01. Dezember 2008 - Jürgen Vielmeier
Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” setzt auf Blogs: Heute starten im Online-Angebot der Zeitung zehn neue Online-Tagebücher zum Thema Kultur. Autoren sind unter anderem Medienjournalist Peer Schader, Berufsblogger Stefan Niggemeier und Autor Clemens Meyer. “Das war ja auch längst überfällig”, schreibt Komiker Oliver Pocher zur Begrüßung in Niggemeiers und Schaders gemeinsamem Fernsehblog. Kommt vielleicht etwas spät, meinen wir.
Hat man bei der “FAZ” noch nicht mitbekommen, dass Blogs ihre besten Zeiten längst hinter sich haben und die meisten Menschen unter der Informationsflut leiden? Sicher, ein gutes Fernsehkritik-Blog kommt immer gut, gerade von Profis wie Niggemeier und Schader. Dazu ein Videoblog von Literaturkritiker Volker Weidermann. Aber zehn Blogs? Damit knallt die “FAZ” ihren Lesern einen Wust von Infos und Meinungen vor den Latz, womit “Zeit Online” schon seit einigen Jahren die Leser mehr verschreckt als anlockt. Offen bleibt die Frage, wer das alles lesen soll. Wenn es prozentual so viele sind wie täglich den Feuilleton-Teil einer Tageszeitung lesen, dann viel Spaß! Und deswegen wette ich hier einfach mal um eine Kiste “Schöfferhofer Weizen” mit dem Ersten der sich traut, dass es die Hälfte der neuen Blogs in einem Jahr nicht mehr geben wird. Wer traut sich?
faz.net/blogs, medienrauschen.de






[...] in der Medienwelt verfolge ich seit geraumer Zeit über sein eigenes Blog, heute wurde ich via Freshzweinull darauf aufmerksam, dass er nun zusammen mit Peer Schader gemeinsam für die FAZ eines von 10 neuen [...]