Warum nur? Bit.ly erhält Zuspruch von Google und Co, formiert Allianz mit Yfrog

Aufstand der technisch Unterlegenen: Der Linkverkürzer Bit.ly erhält nach Twitter immer mehr Zuspruch von anderen Websites und will künftig mit dem Bilderdienst Yfrog an einer gemeinsamen Plattform arbeiten. Man wird das Gefühl nicht los, dass sich hier die zweitbesten Dienste zu einer zweitbesten Lösung formieren.

Immer mehr Social-Media-Angebote setzen auf Bit.ly, das Twitter vor einigen Monaten zum Standard-Linkverkürzer ernannt hat. Der Google Reader setzt bei der neuen Funktion der Linkempfehlungen ebenso auf Bit.ly wie die Blog-Plattform TypePad und der Nachrichtensender CBS.

Darüber hinaus entwickelt Bit.ly derzeit eine gemeinsame Medienplattform mit dem Bilderdienst Yfrog, der ebenfalls kurze URLs für verlinkte Bilder erstellt. In einigen Wochen soll das neue Konstrukt online gehen.

Yfrog
Höchstens zweitbester Bilderdienst mit Kurz-URL: Yfrog

Warum ausgerechnet Bit.ly? Warum ausgerechnet Yfrog?

Ich kann den Hype um Bit.ly nicht nachvollziehen. Der Verkürzer kann nichts, was der erboste Nebenbuhler Tr.im nicht schon vor einem halben Jahr konnte. Dafür ist Bit.ly langsam und anfällig – ganz besonders heute – und die eigentlich ganz ordentlichen Statistiken laden längst nicht immer. Da passt es irgendwie ins Bild, dass Bit.ly sich mit Yfrog zusammen tun will, der zweifellos schlechteren Wahl im Vergleich zu Twitpic. Yfrog hat sich bei unserem Praxistest nicht nur benutzerunfreundlich erwiesen, sondern sich über die Twitter-API als komplett unbedienbar.

Es mag daran liegen, dass wir hier Firefox und Macs benutzen. So oder so landete ich kurz darauf wieder bei Twitpic und bekam in Sekunden das, was ich wollte: Einen Speicherplatz für mein Bild und eine Kurz-URL dazu.

Dass Bit.ly und Yfrog in Kürze das Kurzlink-Web regieren wollen, freut mich deswegen nur begrenzt. Tr.im mag etwas zu laut herumgeheult haben, war Bit.ly aber technisch überlegen. Bei Twitpic und Yfrog stellt sich der Fall ähnlich da. Schade, denn immer noch zu oft scheinen die falschen Dienste das Geld in die Hand zu bekommen.

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