Schlagwort-Archiv: Webmusik

Wochenendgezwitscher: Musikmodell der Zukunft gesucht

Die CD stirbt langsam aus, und wie es scheint gibt es nichts, was der Musikindustrie auch nur annähernd so hohe Einnahmen beschert wie der silberne Tonträger. Als Nachfolge der Langspielplatte hat die Industrie Micro-SD-Karten im Angebot. Für einzelne Songs sollen die Preise über iTunes und Co. wohl noch deutlich anziehen. Filesharing wird weiterhin stark bekämpft. Aber was ist wirklich die Lösung?
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Musikpiraten aus Kanada: Erste Raubkopien bereits 1897

Musik und Piraterie, das gehört offenbar zusammen wie Schuh und Schnürsenkel: Das Blog BestActEver hat im Archiv der “New York Times” einen Artikel aufgestöbert, nach dem die junge US-Musikindustrie bereits im Jahr 1897 (!) mit Raubkopien zu kämpfen hatte. Die Piraten kamen nicht aus China oder Schweden, sondern aus dem Nachbarland Kanada. Gesendet wurde die Ware per Post – und geworben dafür ganz öffentlich in kanadischen Zeitungen. Eine frühe Form des Homeshoppings also noch obendrein.
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Webmusik Reloaded: Yahoo aggregiert, YouTube sperrt nicht, Deutsche zahlen für Musik aus dem Web

So, ein letztes Mal noch das Thema Webmusik, dann haben wir für ein paar Jahre Wochen auch erst einmal genug davon gehört. Yahoo hat seinem Musikdienst eine Schönheits-OP verpasst. Zur Ballkönigin wird Yahoo Music damit aber noch lange nicht. Yahoo hat zwar nun Widgets von YouTube, Last.fm und Pandora integriert, das aber nicht besonders geschickt. Außerdem: Die Top 10 der deutschen Charts sind weiterhin bei YouTube zu finden, und immerhin jeder vierte Deutsche zahlt für Musik-Downloads, meldet Bitkom. Ein Tropfen auf dem heißen Stein.
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Wochenendgezwitscher: Was wird aus der Musik im Web?

Quo Vadis, Webmusik? In dieser Woche zunächst der Schock: YouTube entfernt Musikvideos von seiner deutschen Plattform. Die Lösung folgt scheinbar postwendend: Amazon wird zum MP3-Discounter. Soll man sich Songs also besser für ein wenig Geld, aber dafür in guter Qualität kaufen, statt alles im Web zu streamen? Nein, meint Constantin Thyssen von roccatune: es geht auch beides: Mit seiner Online-Jukebox (Musik in guter Qualität als Stream) hat er sich gütlich mit Gema und Plattenlabels geeinigt und damit in dieser Woche gleich zwei Preise gewonnen.
Ja, was denn nun? Downloads oder Streaming?
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Amazon startet MP3-Download-Store mit 5 Mio Titeln

Ab heute bietet Amazon auch in Deutschland Musik als MP3 mit 265 KBit/s zum Download an. Damit bekommt vor allem der Musikshop iTunes von Apple große Konkurrenz, denn: Die Songs bei Amazon sind billiger. Kosten bei Apple die meisten Musikstücke 99 Cent, so liegt der Preis bei Amazon zwischen 68 und 99 Cent, wobei viele der Songs für 77 Cent zu haben sein sollen. Zur Einführung werden sogar mehr als 2.000 Alben für unter fünf Euro angeboten.
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YouTube sperrt Musikvideos in Deutschland

Das muss doch ein Aprilscherz … – nein, leider nicht: YouTube hat damit begonnen, Musikvideos auf seiner Plattform für deutsche Nutzer zu blockieren. Betroffen sind Videos, deren Künstler von der Gema vertreten werden. Zuvor waren Verhandlungen mit der deutschen Rechteverwertungsgesellschaft darüber gescheitert, den seit 2007 bestehenden Vertrag zu verlängern. Jede Seite schiebt sich derzeit gegenseitig den schwarzen Peter zu und beschuldigt die andere, sie übervorteilen zu wollen. Weiterlesen

Nach massiven Protesten: Last.fm verschiebt Gebührenmodell

Der Online-Radiodienst Last.fm verschiebt das geplante Bezahlmodell in Ländern außerhalb Deutschlands, den USA und UK. Das kündigt Mitgründer Richard Jones im offiziellen Firmenblog an. Grund waren offenbar die zahlreichen Zuschriften und Meinungen, die bei der Online-Jukebox seit der Meldung vergangene Woche eingegangen sind. Aufgeschoben ist aber auch hier nicht aufgehoben: Das Modell, das monatliche Gebühren in Höhe von drei Euro vorsieht, soll nach wie vor kommen. Aber anders als vergangene Woche erfahren wir diesmal immerhin ein wenig über die Gründe für den geplanten Schritt.
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Die CD in der Gosse: Der Niedergang eines einst beliebten Speichermediums

Ich bin keiner von denen, die oft sagen “Das hätt’s früher nicht gegeben!”, aber heute Morgen schoss mir der Gedanke mehrfach durch den Kopf. In meiner Straße war Müllabfuhrtag und beim Leeren der Tonnen muss irgendwie diese CD herausgefallen und auf der Straße gelandet sein. Die CD als Wegwerfartikel. Dabei ist es gerade einmal 20 Jahre her, dass CD-Player in deutschen Wohnzimmern Einzug gehalten haben, man die CDs noch vorsichtig mit den Fingerspitzen angefasst und nach jedem Hören gleich wieder in die staubsichere Hülle gesteckt hat. Heute, drei Technikgenerationen und haufenweise AOL-CDs später, sind wir wohl endgültig in der Wegwerfgesellschaft angekommen. Weiterlesen