Vorsicht: Alle externen Twitter-Dienste können derzeit DMs auslesen

Rund um Twitter ist ein großes Ökosystem mit externen Diensten gewachsen, denen man Zugriff auf seinen Twitter-Account gewähren darf, damit sie funktionieren. Seit einiger Zeit scheinen alle externen Dienste auch Zugriff auf die DMs zu haben: Direktnachrichten mit Privatunterhaltungen, die nur Sender und Empfänger etwas angehen.

Zumindest bei mir und meinem Bekanntenkreis ist es längst üblich geworden, Twitter als SMS-Ersatz zu verwenden. Ich habe per DM schon sehr viele Dinge gesagt, die absolut nicht für Dritte bestimmt sind und vertraue auf Twitter ungefähr so, wie ich meinem E-Mail-Provider vertraue, dass er nicht in meine Mails schaut.

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Aber kann ich externen Apps trauen? Dass ein ausgewachsener Twitter-Client wie Hootsuite Zugriff auch auf die Direct Messages benötigt, ist klar. Es gibt aber Twitter-Spiele, Spaß-Anwendungen, Follower-Statistiken, Ranking-Tools und und und wie Sand am Meer. Darunter gibt es etliche schwarze Schafe, die zum Beispiel im Namen anderer Twitter-User Werbung verschicken.

Nun ist zwar auf Anhieb nicht wirklich interessant, was sich wildfremde Leute per DM schreiben, aber für gezielte Angriffe auf ausgewählte Personen ergeben sich da allerlei Möglichkeiten. Wer also verhindern möchte, dass Fremdanwendungen auch die eigenen DMs auslesen können, muss vorläufig auf externe Apps vollständig verzichten – oder aber alle DMs löschen und erstmal keine neuen mehr schreiben.

Angeblich ist das Scheunentor noch bis zum 30.06. offen. Aufgefallen ist das den Entwicklern bei Tweetster, die selber betonen, gar keinen Zugriff auf DMs haben zu wollen und auch keine auszulesen. Dort im Blog kann man das ganze noch etwas genauer nachlesen.

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