Grimme Online Award kürt die Twitter-Kurzgeschichten von Tiny Tales

Der Grimme Online Award wird seit 2001 alljährlich für herausragende Leistungen im Internet vergeben. Zu den Preisträgern der letzten Jahre zählten bisher überwiegend Websites und Portale wie jetzt.de, Perlentaucher und Carta. Dass sich im Web auch soziale Netze breit machen und sich darin interessante Formate  entwickeln, ist den Ausrichtern nicht entgangen.

Dem Adolf-Grimme-Institut liegt daran, sich an internet-spezifischen Bewertungsmaßstäben zu orientieren und mit der Zeit zu gehen. Als weitere Faktoren der Bewertung spielen journalistische Qualität, soziale Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz keine kleine Rolle. Als Beispiel für die Aktualität des Instituts wurde die Preisverleihung auf Facebook live übertragen.

Zum ersten mal ist einer der Preisträger ein Twitterer. Der Regisseur und Creative Director Florian Meimberg, auf Twitter bekannt als @tiny-tales, schreibt auf dem Microblogging Dienst in loser Abfolge Kurzgeschichten, welche der Jury besonders durch die Spannung zwischen der Limitierung auf 140 Zeichen und der großen Kunst diese Kürze als Stilmittel einzusetzen. Denn “Kreativität ist nicht unbedingt das Markenzeichen der Twitter-Nutzung”, so die Kritik der Jury an der üblichen Twitternutzung. Meimberg schafft es, trotz der limitierten Form, im Kopf der Leser eine vollendete Geschichte sich formen zu lassen. Die Jury hat sich von Meimberg inspirieren lassen und die Begründung Kurzerhand in 10 Tweets gepackt. Herzlichen Glückwunsh @tiny-tales!


Ein Gedanke zu „Grimme Online Award kürt die Twitter-Kurzgeschichten von Tiny Tales“

  1. Viele Menschen schreiben gerne Kurzgeschichten, nur schafft man es nicht immer, diese auch vielen Menschen zu präsentieren, wenn man für das Marketing nicht das Geld hat oder nicht die richtigen Leute kennt.

Kommentare sind geschlossen.