Lebensmittel bei Amazon – wir freuen uns auf die Produktrezensionen

Amazon hat jetzt sein Sortiment erweitert und bietet nun auch Lebensmittel an. Über 40.000 Produkte finden sich in der neuen Kategorie. Das ist nicht nur für schön für alle, die Supermärkte hassen, sondern auch für die vielen Foodblogger, die jetzt endlich auch über Amazon-Partnerprogramme dazuverdienen können. Das beste aber: Man kann auch über Lebensmittel Rezensionen schreiben – eine Bereicherung für das Genre der Amazon-Rezensionssatire.

Amazon ist schließlich nicht nur zum Bestellen da, sondern auch dafür geeignet, kunstvolle satirische Produktrezensionen zu verfassen. Der Klassiker ist das schweizer Messer, an dem ein “Käufer” zum Beispiel Probleme mit dem integrierten Teilchenbeschleuniger bemängelte. Nun gibt es im Amazon-Katalog auch Bier, Wein und Grillgut. Ich ahne schon, was da demnächst an lustigen Texten auf uns zukommt. Der Amazon-Kunde “joghurtKULTUR” jedenfalls hat den Anfang gemacht und eine Banane rezensiert.

Und mir fallen noch weitere lustige Spielereien ein. In Zukunft wird es wohl heißen: “Kunden, die Pesto Genovese kaufen, kaufen auch Troffie.” – Man nehme also ein Produkt, dann das nächste “auch gekaufte” Produkt, davon wiederum das nächste empfohlene usw., bis man ein paar Produkte zusammen oder einen bestimmten Geldbetrag erreicht hat. Das wird dann bestellt gekocht und gegessen – koste es, was es wolle. Schreibt jemand ein Mashup?

[Screensthot: Amazon; Foto: Flickr/Jason Gulledge (CC)]


 
 
 
 

11 Kommentare zu “Lebensmittel bei Amazon – wir freuen uns auf die Produktrezensionen”

  1. RavoxX - 1. Juli 2010 um 13:44

    Produktfeedback zum Hack 249€/kg:
    “Es war sehr erotisch anregend zu fühlen, wie die Wärme des Hacks in meine Eingeweide übergehen… hach, ein Fest”
    http://www.youtube.com/watch?v=VmVEercagxE

    und zu der Gurke und Banane kann sich jeder selbst sein Teil ausmalen.

  2. joghurtKULTUR - 1. Juli 2010 um 15:33

    Vielen dank für die Erwähnung meines Werks :-)

  3. Lebensmittel aus dem Netz | DENKDING - 1. Juli 2010 um 16:56

    [...] gesucht, was ich immer suche bei amazon: Bücher. Doch dann kam heute Nachmittag ein Posting von yuccatree rein, es gäbe Lebensmittel bei amazon. Nachgesehen, und tatsächlich: Ein in meinen Augen [...]

  4. Frederik - 2. Juli 2010 um 08:29

    Erst kürzlich habe ich mehrere Stunden meines Lebens damit verschwendet, mich über wahrhaft köstliche Amazon-Rezensionen zu amüsieren – die neue Sparte wird Perlen zutage fördern…

    Ich freu’ mich drauf!

    PS: Hättest du nicht das hyper-schreckliche Wort “Mashup” benutzt, wäre mein Klickfinger spontaner gewesen. Letztlich zählte jedoch, dass du mich zum Kommentieren, Nachdenken und Lachen animiert hast. Das ist schon ein paar Cent wert!

  5. YuccaTree Post + » Lebensmittel bei Amazon einkaufen – ein Erfahrungsbericht - 2. Juli 2010 um 10:41

    [...] Denkding.de amüsant über das Leben, ihre Kinder, und was die immer so treiben. Den Gedanken, Lebensmittel via Amazon zu bestellen, fand sie dermaßen praktisch und bestechend, dass sie gleich mal einen Testeinkauf machte und für [...]

  6. Enno Park - 2. Juli 2010 um 11:21

    @Frederik – Vielen Dank! Was wäre denn ein deutsches Wort für “Mashup”, das der Leser auch sofort versteht? Also einschließlich “Web 2.0″-Bezug?

  7. Frederik - 3. Juli 2010 um 10:00

    Hmm, das lässt sich nicht leicht beantworten, weil wir uns bereits an “Mashup” gewöhnt haben. Es handelt sich um eine Mixtur, einen Mischmasch, eine (ganz trocken) Verknüpfung, ein fast schon künstlerisches Zusammenkneten bekannter Inhalte.

    Mir stößt das Wort lediglich auf, weil ich die deutsche Sprache so sehr schätze – Dennoch finde ich es (nach weiterer Betrachtung) eine gute Sache, dass du Worte benutzt, die viele internetaffine Menschen verstehen.

    Hättest du geschrieben: “Schreibt jemand eine Verknüpfung zu Flattr?” – Ich läge jetzt noch zuckend am Boden ;-)

    PS: Außerdem handelt es sich bei einem “Mashup” doch um eine Vermischung bestehender Medieninhalte innerhalb eines anderen Mediums, oder? Zum Beispiel eine Fotoreihe und lyrische Schnipsel als Video auf Youtube, etc. Sicher bin ich mir da allerdings nicht.

    Entschuldige, dass ich jetzt deinen Beitrag so zugelabert habe.

  8. Enno Park - 4. Juli 2010 um 15:42

    @Frederik Ich gebe mir Mühe, unnötige Anglizismen zu vermeiden, auch die *echten* wie “Sinn machen” statt “Sinn ergeben” kann ich nicht leiden. Auch wenn mir hier und da mal ein Lapsus unterläuft oder ich sie bewusst als Stilmittel einsetze. Problem ist, dass es für viele englische Wörter kein passendes (oder ebenbürtig bildhaftes) deutsches Wort gibt, gerade auch für die falschen wie Handy oder Smoking, die überall so heißen, aber nicht in England oder den USA. Zu Mashup: Mir ist kein sinnvolles deutsches Wort dafür bekannt. Mashup meint, dass man die Daten verschiedener Dienste anpasst, um daraus etwas neues zu basteln. Wenn also Webseite A Staumeldungen herausgibt und Webseite B interaktive Landkarten, und man beides mit einander “vermascht”, sodass ein neuer Dienst entsteht, der Stauwarnungen auf Karten anzeigt, ist es ein Mashup. Bei meinem Witz könnte es sein, dass jemand ein Programm schreibt, das den Empfehlungsketten bei Amazon automatisch folgt und zugleich eine Rezeptdatenbank, um aus der so entstandenen Zutatenliste ein Rezept zu generieren. Oder so. ;)

  9. Rezensionssatire bei Amazon Lebensmitteln » Gelbzucht Blog - 6. Juli 2010 um 07:18

    [...] im amazon.com Shop auf unglaubliche 1600 Bewertungen gebracht! Wie Enno Park in seinem Post “Lebensmittel bei Amazon – wir freuen uns auf die Produktrezensionen” auf yuccatree.de schreibt, haben sich auch für die ersten Lebensmittel schon findige [...]

  10. YuccaTree Post + » Amazon-Rezensionskunst am Beispiel von Guttenberg - 18. Februar 2011 um 18:17

    [...] Das Thema hatten wir schonmal: Amazon-Rezensionen als Kunst und Satire. Ich erinnere mal an ein netzberühmtes Schweizer Messer und die köstlichen Kundenbeurteilungen, die User dort hinterlassen haben. Oder auch an die Reaktionen als Amazon anfing, Lebensmittel zu verkaufen. [...]

  11. Stochern im Nabel: Das Internet, Real Life und Befindlichkeiten | Spreeblick - 1. August 2011 um 08:51

    [...] Ferienwohnung suchen oder einen Partner: Das Netz weiß, wo wir etwas finden und andere sagen uns, wie sie es finden.Seltsam nur: Wir verbringen mehr Zeit im Netz, als wir einsparen – erheblich viel mehr Zeit. Das [...]

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