Die Zeiten sind leider vorbei, in denen es noch einprägsame Webadressen gab, und deswegen gibt es jetzt so viele lustige Firmennamen. Auch „Shmoop“ hört sich erst einmal selbst gemacht an – doch ein Blick ins Urban Dictionary zeigt: Das Wort gibt’s tatsächlich. Eine Bedeutung von Shmoop stammt aus dem Jiddischen: “To give someone (often, a student or child) an encouraging nudge in the right direction”. Auf gut Deutsch: Jemandem nach alter Schule „leichte Schläge auf den Hinterkopf“ verpassen, um ihn – wie im Falle von Shmoop – zum Beispiel zum Lesen zu animieren.

Und genau darum geht es bei Shmoop: um Literatur – genauer: Klassiker der englischsprachigen Literatur. So eine Art vereinfachtes Kindlers Literaturlexikon fürs Internet, samt Inhaltsangaben, gängigen Interpretationen und Anstößen für selbstständiges Arbeiten, geschrieben in einem wirklich sehr einfachen English. Fix kann sich der wissbegierige Besucher hier einen Überblick etwa über Mark Twains “Huckleberry Finn” verschaffen und sich so zum Beispiel prima auf eine anstehende Prüfung in der Schule vorbereiten. Womit dann auch die Zielgruppe klar wäre: Für Schüler ist Shmoop ein hervorragender Einstieg, und ist die Plattform mal aus dem Beta-Stadium heraus, vielleicht sogar mehr als nur das. Für ambitioniertere Leser oder gar zur Unterstützung eines Studiums ist das Angebot derzeit aber noch zu leicht verdaulich.

shmoop.com


 
 
 

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