Schlagwort-Archiv: Yahoo

Webmusik Reloaded: Yahoo aggregiert, YouTube sperrt nicht, Deutsche zahlen für Musik aus dem Web

So, ein letztes Mal noch das Thema Webmusik, dann haben wir für ein paar Jahre Wochen auch erst einmal genug davon gehört. Yahoo hat seinem Musikdienst eine Schönheits-OP verpasst. Zur Ballkönigin wird Yahoo Music damit aber noch lange nicht. Yahoo hat zwar nun Widgets von YouTube, Last.fm und Pandora integriert, das aber nicht besonders geschickt. Außerdem: Die Top 10 der deutschen Charts sind weiterhin bei YouTube zu finden, und immerhin jeder vierte Deutsche zahlt für Musik-Downloads, meldet Bitkom. Ein Tropfen auf dem heißen Stein.
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Yahoo mit “friends on fire” mal wieder nur zweiter Sieger

Es bleibt dabei: Was Google ins Leben ruft, gibt es meist kurze Zeit später auch von Yahoo. Die Webplattform hat auf der Entwicklerkonferenz SXSWi die Facebook-Anwendung “friends on fire” vorgestellt, die auf Yahoo FireEagle basiert und den Standort der Freunde auf einer Karte darstellen soll. Facebook-Mitglieder können die Anwendung in ihrem Profil installieren und ihre Freunde dazu einladen. Zurzeit kämpft sie aber noch mit Kinderkrankheiten. Weiterlesen

1 Mrd Internetnutzer weltweit, Deutschland überholt UK

Ein paar gute Nachrichten zum Wochenende: Weltweit haben inzwischen mehr als eine Milliarde Menschen (älter als 14 Jahre) Zugang zum Internet, meldet ComScore. Das Internet wächst damit schneller als die Weltbevölkerung, die Anfang des Jahres bei 6,75 Milliarden angelangt war. China ist mit fast 180 Millionen Menschen im Netz wenig überraschend der Spitzenreiter, die USA liegen mit 163 Millionen aber nicht weit dahinter. Deutschland belegt in der Statistik hinter Japan einen stolzen vierten Platz mit 37 Millionen Internetnutzern und befindet sich damit endlich einmal vor Großbritannien und Nordirland (UK) mit 36,7 Millionen. Ebenfalls wenig verwunderlich: Websites aus Googles Angebot sind mit 776 Millionen Besuchern die meist besuchten der Welt. Es folgen Microsoft, Yahoo und in etwa gleichauf AOL und der erste Nicht-Konzern in der Rangliste: Wikipedia-Betreiber Wikimedia. Comscore rechnet übrigens damit, dass die zweite Milliarde der Internetnutzer weit schneller erreicht sein wird als die erste, und die dritte dann nur noch ein Klacks wird. Irgendwie so war das mit der Weltbevölkerung ja auch …

Neue Manager bei Yahoo und Twitter mit Wirtschafts-Erfahrung

Yahoo hat eine Nachfolgerin des glücklosen CEOs Jerry Yang gefunden: Carol Bartz, langjährige Managerin der Softwareschmiede Autodesk, hat den Posten übernommen, der nach Yangs Rücktritt zwei Monate lang unbesetzt geblieben war. Gleichzeitig hat Yahoo-Präsidentin Susan Decker die Internet-Plattform verlassen, nachdem sie sich ebenfalls um den Posten des CEO beworben hatte, aber augenscheinlich übergangen worden war. Bartz erwartet die schwere Bürde, nach der missglückten Übernahme durch Microsoft, der geplatzten Werbepartnerschaft mit Google, einem Exodus vieler Führungskräfte und damit verbunden einem Sturzflug der Aktie das Vertrauen der Investoren zurückzugewinnen. Keine leichte Mission.

Unterdessen bekommt Twitter einen weiteren Manager. Es soll sich um jemanden handeln, der sich mit Betriebswirtschaft auskennt, berichten übereinstimmend mehrere US-Medien. Kevin Thau kommt von Buzzwire und besetzt den Posten “Director of Mobile Business Development”. Es soll die erste einer Reihe von Einstellungen sein, die Twitter dabei helfen sollen, einen Business Plan aufzustellen und damit endlich Geld zu verdienen. Dass Thau natürlich auch Geld kosten wird, ist dabei wohl erst einmal zweitrangig.

Rausgefischt: Suchmaschinen, Apple, Google, Bild-DSL

Unsere Rubrik für das Geschehen der Woche, kurz zusammengefasst. Hier der Fang der Woche:

Freitags-Refresh:

  • Russischer Geschäftsmann will sich das Smiley-Symbol ;-) patentieren lassen, scheitert aber (zum Glück) am Widerstand der Patentbehörde.
  • Qual der Wahl: 46 Prozent der Frauen würden lieber auf Sex verzichten als auf das Internet.
  • Neuer IT-Hype Cloud Computing ausführlich erklärt von Wolfgang Herrmann.
  • Erstes Android-Handy T-Mobile G1 kommt im März auf den deutschen Markt. Sony-Ericsson kündigt ein Android-Gerät für Sommer 2009 an.
  • Versorgung ländlicher Gebiete mit Breitband-Internet gestaltet sich schwierig.
  • Nummer 4 der großen Betriebssysteme? Toshiba bringt Laptops mit OpenSolaris auf den US-Markt.

Vom Rest der Woche:

  • Jahresrückblick der Suchmaschinen: Deutsche suchen auf Google, MSN und Yahoo am häufigsten nach “Wetter”.
  • Hollywood kontra TV-Sender: Wegen eines Lizenzstreits sind einige Filme und Serien aus dem US-Angebot von iTunes und Netflix verschwunden.
  • Googles Browser “Chrome” verlässt den Beta-Status und darf damit jetzt auf Rechnern von Dell und HP vorinstalliert werden.
  • Apple opfert in Ägypten die GPS-Funktion im iPhone auf Wunsch der Regierung. Was wird Apple erst für China opfern?
  • Digitale Welt reloaded: Sony eröffnet heute den 3D-Treffpunkt “PlayStation Home”.
  • Firmen-Blogs gelten als besonders unglaubwürdig, fand Forrester in einer Umfrage heraus.
  • Bild-Zeitung und Filiago wollen breitbandlose Gemeinden mit Satelliten-DSL versorgen.
  • Sony-Ericsson, Vodafone und zwölf weitere Mobilfunk-Unternehmen treten Googles Open Handset Alliance (“Android”) bei.
  • Navi-Hersteller TomTom ermittelt für einen neuen Staumelder aktuelle Daten unter anderem von Vodafone-Handys.

Erstes Live-Event bei YouTube

Was haben Katy Perry, Will.I.Am, die Mythbusters und Akon gemeinsam? Sie treten alle am Samstag beim ersten YouTube Livestream auf. Wie genau die Show ablaufen wird, ist nicht klar. Selbst die geladenen Gäste rätseln. Allerdings soll es eine Mischung aus Konzert, Varietévorstellung und Party sein, bei der auch „bekannte YouTube-Gesichter” erwartet werden. Wenn das Livestreaming aus San Francisco startet, ist es bei uns bereits der 23.11. morgens um 2 Uhr. Wem das zu früh ist, der kann in der anschließenden Live-Show aus Tokio vorbeischauen, die um 7 Uhr MEZ beginnt. Mal schauen, ob YouTube mit seinem Live-Experiment erfolgreicher durchstartet als Yahoo! Live, das am 3. Dezember 2008 den Sendebetrieb einstellen will.

GoogleWatchBlog, YouTube Live, Werbespot, YouTube Live Tokio, Yahoo Live

Blamage: Yahoo-Chef Jerry Yang geht

Der Sündenbock muss gehen: Yahoo-Chef Jerry Yang hat seinen Posten geräumt. Sein Gastspiel als Interims-CEO bei Yahoo hat gerade einmal 17 Monate gedauert, eine Zeit, in der zahlreiche führende Manager die sinkende Kogge verließen, das Unternehmen stark sparen musste, und die Aktie den schnellsten Weg in Richtung Talsohle nahm. Das ist freilich nicht allein Yangs Schuld. Was er sich aber ankreiden lassen muss, und was ihm die Aktionäre kaum verzeihen dürften, ist die geplatzte Übernahme durch Microsoft. Noch im Mai hatte Microsoft insgesamt 47,5 Milliarden US-Dollar für Yahoo geboten, umgerechnet 33 US-Dollar pro Aktie, was in etwa dem Höchststand der Aktie vom Februar entsprach. Yang lehnte gleich mehrmals ab. Heute, ein gutes halbes Jahr und den Beginn der Medienkrise später, ist die Aktie nur noch knapp 10 US-Dollar wert. Nach einer geplatzten Werbepartnerschaft mit Google fragte Yang vorige Woche noch einmal kleinlaut bei Microsoft nach, ob man vielleicht noch Interesse hätte. Diesmal lehnte der Microsoft-Chef Steve Ballmer ab – und könnte sich am Ende ins Fäustchen lachen. Denn jetzt könnte Microsoft das führerlose Yahoo zum Spottpreis übernehmen. Ob es dazu kommt – die Branche munkelt es bereits – werden wir sicher in Kürze erfahren. Auch AOL wird ein Interesse an einer Fusion unterstellt. Yahoo sucht derweil einen Nachfolger für Yang, der dem Unternehmen auf einem niedrigeren Management-Posten erhalten bleibt.

spiegel.de, handelsblatt.com

Audio-YouTube: Die 15 besten Podcast-Suchmaschinen

YouTube und seine Konkurrenz blühen und gedeihen, für Blogs gibt es Technorati und Rivva. Personen-Suchmaschinen erfassen nach und nach auch Daten aus sozialen Netzen. Keine Frage also: Web-2.0-Beiträge lassen sich bestens aufspüren, und beliebt sind sie auch. Nur, was ist eigentlich mit Podcasts? Nach wie vor produzieren Amateure, Halbprofis und Fachleute täglich Hörbeiträge – die aber meist überhaupt nur von Eingeweihten gefunden werden. Es mangelt an guten Suchmaschinen, eben einem YouTube für Audios. Freshzweinull-Chefredakteur Jürgen Vielmeier hat sich auf die Suche gemacht und schließlich 15 Audio-Suchen gefunden. Barack Obama stand als Suchbegriff Pate. Im Test kann es aber lediglich eine einzige wirklich mit YouTube aufnehmen. Weiterlesen

Ego-Googeln wird zum Volkssport

Haben Sie Ihren Namen schon einmal bei Google eingegeben und geschaut, was es im Netz alles über Sie gibt, oder wer noch so heißt? Das ist kein Grund zum Schämen, denn Sie sind somit offiziell Teil des neuen Volkssports „Ego-Googeln“. Eine Studie von BITKOM und forsa zeigt, 34 Prozent aller Deutschen über 14 Jahren haben ihren Namen bereits in Suchmaschinen eingegeben. Kein Wunder, dass neben Google und Yahoo sich auch spezielle Personensuchmaschinen wie 123people und yasni immer größerer Beliebtheit erfreuen. Vor allem die 18- bis 29-Jährigen checken ihr „Online-Ich“, Männer häufiger als Frauen. Und für Unternehmer ist Ego-Googeln aus Gründen der Imagepflege interessant. Also: Wann werfen Sie den nächsten Blick in den Internet-Spiegel?
heise.de

Yahoo & Intel graben Ideen zum Internet im TV wieder aus

Internet auf dem Fernseher, das wär’s! Intel und Yahoo haben auf Intels Entwicklermesse eine gemeinsame Lösung vorgestellt, die Widgets mit personalisierten Informationen wie Wetter oder Börsenkurse auf dem Fernseher einblendet. Erste Geräte mit der Funktion sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Intel stellt dafür den Chip “CE 3100″ bereit, Yahoo die Softwarelösung “Widget Engine”. Als Testgerät dient ein Samsung-Fernseher. Die Internetverbindung realisiert das Gerät entweder über LAN, TV-Kabel oder WLAN. Setzt sich die Technik durch, wird es auf lange Sicht wohl keinen Unterschied mehr zwischen Fernseher und Computer geben. Nicht jeder teilt die Meinung der Hersteller, dass da etwas zusammen wächst, was zusammen gehört. Aber solange der Zuschauer sein eigener Programmdirektor bleibt, werden die Vorteile wohl überwiegen.

computerwoche.de, de.engadget.com, basicthinking.de