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Sommerfehde #2: Blogger verteidigen Hubertus Heil

Wie man es macht, macht man es verkehrt: Deutsche Politiker bekamen neulich noch einen Rüffel, weil sie im Vergleich zu Barack Obama noch nicht im Web 2.0 angekommen sind. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat jetzt mal etwas Neues gewagt, vom Parteitag der US-Demokraten getwittert – und damit unbeabsichtigt eine neue Online-Schlammlawine losgetreten: Spiegel Online und sueddeutsche.de lästern über Heils vermeintlich irrelevanten Nachrichten; Blogger monieren, dass Spiegel Online das Internet mal wieder für sich alleine gepachtet habe. Und Hubertus Heil? Der macht mit seiner Twitter-Aktion eigentlich einen ganz guten Job und reagiert zum Glück gar nicht auf die Diskussion um seine Berichterstattung. Der amüsante Abschluss einer Sommerfehde zwischen Bloggern und “seriösen” Online-Journalisten.

twitter.com (Hubertus Heil)
Pro: blog.handelsblatt.de, blog.helmschrott.de, simoncolumbus.de, lumma.de, haseler.de
Contra: spiegel.de, sueddeutsche.de, medien-gerecht.de

So steht es um den Onlinejournalismus

Die Netzeitung wartet mit einem lesenswerten Special über Onlinejournalismus auf. Anlass ist vermutlich die Ankündigung von Restrukturierungsmaßnahmen im Berliner Verlag, zu dem die Netzeitung gehört. Matthias Breitinger und Maik Söhler analysieren, wo der Onlinejournalismus zur Zeit steht und wo er sich hinentwickelt. Malte Welding plädiert für einen Frieden zwischen Print- und Onlinejournalismus und findet, dass das schlagende Argument Qualität Vertreter beider Medien am Leben halten kann. Für Renditen sei der Onlinejournalismus noch nicht gedacht, sagt Medienexperte Robin Meyer-Lucht in einem Interview. Die Netzeitung-Redaktion sammelt Vorurteile gegen Onlinejournalismus und liefert Argumente dafür. Nicht nur für Journalisten interessant!

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