Kennen Sie den Briten Stephen Wolfram? Bislang hat der Wissenschaftler, Erfinder und Autor sich vor allem im Bereich Mathematik einen Namen gemacht: Mit 15 veröffentlichte er seine erste wissenschaftliche Abhandlung, mit 20 erhielt er seinen PhD in Theoretical Physics von Caltech. Er erfand die Software Mathematica zur Lösung von Mathematikproblemen und betreibt die beliebte Website Mathworld. Nun wird ihm zugeschrieben, den „Google-Killer“ erfunden zu haben.

Stephen WolframAus Suchanfrage mach Rechenaufgabe

Was sich zunächst wie ein Widerspruch anhört, ist keiner, denn die von ihm entwickelte Suchtechnologie basiert auf mathematischen Erkenntnissen. Netbuzzr beschreibt die Funktion so: Der User gibt eine Frage ein, zum Beispiel: „Wie steht der Dollar-Kurs im Vergleich zum Euro?“ oder „Wo liegt Timbuktu?“. Die Suchanfrage wird analysiert, in eine Rechenaufgabe übersetzt und anhand verschiedener Algorithmen mithilfe einer riesigen Datenbank gelöst. Der User erhält keine langen Treffer-Listen mit teilweise Spam, sondern qualitativ hochwertige, wissenschaftlich belegbare Antworten als Ergebnis. Wolfram (siehe Foto links) habe mit dieser Methodik Billionen von kuratierten Daten erfasst.

Wolfram kann Google nicht ersetzen

Das klingt irgendwie Ehrfurcht einflößend und nicht umsonst. Wolfram Alpha sei entwickelt worden von Leuten mit hohem IQ für Leute mit hohem IQ. Die Entwickler müssten aufpassen, dass der Durchschnitts-User nicht mit den Antworten überfordert werde und für deren vollständiges Verstehen nicht erst einen Uni-Abschluss benötige, erklärte Nova Spivack, der sich die Wundertechnologie näher anschauen durfte. Ansonsten zeigte er sich euphorisch, auch wenn sie kein Google-Killer, sondern eher eine Antwort-Maschine sei, ein elektronisches Gehirn, das eindrucksvoll Antworten errechnet und nicht einfach nur nachschlägt. Wolfram Alpha habe das Potenzial, unser Leben so tiefgreifend wie Google zu berühren, es werde Google aber nicht ersetzen. Es ziele auf eine andere Art von Fragen ab, wer ein neues Auto oder ein Urlaubshotel suche, werde bei seiner Recherche nach wie vor bei Google landen.

Wer nun neugierig geworden ist und Wolfram Alpha mal selbst testen will, muss sich leider noch bis Mai gedulden. Dann nimmt die rechnende Super-Such-Antwort-Maschine ihren Dienst im Web offiziell auf.


 
 
 

Ein Kommentar zu “Stephen Wolfram: Rechnende Super-Such-Antwort-Maschine”

  1. sandor - 1. Mai 2009 um 12:06

    Der Google Killer:Entwickler Stephen Wolfram stellt seine Suchmaschine vor

    http://aktien-boersen.blogspot.com/2009/04/der-google-killerentwickler-stephen.html

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