Mobile Shopping: Entwicklungsland Deutschland

Einkaufen und Bezahlen mit dem Handy, genannt M-Commerce, hat sich in Deutschland noch nicht durchgesetzt. Dabei gibt es bereits Möglichkeiten, mit dem Handy im Flugzeug einzuchecken, von unterwegs Bankgeschäfte zu erledigen oder Geschenkgutscheine zu kaufen. Das iPhone könnte die Entwicklung voran bringen. Weil aber geeignete Plattformen fehlen, zieren sich die Kunden noch.

Nutzung bis jetzt minimal

Die Anzahl der Menschen, die über Handy oder Smartphone einkaufen, ist bis jetzt sehr übersichtlich. Und das, obwohl die Deutschen laut einer Umfrage des Hamburger Marktforschungsunternehmens Fittkau & Maaß im Herbst 2008 gut mit internetfähigen Handys ausgerüstet sind: Ungefähr die Hälfte der Internetnutzer verfügt über ein geeignetes Handy, knapp jeder Zehnte besitzt sogar ein Smartphone. Zudem ist rund ein Viertel der Deutschen offen für M-Commerce. Was noch fehlt, sind ansprechende Angebote.

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iPhone bringt Schwung in M-Commerce

Deswegen treiben die Anbieter Plattformen für Mobiles Shopping verstärkt voran. Bekannte Adressen wie eBay oder Amazon sowie traditionelle Versandhäuser wie Neckermann oder Otto haben schon Kanäle für M-Commerce geschaffen. Dass alle sich darüber einig sind, dass mobiles Shoppen ein klarer Zukunftstrend ist, liegt vor allem am iPhone.

Denn neben vielem anderen bietet das Smartphone von Apple seinen Nutzern zwei große Vorteile: Erstens entstehen durch die Koppelung mit einer Flatrate keine  horrenden Kosten, zweitens ist das Surfen im Internet mit dem iPhone – und damit auch das mobile Einkaufen – funktionaler und bequemer als bei den meisten anderen mobilen Endgeräten. So ist es nicht verwunderlich, dass viele M-Shopping-Lösungen für das iPhone optimiert werden.

Lufthansa M-Commerce

M-Commerce verstärkt im Reise-Sektor

Gerade im Reise-Bereich wird auch verstärkt mit mobilem Einkaufen gearbeitet. So ist zum Beispiel die Lufthansa in Sachen M-Commerce schon weit fortgeschritten. Das Mobile-Angebot der Airline wurde sowohl für das iPhone als auch für das Blackberry aufbereitet. Hier können Kunden nicht nur mobil Flüge buchen und mobil einchecken, sondern sich seit September 2008 sogar auch die Bordkarte auf ihr Smartphone schicken lassen. Auch die Deutsche Bahn stellt ihren Kunden mobile Buchungen via Internet-Handy zur Verfügung.  Bis zehn Minuten vor Abfahrt lässt sich so direkt ein Bahnticket buchen; das Display wird zur virtuellen Fahrkarte. Verschiedene Verkehrsverbünde ziehen nach.

M-Commerce steckt in Deutschland im Moment noch in den Kinderschuhen. Beispiele aus anderen Märkten wie Japan, Südostasien und zunehmend den USA zeigen aber, dass es funktionieren kann. Die Rechnung hierfür ist ganz einfach: Das iPhone ist beliebt, die Konkurrenz zieht nach und die Zahl der Smartphones, mit denen komfortables Surfen möglich ist, steigt an. Dadurch nutzen immer mehr Leute das Mobile Web und somit auch die Möglichkeiten zum mobilen Shopping. Dessen Durchbruch wird wohl kommen; es ist nur noch eine Frage der Zeit.

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