Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme (Update)
17. Juli 2011 - Enno Park
Wie ich selber mit meinem privaten Account feststellen musste, pocht Google bei GooglePlus auf Klarnamen. Oder eben doch nicht – schließlich ist mein Account nach ungefähr einem Tag wieder freigeschaltet worden, nachdem Spiegel Online mich erwähnte. Google scheint im Moment selber nicht zu wissen, was sie eigentlich wollen. Eine Bestandsaufnahme:
Noch im Februar sang Google via Blog ein Loblied auf Pseudonyme, weil sie unter anderem helfen, das Recht auf freie Meinungsäußerungen zu schützen. Ich möchte an dieser Stelle nicht weiter über die Pflicht zu Klarnamen in sozialen Netzwerken wie Google oder Facebook diskutieren. Das ist bereits an anderer Stelle geschehen und ich mache keinen Hehl daraus, dass ich die Nutzung von Pseudonymen aus einer Vielzahl von Gründen unterstütze.
Googles Community-Richtlinien sehen vor, dass man den Namen verwenden soll, unter dem man “von Freunden und Bekannten angesprochen wird”, und dass es OK ist, sich statt Michael auch Micha zu nennen. Das ist kein Verbot von Pseudonymen oder Künstlernamen. Das Problem ist nur, dass niemand, nicht einmal Google selbst, entscheiden kann, wann ein Pseudonym nach dieser Regel denn nun eigentlich erlaubt ist. Streng genommen werde ich im so genannten “real Life” nicht unter meinem Pseudonym angesprochen, trotzdem ist es im Netz das bekanntere.
Mehrere Formen der Sperre und schwammige Richtlinien
Kurz gesagt: Googles Richtlinien sind schwammig; Fehlentscheidungen und ungerechtfertigte Sperrungen von Accounts sind programmiert. Hier muss Google dringend nachbessern und für absolut klare Richtlinien sorgen. Ein großes Problem ist das auch, weil es eine Sperre bei Google gleich in mehreren Geschmacksrichtungen gibt:
- Eine Sperre bei Google+, die dazu führt, dass man Google+, Buzz und den Google Reader nur noch lesend benutzen kann. Per eingeblendetem Webformular wird man aufgefordert, Stellung zu nehmen.
- Wie oben, nur ohne Webformular. Stattdessen ein Link, der mit “Profil nochmals prüfen” beschriftet ist und einfach verschwindet, sobald man ihn anklickt.
- Die Totalsperre: Man kann seinen Google-Account gar nicht mehr nutzen, also auch nicht Google Mail, Kalender, Text und Tabellen, Analytics, Adsense usw. Eine solche Sperre war bei mir zusätzlich der Fall, allerdings konnte ich mich innerhalb von Minuten unter Angabe meiner Telefonnummer mit Hilfe eines Codes per SMS wieder freischalten.
- (Außerdem noch Sperren in verschiedenen Abstufungen bei echtem oder vermeintlichem Fehlverhalten in Zusammenhang mit Adsense.)
Die Totalsperre deutet darauf hin, dass Google geglaubt haben könnte, mein Account sei übernommen und defaced worden. Allerdings weiß ich, dass ein Denunziant bei Google Spaß daran findet, meinen und andere Pseudonym-Accounts als Fakes zu melden und sich öffentlich damit zu brüsten. In meinem Fall dürfte vermutlich ein Algorithmus zu geschlagen haben, weil zwei Dinge zusammen kamen: Eine Meldung als Fake sowie die Namensänderung.
Auch das bedeutet: Für den Nutzer ist Google unberechenbar. Man kann auch ohne den geringsten Verstoß gegen die Community-Richtlinien gesperrt werden, wie zum Beispiel Tobias Wimbauer feststellen musste. Google sollte dringend seine Algorithmen überarbeiten und seine Community-Manager besser schulen.
Wichtig wäre auch, an der Kommunikation zu arbeiten. Wer von einer Sperre betroffen ist, erlebt einen kafkaesken Zustand. Einem wird nicht gesagt, was man eigentlich falsch gemacht hat und ob man gemeldet worden ist. Man weiß nicht, wohin man sich wenden kann. Ob man eine Mail von Google bekommt, ist offenbar Glückssache und wenn, besteht sie aus unverständlichen Textbausteinen, die sich lesen, als seien sie mit Google-Translate aus den Indischen ins Englische und dann weiter ins Deutsche übersetzt worden.
Robert Basic macht noch einmal deutlich, warum das alles ein Problem ist: Webworker aller Art nutzen Google-Dienste und viele können nicht ohne weiteres darauf verzichten. Eine Sperrung bei Google+ ist vielleicht nur für Social-Media-Berater, Blogger und Community-Manager ärgerlich. Sobald aber andere Dienste auch in Mitleidenschaft gezogen werden oder es zu einer Totalsperrung des Accounts kommt, wird es für weitaus größere Kreise brenzlig. Facebook mag hier kein Stück besser sein, aber Facebook kann meinen Google-Account nicht sperren.
Fazit: Google+ ist technisch großartig und bietet mit den “Kreisen” ein Konzept, das Facebook weit überlegen ist, sollte aber nur vorsichtig benutzt werden – besonders wenn man mit seinem Google-Account ganz oder teilweise auch beruflich unterwegs ist. Wer nicht bereit ist, seinen Klarnamen zu verwenden, sollte die Finger davon lassen oder Ärger einkalkulieren.
Hier eine Liste von gesperrten GoogePlus-Profilen (ohne Gewähr). Viele wurden erst gesperrt, nach dem mein Account wieder freigeschaltet worden war.
Tobias Wimbauer(kein Pseudonym, wieder freigeschaltet)- Google+Blog
- GPlusEins.de
- GoogleWatchBlog
- Der Standard
Mashable(wieder freigeschaltet)The Next Web(wieder freigeschaltet)- Engadget (laut GoogleWatchBlog)
- Golem war offenbar mal unter dieser URL erreichbar
Chip Online(laut GoogleWatchBlog, wieder freigeschaltet)- Palisades
- XSized (wieder freigeschaltet, allerdings erst nachdem er seinen bürgerlichen Namen angegeben hat)
t3n(wieder freigeschaltet)Die Ennomane(kurz nach SPON-Bericht wieder freigeschaltet)- Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften
- Gizmodo France
- n-tv
- Muschelschloss
- Sebaso
- German Psycho – wieder freigeschaltet, allerdings erst, nachdem er sich ein neues Pseudonym gab, das nach einem Realnamen klingt, und er kein Foto von Christian “American Psycho” Bale mehr als Profilbild benutzt.
- Computerhilfen
- Anon News
- Tutsi-Blog
- cpunk (Hier war offenbar nicht das Peudonym schuld, sondern der Inhalt der Postings. Es ging um Themen wie TOR und Orbot. Der Account ist nicht nur gesperrt, sondern “suspended”.)
- Berliner Morgenpost
- DiePresse.com
- Der Freitag (laut Kommentar)
Baboo(benutzt laut Kommentar seinen Namen auch als Spitznamen im “Reallife”; wieder freigeschaltet)William Shatner(wieder freigeschaltet)Dev0Blog(wieder freigeschaltet)- Frank Behrens aus Bad Oldesloe gab versehentlich 2011 als Geburtsjahr an, gilt seitdem bei Google als minderjährig und ist von seinem kompletten (!) Google-Account ausgesperrt.
- Manniac Mind
Ti Leo(wieder freigeschaltet)- Floyd Celluloyd
- Elke Gubbei, nach eigenen Angaben gesperrt, obwohl sie ihren Klarnamen nutzte
Update 22.7.: Nach ein paar Tagen relativer Ruhe hört man wieder von neuen Sperrungen, nämlich:
Mme. Miel(wieder freigeschaltet)- Anachorete
- InsideX (wieder freigeschaltet, nennt sich aber jetzt “Insi Dex“)
- Welt Online
- Stereopoly
Weltherrscher(wieder freigeschaltet)- Bild
- Computer Bild (wieder freigeschaltet unter dem Klarnamen Christian Bigge)
- NPD Krefeld
Update 24.7.: Heute frisch gesperrt
- Netbooknews
- PlomLomPom
- Opalkatze (wieder freigeschaltet, nutzt aber jetzt ihren Klarnamen)
Update 25.7.: Auch der Montag beginnt mit Verlusten
- Mobiflip
Mspro Dings(wieder freigeschaltet)- Barney vom Seewolf (unter diesem Künstlernamen zumindest in Lübeck bekannt…)
- Bild Online ist wieder freigeschaltet, allerdings unter Klarnamen eines Redakteurs
- Dasselbe mit Stereopoly
- Ein paar Leute wie Barney vom Seewolf, Mspro oder Miel wurden nach ihrer Sperre wieder freigeschaltet,
- andere wie
Berlinbewohner(wieder freigeschaltet), Sparkasse Witten und Google-Mitarbeiter Talin frisch gesperrt.
Viele Pseudonym-Profile waren am 17. Juli noch nicht gesperrt. Eine Woche Später ist die Liste schon arg dezimiert. Firmen, Organisationen, Blogs und Privatpersonen, die unter Pseudonym auftreten, sind gleichermaßen betroffen.
Bild(gesperrt)Computer Bild(gesperrt)Welt Online(gesperrt)NPD Krefeld(gesperrt)- Antenne Düsseldorf
Netbooknews(gesperrt)Mobiflip(gesperrt)PlomLomPom(gesperrt)Vicki Lieks(gesperrt)- Kalle Griesgrämer
- Acid Forcemaster
- Wikipeter
- Untoter Ostgote
- porr porr
- Roman Held
- Pierre aus Berlin
- Die Wucht
Opalkatze unterwegs(gesperrt)- Der alte Griesgram
anachorete(gesperrt)- Muermel
insideX(gesperrt)- das Poell
- Fabioogle Reinharplus
- Twitgeridoo
- Lucky Hundertmark
Sparkasse Witten(gesperrt)Berlinbewohner(gesperrt)Talin(ein Google-Mitarbeiter, der nach eigenem Bekunden von Anfang an G+ mit gearbeitet hat und dort nur seinen Nick und einen Comic-Avatar benutzt)- sowie mehr als zehn weitere mir bekannte Personen mit ausnahmslos hohem Bekanntheitsgrad auf Twitter oder in der Blogosphäre, die ich hier nicht nennen möchte, solange sie nicht zustimmen.
Wenn jemand weitere Beispiele für eine der beiden Listen hat, bitte in den Kommentaren melden. Einzelpersonen nehme ich aber nur in die zweite Liste, wenn sie zustimmen. Danke.




die berliner morgenpost meldete vor ein paar stunden via twitter, dass ihr g+-profil abhanden kam.
[...] Noch ist unklar, wenn ein User in Google Plus von Google gesperrt wird, welche Dienste konkret zusätzlich gesperrt werden und welche nicht. Update: Eine gute Übersicht der Varianten und betroffener User findet Ihr auf Yucatree. [...]
Auch DerStandard.at wurde von Google Plus gesperrt
http://derstandard.at/1308680740865/In-eigener-Sache-Alle-WebStandard-RedakteurInnen-auf-Google
Ich würde es noch sinnvoll finden auf den Blogbeitrag “The freedom to be who you want to be…” am Google Public Privacy hinzuweisen
http://googlepublicpolicy.blogspot.com/2011/02/freedom-to-be-who-you-want-to-be.html
@porrporr Hab ich doch!
Auch noch nicht gesperrt: Die NDP Krefeld und das ganze Gesocks drumherum, das auch nicht unter Klarnamen schreibt. Aber die haben auch noch keine Sachen gepostet. Oder Google findet Nazis gut.
https://plus.google.com/114279950006432173310/about
Übrigens auch noch gesperrt: Der Freitag. Weiß aber nicht ob die versucht haben, das überhaupt wieder freischalten zu lassen (müsste man nachfragen).
Ist aber schon komisch, dass ausgerechnet die Springer-Medien Welt und Bild noch da sind udn auch fleißig posten.
Offensichtlich ein weiterer prominenter Account betroffen:
http://twitter.com/#!/WilliamShatner/status/92839457866264576
ein großer teil der genannten gesperrten sind business-profile. ihre sperrung ist kein skandal, sondern war angekündigt, da es business-profile erst noch geben soll. die fallen für mich daher (unabhängig von meinem unverständnis, warum andere business-profile noch oder wieder da sind) raus. bleibt die sperrung einzelner aufgrund von pseudonymen. und darum gehts doch, oder?
ob die nennung einzelner nicht gesperrter pseudonyme hier besonders clever war? immerhin gibt es ja offenbar blockwarte, die dem pseudonym den kampf angesagt zu haben scheinen. die haben nun neues futter zum petzen.
wievel dieser ganzen fakten und aufregung ist denn eigentlich bei google angekommen? per mail, per feedback-button?
Es sind Business- und Privatprofile betroffen. Einige Pseudonym-Profile wurden entsperrt und dürfen weiter machen, andere nicht, noch andere wurden gesperrt, nachdem die ersten schon wieder entsperrt wurden. Google soll bitte “gleiches Recht für alle” walten lassen, also alle sperren oder die Sperrerei bleiben lassen, wobei letzteres noch dem TMG entsprechen würde.
Jeder der gesperrten stand deswegen mit Google in Kontakt. Das Problem wird international und längst nicht nur in Deutschland diskutiert. Google weiß bescheid, hat aber bisher nicht Stellung genommen.
Und alle, die da oben in der Liste stehen, wurden von mir gefragt und haben dem zugestimmt oder wollten von sich aus in die Liste. Natürlich ist das ganze ein öffentliches Experiment, um zu sehen, ob die Accounts in Ruhe gelassen werden oder nicht.
http://www.whatsnextblog.com/2011/07/googles-missing-link-customer-service-it-has-none/
“Google’s missing link: customer service. It has none.”
[...] Enno beklagt, dass einige mit ihrem Nickname bei Google Plus hereingelassen und andere gesperrt werden, nahm die Webaktivistentruppe Anonymous die Sperre einiger ihrer eigenen [...]
Habe mittlerweile meinen Account bei Google Plus komplett gelöscht. Bin traurig und gleichzeitig stinksauer!
Ich bin alleinstehend, eine Frau, über 50 Jahre alt und habe einen “Klarnamen” den es nur 1x in Deutschland gibt. Für mich ist das Grund genug mich anonym mit einem “Pseudonym” im Internet zu bewegen. Handhabe dies schon seit über 15 Jahren so.
Hier nochmal zum Nachlesen die Sperre von meinem Pseudonym “Nixe Muschelschloss” in Google Plus (inkl. Screenshots):
Screenshot’s: http://dl.dropbox.com/u/30389032/screenshots/screen110715-221106.jpg
http://dl.dropbox.com/u/30389032/screenshots/screen110715-222616.jpg
und http://twitpic.com/5qw722
Habe auch in Twitter bei Kay Oberbeck und Frischkopp (Stefan Keuchel) angefragt wieso ich gesperrt wurde und natürlich keine Antwort erhalten.
https://twitter.com/Muschelschloss/status/92001031310942208
https://twitter.com/Muschelschloss/status/92000561183993856
Habe dann meinen Account bei Google vollständig selbst gelöscht. Link dazu: https://www.google.com/accounts/DeleteAccount
Die können mich mal: “Google+ the Datamonster suspended Account with Pseudonym” – ein nettes Bild http://twitpic.com/5qz7t3
Einige gute Artikel habe ich zu dem Thema “Google Plus und Pseudonym” heute in Twitter eingestellt. Darunter:
Anonymität ist nicht erwünscht – Im Spannungsfeld von Datenschutz und Werbung
“Geekfeminism.org verwies auf ein erhöhtes Stalking-Risiko für Frauen, das die Pflicht zum Realnamen mit sich bringen könnte.”
http://www.nzz.ch/nachrichten/digital/google_anon_plus_1.11465212.html
Wer bin ich und wie viele?
http://faz-community.faz.net/blogs/deus/archive/2011/07/18/wer-bin-ich-und-wie-viele.aspx
Grüsse vom Muschelschloss
Nixe
https://twitter.com/Muschelschloss
Auch noch recht nett ist die GooglePlus-Statistik
Mit zwei Klicks kann ich alles über die jeweilige Person lesen und sehen …
http://socialstatistics.com/?kind=friends-circles&number=100
[...] Enno beklagt, dass einige mit ihrem Nickname bei Google Plus hereingelassen und andere gesperrt werden, nahm die Webaktivistentruppe Anonymous die Sperre einiger ihrer [...]
[...] geschrieben. Die Essenz: Wer sich bei Google+ mit einem Pseudonym anmeldet und verpetzt wird, der fliegt raus und kann dann auch andere Dienste Googles nicht mehr [...]
[...] wurden, bzw. nach einer kurzen Sperrung wieder freigeschaltet wurden, aber hierzu wurde bei YuccaTreePost bereits ein lesenswerter Artikel veröffentlicht, der die Willkür bei der Sperrung von Google+ [...]
[...] YuccaTreePost Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme [...]
Auch nach Einsendung von Ausweis und allen anderen geforderten Unterlagen und Verweisen (gemäß Google Richtlinien) bleibt das Konto von Tutsi.de leider gesperrt und dabei geht es mir nicht um Anonymität, sondern nur um “Findbarkeit” unter dem Blognamen… Aber da ist man wohl auf die Tageslaube einiger Mitarbeiter im G+ Projekt angewiesen und ich habe natürlich immer noch keine Antwort erhalten, siehe: http://www.tutsi.de/google-sperrt-willkuerlich-konten-ohne-klarnamen-und-misst-mit-zweierlei-mass/2011/07/19/tutsi-blog-aktuell/
Ups, sorry… Über den Backlink des Artikels ist der ja schon in den Kommentaren angekommen, Doppelpost war keine Absicht!
[...] Kommentare apokalyst bei Kuriose DatenkrakeYuccaTree Post + » Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme bei Kuriose DatenkrakeFrank bei Kuriose Datenkrake RSS – PostsRSS – [...]
Also mein Profil wurde auch gesperrt. Seit gestern Abend funktioniert es allerdings wieder. Hier meine “Geschichte”: http://bit.ly/nXM4H5
Mich würde echt interessieren was genau dahinter steckt. Übereifrige Mitarbeiter? Fehler im Betasystem von Plus? Noch keine klare Regeln? Keine Ahnung……
[...] Antrittsrede! …Google-Aktie+NZZ OnlineGoogle-Chef: Zehn Millionen nutzen Google+DiePresse.comGoogle+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine BestandsaufnahmeYucca Tree Post+AndroidPIT (Blog) -PC Games [...]
Ihr Lieben,
jetzt hat es Germanys next Bundeskabinett doch auch erwischt. Hätte mich sehr gewundert, wenn wir so mir nichts dir nichts durchgewunken worden wären.
Mir scheint, die arbeiten gerade die Plusser in der Reihenfolge der eingegangenen Einladungen ab und durch. Deshalb hat es uns erst später getroffen. Ich habe denen meine Handynummer gegeben, das hat genügt. Meine Festnetznummer ist nicht öffentlich. Die hätte ich nicht herausgegeben.
LG,
die Social Secretary von Germanys next Bundeskabinett
@Bundeskabinett: Also ich kann weiterhin auf euer Profil zugreifen…
Du hast es ja schon oben eingetragen, aber offiziell und fürs Protokoll: ich bin raus. Mails funktionieren noch, aber andere User können mich offenkundig nicht mehr finden, und statt “über mich” prangt eine dicke “gesperrt!”-Meldung auf meiner Seite.
Gesperrt wurde ich heute irgendwann zwischen 5 und 9 Uhr heute gesperrt. Dass ich vorher 3 Wochen lang unbehelligt drin war, war wohl Zufall.
Ich dachte ja, es hört auf, weil fast eine Woche lang Ruhe war, aber dann heute morgen gleich 4 Sperrungen…
Leider ist es halt so: Google hat das Hausrecht und kann die Regeln so gestalten wie es denen passt – damit wird man sich entweder abfinden oder halt wegbleiben müssen.
Schwierig finde ich nur, dass offensichtlich mit mehrerlei Maß gemessen wird und die Informationspolitik diesbezüglich ziemlich zu wünschen übrig lässt.
Das größte Problem bei Google ist und bleibt der Support für alle Arten von Kunden (oder besser: “Usern”): Es gibt keinen.
Frau Elise, du sagst es – gleiches Recht für alle bitte. Und das mit dem Hausrecht sehe ich ab einer bestimmten Größe/Bedeutung eines Dienstes ein wenig anders, zumal zumindest in Deutschland die Anbieter dem TMG unterworfen sind, das die Möglichkeit zur pseudonymen Nutzung zwingend vorschreibt. Natürlich kann man sich jetzt streiten, ob das für eine US-Firma zu gelten hat, aber es zeigt, dass die Sache mit dem Hausrecht so einfach nicht ist.
Enno, seh ich genauso. Ich glaube nicht, dass man das einfach mit dem Hausrecht abtun kann. Und wenn Google jetzt schon solche Maßnahmen ergreift: wohin soll das denn bitte noch führen?
Wenn man einem einzigen Dienst derart viel Bedeutung in seinem Leben einräumt, dass der Verlust des Accounts schwerwiegende Folgen hätte, sollte man sich schleunigst Alternativen überlegen.
Es gibt eine Vielzahl von Projekten die eine dezentrale Organisation von Daten ermöglichen bzw. bei denen Dienst und Daten in der Hand des Users selbst liegen. Ich fände es viel fruchtbarer, sich einmal mit diesen Optionen intensiver auseinanderzusetzen, statt sich darüber zu echauffieren, was Google in der Beta(!)-Phase seines Sozialen Netzwerks so für Possen macht.
(Habe mich gerade auch auf die Trotzhaltung verlegt: Wenn ein soziales Netzwerk mich nicht will, – dann eben nicht.)
[...] (97) 23. Die wunderbare Welt von Isotopp (99) 24. annalist (103) 25. Der Schockwellenreiter (104) 26. Yucca Tree Post (107) 27. tagSeoBlog (114) 28. taz Hausblog (135) 29. nicorola-musikblog (173) 30. Loadblog (178) [...]
Dafür haben sie mich als Ti wieder freigeschaltet.
[...] Frage widmet sich Enno Park in dem Artikel “Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme” in der Yucca Tree Post. Einige Pseudonyme bzw. die zugehörigen G+ Profile wurden bereits [...]
ohne google+ macht das leben doch jetzt gar keinen sinn mehr. vermutlich werde ich heute nacht den roten knopf drücken. ihr solltet nochmals eure liebsten küssen und so…
[...] der Community durchziehen will, und zwar weltweit. Nicht nur mit Argumenten (siehe u.a. Sacha Lobo, Enno Park (Yuka Tree Post) und Robert Basic), sondern auch mit Taten setzen sich jetzt auch hierzulande die Netzaktivisten zur [...]
Hallo mein Account wurde auch gesperrt.
“Niko Geekweekgerman” Wurde gesperrt ich habe auf erneut überprüfen gedrückt und warte jetzt ab.
GeekWeekGerman ist mein Youtube Kanal und der Name meines Blogs andere Namen benutze ich im Netz so gut wie nie.
Mein Account “HAN SEO” wurde auch gesperrt. Haben ebenfalls den Antrag auf Prüfung gestellt. Bis jetzt habe ich allerdings noch keine Antwort erhalten.
Grüße aus Köln,
HAN SEO
[...] Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme – auf yuccatree.de VN:F [1.9.10_1130]sekündchen …Rating: 5.0/5 (1 vote cast)Google sperrt HAN SEO bei Google+, 5.0 out of 5 based on 1 rating Share Tweet Schlage diesen Artikel Deinen XING-Kontakten vor: Follow @moedee Nächster Artikel: Week’s End – Der seo soziale Wochenrückblick – KW 29 → [...]
[...] Google+ führt Online das Denunziantentum ein und will jetzt auch noch Persos zugeschickt bekommen. Was ne Frechheit. Was ne Blamage für eine Firma die in China ihr Geschäftsgebaren auch mal über Leichen hinweg führt und immer schön mit den Mörderregimes zusammenarbeitet, gegen die Menschenrechte. Aber immer schön im Namen des Google-Profits. [...]
[...] YuccaTree Post + » Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme (Update) [...]
[...] Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme (Update) [...]
[...] erwähnt wird – Haustiere haben auf Google+ derzeit nichts verloren. Dennoch wollten wir uns (wie viele andere) die Gelegenheit nicht entgehen lassen, einen ersten Testballon zu starten. Und das Ergebnis kann [...]
Ich sehe gerade, dass zB sogar eine Sparkasse bei G+ ist: Sparkasse Witten. https://plus.google.com/104961075125202189659/
Mein “Heinz Ketchup” wurde nun auch gesperrt …
Einer meiner Liblingsblogger meldete, geblockt zu sein:
Floyd Celluloid von http://www.fakeblog.de/
[...] ist das zumindest ein Ansatz, der einem zu denken gibt. Betroffen waren und sind laut “YuccaTreePost” beispielsweise die Google+ Konten der “Computer Bild”, “n-tv”, [...]
Verdammt noch mal… (Sorry), aber es geht mir auf den Senkel…
Wenn Google bei Google+ Klarnamen will, dann können Sie das durchsetzen. Sie haben ja auch Hausrecht…
Und BTW: Ich finde das auch gut.
Wer spielen will und weiter Kindergarten machen will kann bei Facebook bleiben… Basta
[...] Durch die fortgesetzte Sperrung weiterer, sehr viel bekannterer Menschen (von Enno sorgfältig auf YuccaTreePost dokumentiert) wird sich hoffentlich in den nächsten Wochen ein brauchbarer Protest aufbauen. Da [...]
Ich verstehe die ganzen Firmen nicht, die müssen doch nur ein wenig warten, bis die offiziell sich anmelden können.
Bei den Pseudonymen bin ich da ein wenig gespalten. Wieso kann man Google nicht den Klarnamen verraten und öffentlich einen anderen anzeigen lassen? Das wäre doch ein vernünftiger Kompromiss.
[...] sie halt mit einer kleinen bis mittelschweren Protestwelle konfrontiert, wie man unter anderem hier nachlesen kann. Zahlreiche John Does fluten die bisher noch recht übersichtliche Google [...]
Ich glaube die meisten hier missverstehen das Verhalten von Google, insbesondere bezüglich des Service:
Der Kundenservice bei denen ist gar nicht schlecht, nur sind wir nicht die Kunden, wir sind die Ware (der Spruch ist nicht von mir, stimmt aber).
Mein Profil wurde am 22.7. gegen 3:00 gesperrt
https://plus.google.com/114621452587521184442/
Ursprünglicher Name “Sebastian ‘baboo’”, zur Sonderzeichenfindebotbeschwichtigung mittlerweile “Sebastian aka baboo”.
Hey, sogar meine Friseurin kennt mich nur als baboo. Und zu der kann ich LEIDER keinen Hyperlink ins Formular pasten…
Dass die Leute eingestellt haben, um solche “Community Richtlinien” zu erstellen bzw durchzusetzen, ist denkwürdig. Gleichzeitig wurde der Innovationsmotor Google Labs dicht gemacht. Seine Schlüsse kann daraus jeder selber ziehen, ich denke aber Google befindet sich in einem ungünstigen Wandel.
Persönlich bin ich enttäuscht, dass Google+ genau das, was ich eigentlich von Google erwartet hätte, nicht liefern wird, sondern ganz im Gegenteil noch in die entgegengesetzte Richtung geht.
Bin trotz Klarnamen, 2-maliger telefonischer Accountbestätigung und IMPRESSUM im Profil gesperrt.
L.G. Elke
Unser google+ account wurde am Sonntag (24/07/11) auch gesperrt.
@Uwe: sorry, aber deine Argumentation hinkt. “Wer weiter spielen will…” Bei mir ist es so, dass Floyd Celluloyd mein Spitzname ist, mit dem mich Freunde, Arbeitskollengen, etc. seit 20 Jahren ansprechen. Das hat nichts mit Kindergarten zu tun, sondern rührt aus einer fotografischen Vergangenheit her. Und jetztso zu tun, als würde ich mich hinter einem “Pseudonym” verschanzen wollen ist doch sowas von weit hergeholt. In den Richtlinien steht eindeutig, dass Spitznamen erlaubt sind. Zitat: “Wenn du also Michael Müller heisst, dann ist es ok wenn du “Michi Müller” eingbist.” So, wenn mein Spitzname nichts mit meinem Klarnamen zu tun hat, dann kann ich da reichlich wenig dafür. Es ist und bleibt ein Spitzname. Kindergarten ist, wenn Menschen wie du das ok finden, und alle anderen vorgebrachten Argumente ignorieren. Meist hat eine Problematik mehrere Seiten, für dich aber nur eine. Klarnamen sind logisch, weil Google das sagt und Google stellt die Plattform zur Verfügung und und und… Das heisst aber nicht, dass Google deswegen im Recht ist.
Hätte es die “Facebook Revolution” in den arabischen Staaten auch mit Klarnamen gegeben? Hätte man all die Bilder und Berichte aus dem Iran währen der “Green Revolution” via Twitter auch mit Klarnamenpflicht zu Gesicht bekommen? NEIN
Man darf das hier nicht aus unserer behüteten, deutschen Perspektive sehen. Es gibt nach wie vor massenhaft Orte auf dieser Welt, da riskiert seine Leben und das seiner Familie, wenn man seine Meinung äussert!
[...] So wie wir denken viele, ein schöner Blog zu dieser Thematik findet ihr auch bei YuccaTree Post. [...]
Ach ja, wenn du magst kannst den “Floyd Celluloyd” gerne in die Liste mit aufnehmen.
[...] via: t3n.de – Google löscht sieben Jahre des digitalen Lebens eines Nutzers und zuckt nur mit den Schultern twitlonger.com – I would like to bring to your attention a few things before I disconnect permanently from all of your services. zdnet.com – Google Plus Deleting Accounts En Masse: No Clear Answers zdnet.com – Google Plus: Fast, Cheap and Out of Control consumerist.com – Google Deletes Last 7 Years Of User’s Digital Life, Shrugs heise.de – Google schaltet zahlreiche Google+-Accounts ab Ennomane – 3 neue GooglePlus-Sperrungen yuccatree.de – Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme (Update) 17. J… [...]
Schnelle Ergänzung (Update, 25.7.): Statement von Vic Gundotra bei Robert Scoble. Aufschlussreich, bestätigt einige meiner Vermutungen.
[...] Das Wirrwarr um die Klarnamenpflicht, gelöschte Accounts und schwammige Richtlinien fasst Enno Park auf YuccaTreePost [...]
[...] Googles Review zur Realnamen-Debatte bringt künftig zahlreiche ÄnderungenGyucatree.de: Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? – Eine Bestandsaufnahme (Update)zdnet.com: Google revises Google+ real name management policygolem.de: Google reagiert zögerlich [...]
[...] es gibt weitere Ungereimtheiten wie die Sache mit den Klarnamen und den gesperrten Accounts. Den einzigen “Unternehmensaccount” unter den ersten 100 halten derzeit die Kollegen [...]
Das Profil von mir wurde gerade wieder freigeschaltet. Die dazugehörige Mail lautete:
Was habe ich gemacht? Oben im Post verlinktes Formular mehrfach ausgefüllt. Links zu Facebook, Twitter und Formspring, bei denen ich mit diesem Namen registriert bin. Links zu Blogpost über die Sperrung (Kommentare, die bestätigten, dass sie mich unter diesem Namen kennen).
[...] [...]
[...] Viele Leute mit Pseudonym-Account, die gesperrt worden sind, wurden nach ein paar Tagen wieder freigeschaltet. (In meinem Fall hatte es sogar nur Stunden gedauert.) Manche haben ihren Klarnamen angegeben, andere ihr Pseudonym beibehalten. Bei manchen ging die Freischaltung ganz schnell, andere warten auch nach Wochen noch drauf. Einige wenige haben die Lust verloren und ihren GooglePlus-Account wieder gekündigt. Eine kleine Übersicht gibt es hier. [...]
[...] nicht seinen echten Namen zu verwenden, wird gesperrt. Enno hat das ein wenig zusammen gefasst: Google+: Klarnamenspflicht oder nicht? Eine Bestandsaufnahme. Falls das für euch nicht nett klingt, könnt ihr einen offenen Brief an Google mit eurer Signatur [...]
[...] Ein wichtiger Hinweis, gerade angesichts der Bestrebungen von Unternehmen wie Facebook oder Google, Echtnamen in sozialen Netzwerken durchzusetzen, aber auch im Hinblick auf idiotische Äußerungen deutscher (Innen-)Politiker. Teilnehmen könnt [...]
[...] Hier mal ein bisschen was zum Thema Pseudonyme bei Google+:http://yuccatree.de/2011/07/google-klarnamenspflicht-oder-nicht/http://www.robertbasic.de/2011/07/das-googleversum-verzahnt-sich-kunden-sperren/Kurz gesagt scheint [...]
[...] Wer noch gut davon kommt, der kann sein Profil mit einer einzigen SMS wieder freischalten oder hat andere Auflagen bekommen. Solche Vorgänge sind für den Netzaffinen bald schon Alltag aber [...]
[...] für mich aber kein Anlass ist, mich zufrieden zurückzulehnen, während andere weiter gesperrt bleiben. Ich bin eben nicht gerne gleicher als andere. So ließ ich mich natürlich nicht [...]
[...] ich selber davon betroffen war, hatte ich hier über das Pseudonymverbot bei Google+ geschrieben. Seitdem hat sich nicht viel geändert. Benutzer werden gesperrt, manche auch wieder entsperrt [...]
Ich bin bei Google+ auch schon seit laengerer Zeit gesperrt.
Hallo,
Seit Google+ die Klarnamenspflicht aufgegeben hat, bin ich nun auch dabei. Allerdings habe ich trotz des “Hypes” noch keine große Zeit gehabt, mich mit dem ganzen zu beschäftigen.
Mfg
Stefan