Schlagwort-Archiv: Online-Journalismus

RSS stirbt einen einsamen Tod. Nachfolger: Twitter und FriendFeed

Auslaufmodell RSS-Feed? Die breite Masse hat bis heute nicht verstanden, was es damit überhaupt auf sich hat und wie Real Simple Syndication funktioniert. So really simple ist der Nachrichtenticker für Webjournalisten nämlich nicht, zumindest wenn man ihn mit den Nachfolgern vergleicht: Twitter, Friendfeed und Facebook. Das meint zumindest Techcrunch-Autor Steve Gillmor, und er hat damit nicht ganz Unrecht.
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Webjournalismus gemeinsam: Vertonte Blogbeiträge, AdSense-Einnahmensplit

Nicht immer nur gegeneinander: Gleich zwei sehr interessante Ansätze wollen die Zusammenarbeit von Netzautoren fördern. So hat unser Blogcaster Georg Schneider heute sein neues Projekt netzXnull vorgestellt, in dem er die Beiträge einiger Webexperten vertont und weitere News in einem Lifestream verknüpft.
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Online-Nachrichten anno 1981 – “Nicht viel daran zu verdienen”

Wo die sowas nur immer wieder ausgraben: Im Internet kursiert ein Video von 1981 über die ersten Tests mit Nachrichten im Internet. Erstaunlich visionär der im Beitrag zitierte David Cole vom “San Francisco Examiner”: “Es ist ein Experiment. Wir machen das nicht, um Geld zu verdienen. Wir werden wahrscheinlich nicht viel verlieren, aber wir werden auch nicht gerade eine Menge daran verdienen.” Da können die Verleger heute ein Lied von singen… (Video 2:17 min) Weiterlesen

Es rumort im “Handelsblatt”

Bloghausen hat endlich einen neuen Skandal: In der Redaktion des “Handelsblatt” dürfte es heute Vormittag kräftig geknirscht haben: Redakteur Sönke Iwersen war seinen Kollegen und Blogger Thomas Knüwer in einem Kommentar unter dessen Blogbeitrag scharf persönlich angegangen. Knüwer hat in seinem Beitrag zum wiederholten Male gefordert, dass viele Journalisten Web-2.0-affiner werden und Tools wie Twitter und Facebook als Recherchegrundzeug nutzen müssten. Iwersen ist daraufhin offenbar der Kragen geplatzt. Er warf Knüwer Selbstbeweihräucherung vor und dass er trotz seiner Vernetztheit wenig Zählbares zustande gebracht habe. Schärfster Satz: “Wenn es tatsächlich so wäre, dass diese Kommunikationswege neue Infos erschließen – warum kommen die Scoops im Handelsblatt dann nicht von Dir, sondern immer von anderen Kollegen?” Weiterlesen

Falschmeldung über Apple: Online-Journalismus am Pranger

US-Techblogs stehen in der Kritik, weil sie die Falschmeldung über einen vermeintlichen Herzinfarkt von Apple-Boss Steve Jobs verbreitet haben. Die zwielichtige, aber trotzdem nicht unglaubwürdig geschriebene Originalmeldung stammt von ireport.com, einem Portal für Bürgerjournalismus. Als verschiedene Techblogs die Meldung am Freitag aufnahmen, brach die Apple-Aktie für kurze Zeit ein und erholte sich erst wieder nach einem Dementi aus der Apple-Zentrale. Henry Blodget, Chefredakteur des Techblogs “Silicon Alley Insider”, verteidigte die Veröffentlichung und löste damit eine Grundsatzdiskussion über Online-Journalismus aus. Natürlich habe man sich an Apple gewandt. Aber Antworten von Unternehmen ließen nun einmal auf sich warten, und das Internet sei ein schnelles Medium. Deswegen habe man die Meldung veröffentlicht, ohne auf Apples Antwort zu warten. Und das, so Blodget, würde man auch weiterhin tun.

In den Kommentaren unter seinem Beitrag wurde Blodget dafür zersägt. Tenor der wütenden Meute: Das ungeprüfte Verbreiten von Hörensagen dürfe doch kein Journalismus sein. Die US-Börsenaufsicht und ireport-Betreiber CNN.com versuchen unterdessen, den anonymen Autor der Originalmeldung ausfindig zu machen. Es wird vermutet, dass er die Meldung absichtlich gestreut hat, um Apples Aktienkurs abstürzen zu lassen. Und der gehetzte Henry Blodget wählt die Opferrolle, um zu retten, was noch zu retten ist: “Die Menge hat gesprochen: Sie wollen uns aufspannen und vierteilen (insbesondere mich). Fügen Sie Ihre Empörung bitte unten an.”

maclife.de, alleyinsider.com