Wochenendgezwitscher: Social Networks – Wer schützt uns vor uns selbst?

Social Networks sind zum Alltag geworden. Viele sind harmlos, auf anderen teilen wir viel über uns mit. Bisweilen zu viel. Ex-Partner, zukünftige Arbeitgeber oder ganz einfach Feinde könnten darin viel über uns herausfinden. Meist mehr als uns lieb ist. Ist euch das egal? Wie schützt ihr euch davor? Hofft ihr auf den Datenschutz der Betreiber? Oder macht ihr generell einen Bogen um Social Networks wie Facebook, MeinVZ oder Xing? Macht mit bei unserem Wochenendgezwitscher und sagt uns eure Meinung! Wie immer hier als Kommentar, auf Twitter oder Identi.ca.

8 Gedanken zu „Wochenendgezwitscher: Social Networks – Wer schützt uns vor uns selbst?“

  1. Vetrauen auf Datenschutz durch die Betreiber ist gut, die eigene Kontrolle über das was man von sich Preis gibt jedoch besser. Ich bin auch bei einer handvoll Netzwerke dabei, achte aber relativ genau darauf nicht zuviel privates bzw. zuviele Details von mir offenzulegen. Private Fotos, die über ein Profilbild hinausgehen, wird zum Beispiel niemals jemand in so einem Social Network von mir zu sehen bekommen.

    In Bezug auf künftige Arbeitgeber finde ich es teilweise extrem heikel wie mancher Schüler stolz über seine Alkohol-Eskapaden des letzen Wochenendes berichtet (am besten noch mit Fotostrecke bis zum Knockout).

    Ich denke einen Bogen muss man um die Social Networks nicht unbedingt machen. Aber der Gedanke das auf diesen Netzwerken nicht nur Freunde mitlesen und Informationen sammeln, sollte bei jedem Teilnehmer stets präsent sein und auch in der Öffentlichkeit noch weiter verbreitet werden.

  2. Ich bin nur bei Twitter und MySpace. Auf Twitter gebe ich nicht meinen richtigen Namen an und auf MySpace nur eher harmlose Informationen wie Lieblingsfilm und -buch. Infos über meinen genauen Wohnort, Tel. Nr. oder ähnliches ebe ich nicht preis. Bilder von mir lade ich nicht hoch und auf meinem Profilbild bin ich nicht leicht zu erkennen.

    Ich denke nicht, dass mir jemand mit diesen harmlosen Informationen in irgendeiner Form schaden kann.

  3. Früher habe ich alles mögliche von mir in Social Networks hereingesstellt. Seitdem ich mir im Klaren bin, dass die ganze Welt && Arbeitgeber das gegen mich nutzen kann/können, habe ich meine Seiten weit abgespeckt.

    Allerdings ist nicht mein Ziel, keine Daten von mir preiszugeben, sondern eher gezielt positive Informationen über mich im Web zu offenbaren (Personal Branding :) )

    Und Social Networks nutze ich gerne, da ich mit diesen auch mit Menschen in Kontakt bleiben kann, von denen man sonst nichts mehr hören würde (ehemalige Klassenkameraden z.B.)

    Und Twitter nutze ich auch (gerne), auch wenn man da gewisse Infos von sich preisgeben muss. Aber ich achte immer darauf, was ich schreibe.

  4. Also ich bin auf diversen Plattformen aktiv und habe daher auch diverse Social Identities im Netz. Ich gebe darauf relativ viel preis (Kontaktdaten sind jedoch immer meinen Freunden vorbehalten.
    Ich denke, es kommt immer darauf an, wie man sich präsentiert und damit meine ich, dass es ein 1. einheitliches und 2. unverfälschtes Bild ist. 3. sollte man halt doch ein bißchen aufpassen, was man ins Netz stellt. Bilder vom letzten Besäufnis kommen vielleicht nicht so gut beim Arbeitgeber an, privates Engagement, ob politisch oder in anderer Art ist dagegen seriös.

    Für mich gilt immer: Wenn jemand mit meinem Profil – also mit mir – nicht zurecht kommt, dann muss er das ja auch nicht! Ein Arbeitgeber, der mich nicht so nimmt, wie ich bin, bei dem möchte ich auch nicht arbeiten.
    Daher: Ein bißchen mehr Detail darf bei mir schon sein.

  5. Laut meinem Medienpädagogikdozenten kann es ja auch durchaus nützlich sein.

    Beispiel: Arbeitgeber A sucht die Profile von Arbeiter B und C und findet bei beiden unterschiedliches.
    B ist in verschiedenen Schachgruppen, Briefsammler, (Nerd)gruppen.
    C stellt massiv Bilder von Partys online (ich weiß, dass das zwei krasse Beispiele sind… aber egal *g*)
    Je nach Wüschen des Arbeitgebers kann es sein, dass entweder B für seine Korrektheit und Intelligenz bevorzigt wird… oder eben C weil dieser Bewerber eben offen, kontaktfreudig ist und vielleicht eher ins Team passt.

    Nehmen wir an, Bewerber D wäre schwul und hat dieses auch bei Facebook und Co stehen. Der künftige Arbeitgeber entdeckt dieses und stellt ihn vielleicht nicht ein. (auch mit Gleichstellungsgesetzt nicht…)
    Will denn D für so einen Arbeitgeber arbeiten? Vielleicht hätte er den Job ohne Facebook nicht bekommen, aber wenn der Arbeitgeber eh intollerant ist, dann ists gar nicht so schlimm.

    Ich habe selbst meinen Job durch Facebook bekommen. Er mach mir Spaß, ich arbeite gerne und bin auch bereit mal mehr zu machen, als ich müsste. Denn ich werde so akzeptiert wie ich bin (trozt Homosexualität) , ich muss mich nicht verstecken, ich muss nichts befürchten.

    Klar, kann man es sich nicht aussuchen, ob man genommen wird oder nicht… Und das eine kann ein Vorteil bei dem einen Arbeitsgeber sein, was bei einem anderen eher ein Nachteil ist!
    Aber verteufeln würde ich die ganzen sozialen Netzwerke deswegen nicht.
    Man ist ja immer noch Herr seiner Daten bzw. kann ja selber bestimmen welche Bilder und Angaben man von sich preisgibt.

    Ich denke ein guter Mittelweg ist es, die Inhalte online zu stellen, die ich auch so offen gegenüber meinen Freunden, meinem Chef zeigen würde.

  6. Jeder muss selber wissen was er von sich preiss gibt. ich sehe das als eine lehrphase mit den umgang seiner daten. die zukünftigen generationen werden durch die kolateralschäden ihren nutzen daraus ziehen. das heisst in zukunft regelt sich die ansicht um und über das internet und das preisgeben seiner daten von selbst. like evolution^^ es muss opfer geben, anders könnte sich das internet nicht weiterentwickeln.

  7. Meine Bekannten verteilen sich über so viele Social Networks, dass ich höchstens noch rudimentäre Profile pflege, wenn überhaupt. Ansonsten achte ich sehr genau darauf, wo ich meinen realen Namen nenne, und genauso sorgfältig gehe ich mit den Namen anderer um (dazu zählen auch ehemalige Arbeitgeber).
    Für Fotos verwende ich geschützte Fotoalben, aber in den Communities gibt es meistens nur Profilbilder zu sehen bzw. Fotos, auf denen außer mir niemand sonst zu sehen ist.

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