich dafür, wenn sie sich verfahren haben, und jeder zehnte Russe nutzt die Frage nach dem Weg für einen Flirt. Na denn: Viel Spaß beim Verlaufen!

connect.de, nokia.de (Studie)

Terroranschläge: Twitter taugt nur bedingt als Krisenmedium

Bei den verheerenden Terroranschlägen in der indischen Hafenstadt Mumbai haben Nutzer von Twitter und Flickr das Fernsehen bei der Aktualität der Nachrichten deutlich geschlagen. Das meinen relativ einstimmig einschlägige Technikmagazine. Selbst Augenzeugenberichte wurden als Kurzmeldungen via Twitter und Blogs oder als Fotos ins Netz befördert, als Nachrichtensender wie CNN noch lange nicht vor Ort waren. Ein fraglicher Triumph. Zwar hat Twitter damit bewiesen, dass es im Prinzip eines der nützlichsten Webtools ist und zu mehr taugt, als den üblich belanglosen Meldungen wie “Ich geh mir mal nen Kaffee holen”. Auf der anderen Seite aber drohen schreckliche Terroranschläge mit mehr als hundert Toten dadurch zum Medienevent zu verkommen.
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Neu: Rausgefischt – Kurznews der Woche

Das freshzweinull-Team liest für Sie täglich mehrere hundert Nachrichten und schreibt nur über die allerspannendsten eine Meldung. Manchmal bleiben dabei leider ein paar News im Sieb hängen, für die kein Platz mehr ist, die aber trotzdem zu interessant oder kurios sind, um sie auszulassen. Damit Sie von nun an wirklich nichts mehr verpassen, stellen wir Ihnen die wichtigsten davon ab jetzt jede Woche ultrakurz in unserer neuen Serie “Rausgefischt” vor. Hier der Fang der Woche:

Angespielt: Bubble Trouble 2 – Seifenblasen machen süchtig

In Bubble Trouble 2 steuern Sie ein kleines Männchen durch nicht weniger als 72 verschiedene 2D-Level. Um diese abzuschließen, müssen Sie alle Bubbles, also alle Seifenblasen, zerplatzen lassen, wofür Ihnen anfangs ein Seil zur Verfügung steht, das Sie horizontal verschießen können. Später können Sie dann bessere Waffen erhalten, denn wenn Sie Glück haben, fällt aus einer der zerplatzten Bläschen ein Upgrade. Natürlich ist Ihre Aufgabe als “Bläschen-Zerplatzer” nicht so einfach, wie es
sich anhört: Die Bubbles dopsen von den Wänden und dem Boden, und sobald Sie getroffen werden, heißt es “Game Over”.
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ZweiNull: Twollow – das Zwitschern wird zur Kakophonie

Ein neues Tool namens Twollow hat das Potenzial dazu, das ohnehin schon recht vernehmliche, von Twitter verursachte Grundrauschen zur Kakophonie zu steigern. Wer sich darauf einlässt, sollte mit Bedacht vorgehen, denn Twollow fragt seine Benutzer nach bis zu fünf Stichwörtern – und folgt fürderhin jedem x-beliebigen Twitterer, der irgendwo aus irgendwelchen Gründen eines der Stichwörter in einem seiner Tweets erwähnt.
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Bertelsmann stampft Lycos Europe ein

Totgesagte leben nicht ewig: Bertelsmann dreht seiner Internet-Tochter Lycos Europe den Geldhahn zu. Nach einer wochenlangen, strategischen Prüfung über die Zukunft des Unternehmens fand das Lycos-Management nun heraus, dass man gar keine Zukunft hat: Die Geschäftsbereiche Domain, Shopping und die dänischen Portalaktivitäten sollen verkauft werden. Diese drei Bereiche hatten noch zu zwei Dritteln zum Umsatz beigetragen. Das Internetportal und das Webhosting sollen eingestellt, 500 der 700 Mitarbeiter entlassen werden. Mit anderen Worten: Dem seit Jahren vor sich hin siechenden Lycos wird der Gnadenschuss verpasst.
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Finanzkrise – Chance für TV im Netz?

Die internationale Finanzkrise treibt interessante Blüten: So kündigen in den USA zunehmend Kabel-TV-Nutzer ihre Verträge zugunsten des kostenlosen Angebots im Netz. Wie die International Herald Tribune berichtet, versuchen die US-Bürger damit ihre Haushaltskasse zu schonen und sehen im Internet offenbar Einsparpotenziale. Nach einer aktuellen Studie von Jupiter Research zu Änderungen beim Ausgabeverhalten bei Medien angesichts der Wirtschaftskrise antwortete die Mehrheit der 25- bis 34-Jährigen, als erstes würde bei Kinotickets und Kabel-Pay-TV gespart und an letzter Stelle beim Breitbandinternet. Zudem zeigt der erfolgreiche Online-Absatz von Filmen wie beispielsweise in Apples iTunes Store den neuen Weg für die Filmindustrie: So wurden mit “Iron Man” in der ersten Woche rund eine Million US-Dollar umgesetzt. So bietet jede Krise auch gleichzeitig eine Chance.

International Herald Tribune, Kosmopiloten

Entwicklungs-Flops, Entlassungen: Google in der Krise

Mit SearchMash ist ein schon wieder ein Google-Projekt „den Weg des Dinosauriers gegangen“. So steht es zumindest auf der Startseite der experimentellen Suchmaschine. In letzter Zeit mehren sich die gescheiterten Entwicklungsprojekte von Google, darunter Page Creator, die Firefox Plugins BrowserSync und Send To Phone sowie AdSense Referal. Hinzu kommt das Aus für den prominenten, Second-Life-artigen 3D-Chat “Lively” vergangene Woche. Ist die Google-Magie am Ende?
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Twitter verschmäht Facebook-Offerte

500 Millionen US-Dollar für 140 Zeichen sind nicht genug: Der Microblogdienst Twitter hat ein Übernahmeangebot von Facebook abgelehnt. Wahrscheinlicher Grund: Facebook hat nur 100 Millionen US-Dollar in harter Währung geboten, der Rest sollte in Facebook-Aktien ausbezahlt werden. Anders als das Freunde-Netz selbst schätzt die Twitter-Leitung um Jack Dorsey Facebooks Wert nicht auf 15 Milliarden, sondern nur auf fünf Milliarden US-Dollar. Damit würde das Angebot von 500 Millionen auf eher 150 Millionen US-Dollar schrumpfen. Trotzdem kein schlechter Preis dafür, dass Twitter bislang praktisch noch keinen Cent eingenommen hat und ein solides Geschäftsmodell selbst mit einem Fernglas nur schemenhaft am Horizont zu erkennen ist. Facebook bietet mit seinen Statusmeldungen zwar einen Twitter-ähnlichen Service an, die bessere Community und die Massen der Nutzer hat jedoch Twitter. Es wird damit wohl noch nicht das letzte Angebot gewesen sein. Weit unter einer Milliarde US-Dollar wird der Deal aber kaum vonstatten gehen. Den Preis hatten die Twitter-Gründer bereits früher als Messlatte ausgegeben.

alleyinsider.com, turi2.de

Basketballer und Mini-Autor: Shaquille O’Neal twittert

Twitter bekommt Auftrieb durch einen prominenten Zwitscherer: Basketballstar Shaquille O’Neal hat sich einen Account angelegt und greift zur virtuellen Feder. Das tut der Center der Phoenix Suns so gewitzt und beherzt, dass ihn zur Stunde bereits knapp 10.000 Leser followen. Shaq besticht in seinen Einträgen durch Emotion, Ironie und Geist und nutzt den Hip-Hop-Slang, um die 140 Zeichen voll auszureizen. Zum Beispiel: “I called my main man figs son bcuz da xcellence of a gift lies n its approiateness ratha than its value” – was uns trotz Englisch-Leistungskurses vor zehn Jahren einige Schwierigkeiten beim Übersetzen bereitet. Niederlagen bereiten dafür Shaq schon mal schlaflose Nächte: “Cant sleep, the lakers embarrassed us, im pissed”. Das wirft die Frage auf, ob nicht viel mehr Prominente twittern sollten. Shaq hat zumindest schon einmal bei seinen Teamkameraden angefragt: “Sittin next to steve nash, tryna get him to join twitter”. Stars aus dem Nähkästchen plaudernd zum Anfassen. Gerne mehr davon!

alleyinsider.com, twitter.com (The real Shaq)

iPhone ohne Verständnis für Briten

Wer versteht schon die Briten! Das iPhone jedenfalls nicht. Google spendiert den iPhone-Nutzern zusätzliche Suchmöglichkeiten mit einem kostenlosen App, das unter anderem mit Spracherkennung arbeitet. Im Video klappt das auch tadellos. Inzwischen mehren sich jedoch Beschwerden auf der Insel, nach denen die Software offensichtlich Probleme mit dem britischen Englisch hat. Wie die Zeitung “Daily Telegraph” berichtet, interpretiert die Software das gesprochene Wort “iPhone” je nach Akzent in erstaunlicher Weise: Einem Schotten bot das Gerät “Sex”, einem Nutzer aus Surrey (südlich von London) “Einstein” oder “MySpace” und einem Waliser “Gorilla” und “Küchenspüle” als gesuchten Begriff an. Google reagierte bereits und teilte mit, die Software sei derzeit “nur in US-Englisch erhältlich”. Ein Londoner hat jedoch eine Lösung für das Problem gefunden, indem er einen amerikanischen Akzent nachahmt. „Das System klappt ziemlich gut,” so Edward Parsons, “aber ich muss dafür wie einer dieser furchtbaren, bäuerlichen texanischen Touristen sprechen.”

Google Mobile App (im iTunes Store), Yahoo! Tech, YouTube (Video)

Notebook-Anbieter bestechen durch miesen Support

Vermutet haben wir das ja schon lange, gewusst eigentlich auch, und nun haben wir es endlich Schwarz auf Weiß: Der Support der Notebook-Hersteller taugt nichts. Weniger als die Hälfte der Gespräche an der Telefonhotline wird von den Prüfern als angenehm empfunden, berichten die Urheber der Studie, das Deutsche Institut für Service-Qualität und n-tv. Bei E-Mail-Anfragen dauert es im Schnitt geschlagene 50 Stunden, bis die Unternehmen antworten. Knapp die Hälfte des Internet-Supports der Anbieter besteht aus unverständlichen Texten. Die besten Noten im Test bekamen Samsung, LG und Lidl-Lieferant Targa. Am Ende der 18 getesteten Teams rangieren Dell, Packard Bell, Apple (!) und als Schlusslicht Gericom.

zdnet.de, disq.de

Erstes Live-Event bei YouTube

Was haben Katy Perry, Will.I.Am, die Mythbusters und Akon gemeinsam? Sie treten alle am Samstag beim ersten YouTube Livestream auf. Wie genau die Show ablaufen wird, ist nicht klar. Selbst die geladenen Gäste rätseln. Allerdings soll es eine Mischung aus Konzert, Varietévorstellung und Party sein, bei der auch „bekannte YouTube-Gesichter” erwartet werden. Wenn das Livestreaming aus San Francisco startet, ist es bei uns bereits der 23.11. morgens um 2 Uhr. Wem das zu früh ist, der kann in der anschließenden Live-Show aus Tokio vorbeischauen, die um 7 Uhr MEZ beginnt. Mal schauen, ob YouTube mit seinem Live-Experiment erfolgreicher durchstartet als Yahoo! Live, das am 3. Dezember 2008 den Sendebetrieb einstellen will.

GoogleWatchBlog, YouTube Live, Werbespot, YouTube Live Tokio, Yahoo Live

Google bindet LIFE-Fotoarchiv in Bildsuche ein

Fotos und Grafiken des legendären Magazins “LIFE” sind künftig über die Google-Bildersuche erreichbar. Wie das Unternehmen in seinem Blog bekannt gab, ist ein erster Teil des umfangreichen Archivs im Netz verfügbar. Der gesamte Bestand soll rund zehn Millionen Bilder umfassen, die teilweise älter sind als das 1883 gegründete Bildreportermagazin selbst. So befinden sich im Archiv auch viele Aufnahmen von Prominenten, der ersten Mondmission der NASA sowie die berühmten Serien aus dem Zweiten Weltkrieg. Wer direkt auf den LIFE-Bestand zurückgreifen möchte, sollte in der Google-Bildersuche einfach den Zusatz “source:life” eingeben.

LIFE-Fotoarchiv bei Google, GoogleBlog, Ginkgo Studios Blog