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Weitere Mobilfunkfrequenzen allein werden digitale Spaltung nicht kitten

Noch in diesem Jahr sollen nach Wunsch der Bundesnetzagentur neben weiteren UMTS-Mobilfunklizenzen zusätzliche Frequenzen versteigert werden. Nach dem kürzlich veröffentlichten Eckpunkte-Papier soll das umgewandelte Rundfunkspektrum für den Ausbau des drahtlosen Internets unter den Hammer kommen. Matthias Kurth, Präsident der Netzagentur, feierte die Idee gegenüber Welt Online als “unser Beitrag zum Konjunkturpaket”. Das klingt gut, reichen wird es aber nicht. Weiterlesen

Lange Wartenzeiten nerven beim Mobile Web

Langsam trotz Highspeed: Internet auf dem Handy oder über Mobilfunkkarten ist inzwischen so schnell wie ein handelsüblicher DSL-Anschluss. Zunehmend mehr Nutzer klagen aber über lange Wartezeiten. Das macht mobile Onlinegames und Internettelefonie (VoIP) schlecht bis gar nicht bedienbar und den Seitenaufbau unbequem. Betroffen sind Internetverbindungen über Mobilfunkstandards wie HSDPA und UMTS. Weil die Datenwege über Mobilfunk mehr Stationen mit mehr Nadelöhren durchlaufen als bei DSL-Anschlüssen, dauert es weit länger, bis die Anfrage beim gewünschten Server angekommen ist. Von dort, zum Beispiel von Google, müssen die Daten den beschwerlichen Weg auch zurück nehmen. Damit kommen selbst beim 3,6 bis 7,2 MBit/s schnellen HSDPA Latenzzeiten um 65 Millisekunden zustande, was sich beim Anwender durchaus bemerkbar macht. Eine Verbesserung ist erst ab 2010 zu erwarten, wenn mit LTE der nächste Mobilfunkstandard an den Start geht. Das erwartet Computerwoche-Autor Jürgen Hill, der das Phänomen hier schön erklärt hat.

Überraschung: Drei Erfolgsmeldungen der Deutschen Telekom

Gleich drei erfreuliche Meldungen des Tages gebühren heute unsrer aller, viel gescholtener, ebenso geliebter wie bespotteter Deutschen Telekom. Den kleinen Triumph wollen wir ihr denn auch nicht vorenthalten, ihr, beziehungsweise ihrer einzigen Tochter mit viel versprechenden Zukunftsaussichten: T-Mobile. Zum ersten nutzen immer mehr Menschen die mobilen Datendienste des Mobilfunkanbieters: 4,7 Millionen Menschen in Deutschland hatten im dritten Quartal einen Vertrag für Web’n’Walk, den Datentarif fürs Handy. Das sind 67,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Rechnet man die Web’n’Walk-Nutzer hinzu, die keinen Datenvertrag haben, sind es sogar 13 Millionen Kunden. In den – für die Telekom viel interessanteren – Finanzzahlen ausgedrückt, sind die Datenumsätze in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresquartal um stolze 28,3 Prozent auf 639 Millionen Euro nach oben geschnellt.

Zum zweiten verzichtet T-Mobile auf alle Zwischenschritte und stellt bei der mobilen Datenübertragung gleich von HSPA auf den neuen Standard Long Term Evolution (LTE) um. Damit sollen bis zu 170 MBit/s erreicht werden können. In der Praxis werden das deutlich weniger, aber immer noch deutlich mehr als die momentanen 7,2 MBit/s bei HSDPA.

Zum dritten steht T-Mobile kurz davor, das 500.000ste iPhone zu verkaufen. Nach anfangs schleppendem Start haben vor allem die schnellere Datenübertragung und günstigere Preise zum Erfolg geführt. Für alle drei Neuigkeiten: Herzlichen Glückwunsch, Telekom! Jetzt müssen nur noch T-Systems und T-Home ähnlich gute Meldungen vorlegen. Aber wir fürchten, das wird nicht so leicht passieren …

computerwoche.de (Datendienste), computerwoche.de (LTE), areamobile.de (iPhone)