Schlagwort-Archiv: Webmusik

2.0 der Woche: PlisTube – YouTube-Playlist erstellen

Manchmal überzeugt die Idee mehr als die Umsetzung: Mit PlisTube kann man seine eigene Playlist aus YouTube-Videos zusammenstellen. Die gute Nachricht: Es funktioniert. Man wählt zum Start den Namen einer Band, ich sag einfach mal: Bro’sis. PlisTube sucht dann einige Bro’sis-Songs in der rechten Seitenspalte zusammen und spielt sofort einen zufällig gewählten Track ab. Unterhalb des Videofensters erscheint ein Suchfeld, in dem man nach weiteren Bands oder Titeln suchen kann, ohne die Seite neu zu laden, also auch ohne die Musik zu unterbrechen. Die schlechte Nachricht: Die Bedienung ist holprig. Neue Tracks lassen sich halbwegs leicht mit einem Klick in die Playlist einbinden, die man dann aber neu laden muss. Will man die Reihenfolge ändern, erscheint die Liste in einem neuen Fenster. Es gibt einen kleinen Button, über den man einen Track vorspringen kann, aber keine Zurück-Taste. Kurz: Alles ist möglich, nur noch nicht all zu benutzerfreundlich. Trotzdem: Kudos für diese Idee! Ist uns ein Rätsel, warum YouTube da nicht selbst drauf gekommen ist …

plistube.com,

MySpace verschiebt Start des neuen Musikportals

MySpace Music sollte eigentlich in dieser Woche starten, aber die Zeichen sprechen jetzt für einen späteren Beginn. Laut MySpace liegt das vor allem daran, dass sich das Freunde-Netzwerk zwar mit den drei wichtigsten Plattenfirmen Universal, Sony BMG und Warner geeinigt hat, aber noch nicht mit EMI. Ohne EMI würde der Musikdienst keinen Sinn ergeben und gar nicht erst starten, vermutet Blogger Peter Kafka. Laut Branchenblogger Om Malik ist das geplante Jointventure ohnehin zum Scheitern verurteilt: Noch ist kein Chef der neuen Firma gefunden und zu viele Mitesser wie Amazon wollen sich ein Stück abschneiden, während die Konkurrenz wie Apple gar nicht daran denkt, den Rest des Kuchens herauszurücken. Mit dem neuen Musikdienst sollen sich MySpace-Nutzer eigene Playlists erstellen können und sie mit ihrem Profil kombinieren. Für MySpace wird ein Erfolg des Projekts leichtes Unterfangen.

pressetext.at, gigaom.com, alleyinsider.com, zweipunktnull.org, myspace.com

Webmusik-Zwiespalt: Von Grooveshark bis YouTube

Es ist viel los in Sachen Webmusik in dieser Woche: Grooveshark Lite ist gestartet – ein weiterer Versuch, Webmusik dem Nutzer näher zu bringen. Aus fünf Millionen Songs können sich angemeldete Nutzer einfach die auswählen, die ihnen am besten gefallen und sie – anders als bei Last.fm und Pandora – so oft anhören wie sie wollen. Auch Playlists lassen sich leicht anlegen. Don Reisinger findet kaum ein Haar in der Suppe. Gefahr für Webradios könnte hingegen von SoundExchange kommen: Der Interessenverband für Musiker und Plattenfirmen in den USA will die Lizenzgebühren für Webmusik bis 2010 drastisch erhöhen – Pandora sieht dadurch bereits das eigene Ende kommen. YouTube hat die Medienkonzerne hingegen so weit, dass diese nicht einmal mehr gegen illegal eingestellte Musikvideos vorgehen wollen. Webmusik soll es also weiterhin geben – nur halt nicht überall.

mashable.com (Grooveshark), grooveshark.com, netzwertig.com (SoundExchange), pressetext.at (YouTube)

Kostenlose Webmusik: Renaissance der Musikvideos

Musik illegal aus dem Netz zu laden, wird immer heikler, seit die Plattenindustrie mit neuen Forderungen an den Gesetzgeber Erfolg hat. Musik legal herunterladen ist beliebt, kostet aber Geld. Wohl beides ein Grund, warum sich Musikliebhaber seit einiger Zeit verstärkt auf Musikvideos stürzen. Auf YouTube kann man ohnehin fast jedes Video finden, das jemals gedreht wurde; andere, wie MyVideo und Vimeo, stehen dem in kaum etwas nach. Diesen Umstand machen sich spezielle Clients für Musikvideos zu Nutze, die seit kurzem wie Pilze aus dem Boden schießen und auf den Inhalt von YouTube und Co. zugreifen. Bei MusicVideoTown und Jukebo ist die Auswahl nach Katalogen sortiert, Cleepr findet dafür auch Videos weniger bekannter Bands. Weiterlesen