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	<title>YuccaTree Post + &#187; Journalismus</title>
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	<description>Internet Feuillevard</description>
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		<title>Journalisten als Consultants: Not macht erfinderisch</title>
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		<pubDate>Mon, 03 May 2010 17:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno Park</dc:creator>
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		<description><![CDATA[An allen Ecken und Enden leiden Verlage darunter, ihre Redaktionen zu finanzieren: Auflagen und Werbegeschäft gehen bei den meisten zurück, während die Einnahmen aus Online-Werbung vorne und hinten nicht ausreichen und von Apples App Store abgesehen kaum funktionierende Bezahlmodelle für&#8217;s Web in Sicht sind. In dieser Situation macht Not erfinderisch. Redakteure der Süddeutschen Zeitung sollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An allen Ecken und Enden leiden Verlage darunter, ihre Redaktionen zu finanzieren: Auflagen und Werbegeschäft gehen bei den meisten zurück, während die Einnahmen aus Online-Werbung vorne und hinten nicht ausreichen und von Apples App Store abgesehen kaum funktionierende Bezahlmodelle für&#8217;s Web in Sicht sind. In dieser Situation macht Not erfinderisch. Redakteure der Süddeutschen Zeitung sollen nun nebenher als Consultants jobben.</p>
<p><span id="more-14142"></span>Die Süddeutsche steckt besonders in der Klemme: 6 Mio Euro Verlust hat sie eingefahren und die Inhaber fordern für 2010 eine schwarze Null. Der Chef der Zeitung, Werner Kilz, hat sich nun eine bemerkenswerte Idee vom Wall Street Journal abgeguckt: Die Zeitung will nicht mehr nur noch Papierauflage und Werbung verkaufen sondern auch die Recherche als Dienstleistung. Redakteure sollen künftig nebenher als Unternehmensberater fungieren, Inhalte recherchieren und diese als Rohmaterial für Texte und Vorträge liefern.</p>
<p>Klingt nach einer interessanten Idee. Ich frage mich nur: Wann schreiben sie dann noch ihre Zeitungsartikel? Und droht die Süddeutsche dadurch nicht, zur PR-Agentur zu mutieren?</p>
<p>[<a title="Meedia" href="http://meedia.de/nc/details-topstory/article/sz-chef-denkt-ber-consulting-nach_100027758.html">via</a> Meedia]</p>
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		<title>Ignoranz 2.0 am Vorabend der viralen Kriegsführung</title>
		<link>http://yuccatree.de/2010/04/ignoranz-2-0-am-vorabend-der-viralen-kriegsfuhrung/</link>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 18:25:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno Park</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mir ist schlecht. Ich habe mir gerade das Video angesehen, das vor Kurzem auf Wikileaks veröffentlicht wurde. Es zeigt ein Massaker, das amerikanische Soldaten an irakischen Zivilisten begingen, darunter zwei Journalisten. Ich wollte mir das nicht ansehen müssen, ganz wie Michael Seeman das am Ende seines Artikels in der FAZ-Community beschreibt. Im Alltag des Journalisten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mir ist schlecht. Ich habe mir gerade das Video angesehen, das vor Kurzem <a title="collateralmurder.com" href="http://collateralmurder.com/">auf Wikileaks veröffentlicht</a> wurde. Es zeigt ein Massaker, das amerikanische Soldaten an irakischen Zivilisten begingen, darunter zwei Journalisten. Ich wollte mir das nicht ansehen müssen, ganz wie Michael Seeman das am Ende <a title="CTRL-Verlust" href="http://faz-community.faz.net/blogs/crtl-verlust/archive/2010/04/07/wikileaks-und-eine-postbaudrillardsche-frage-der-informationsethik.aspx">seines Artikels</a> in der FAZ-Community beschreibt. Im Alltag des Journalisten ist dies nur eine „Meldung“, ich hingegen war ratlos, wie sie zu verbloggen sei.</p>
<p><span id="more-13289"></span></p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="480" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/5rXPrfnU3G0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="480" height="385" src="http://www.youtube.com/v/5rXPrfnU3G0&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p>Ratlos auch deshalb, weil andere eigentlich alles schon gesagt haben. Dass dieses Video über <a title="Wikileaks" href="http://wikileaks.org/">Wikileaks</a> veröffentlicht wurde und nicht in den klassischen Medien, zeigt einen derart tiefen Einblick darin, wie kommerzieller Journalismus heute funktioniert – oder sollte ich schreiben versagt, wenn Redaktionen aus welcher Art Kalkül heraus auch immer, sich nicht mehr trauen, über bestimmte Dinge zu berichten? Peter Sennhauser bringt es bei <a title="netzwertig.de" href="http://netzwertig.com/2010/04/07/wikileaks-die-medien-haben-versagt/">netzwertig</a> auf den Punkt, wenn er schreibt:</p>
<blockquote><p>Das macht die Veröffentlichung des Videos auf Wikileaks zur Schande für die Mainstreammedien: Entweder sie hatten das Video nicht – weil ihnen die Whistleblower nicht mehr trauen -, oder sie hatten es und veröffentlichten es nicht. Beides ist eine journalistische Bankrotterklärung.</p></blockquote>
<p>Dem wäre nicht viel hinzuzufügen, wenn da nicht sofort wieder die große Frage nach den Alternativen im Raum stünde, den sozialen Medien. Wenn Blogs, Wikis und soziale Netzwerke die Art, wie wir Nachrichten konsumieren, nachhaltig verändern, fallen Redaktionen als Gatekeeper, die die Vorauswahl für uns treffen, aus. Die Nachrichtenquellen, aus denen wir uns bedienen, sind so kleinteilig, dass wir unsere eigenen Filter vorschalten und unsere eigene Auswahl im Newsreader oder unseren Bekanntenkreis darüber entscheiden lassen, welche Information zu uns durchdringt. Und weil jeder einen anderen Filter hat, also andere Quellen liest, <a title="CTRL-Verlust" href="http://faz-community.faz.net/blogs/crtl-verlust/archive/2010/03/31/distributed-reality-oder-mach-dir-doch-n-fork-von-mir.aspx">wird die Realität, in der wir leben immer subjektiver werden</a>. Das auch besonders, weil wir dazu neigen, denjenigen eher Glauben zu schenken, denen wir uns verbunden fühlen – Ignoranz 2.0.</p>
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<p>Wenn unser Alltag aber in zig Realitäten zersplittert, dann bedeutet das auch, dass Blogs kein Heilmittel gegen Medienversagen sind. Das Video erreicht mich ja nur, weil ich Wikileaks lese oder Leute, die dies tun. Wenn sich die Wahrheit bloggen lässt, dann genauso gut Propaganda. Zersplitterte Realitäten bedeuten, dass auch in einer fiktiven Medienwelt, die nur noch aus Blogs und sozialen Medien bestünde, Manipulation nicht nur möglich wäre, sondern auch durch Ignoranz und Subjektivität gefördert würde.</p>
<p>Jetzt versuchen die US-Geheimndienste noch, <a title="The Register" href="http://www.theregister.co.uk/2010/03/16/army_wikileaks/">Wikileaks zu bekämpfen</a>. Wenn Manipulatoren merken, dass sich das Netz nicht wirklich dauerhaft und flächendeckend sperren, kontrollieren oder zensieren lässt, werden sie versuchen, sich anzupassen und Seiten auf Facebook einrichten, in Wikis mitschreiben, bloggen, twittern&#8230; Das Auftauchen des Begriffs „virale Kriegsführung“ als Nachfolger der „medialen Kriegsführung“ ist dann nur noch eine Frage der Zeit.</p>
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		<title>Warum ich kein iPad kaufen würde (und warum das egal ist)</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Apr 2010 19:07:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Enno Park</dc:creator>
				<category><![CDATA[Storys]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
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		<category><![CDATA[Appstore]]></category>
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		<category><![CDATA[Neues]]></category>
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		<category><![CDATA[Walled Garden]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit dem iPad ist es genauso wie mit dem iPhone: Es laufen (ohne Hacks) nur Programme darauf, von denen Apple das auch möchte. Das ist, wenn man so will, digitale Zensur. Egal ob der Inhalt einer App, der in Deutschland noch als jugendfrei durchgehen würde, in den USA schon zu &#8220;erotisch&#8221; ist oder ob Apple [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit dem iPad ist es genauso wie mit dem iPhone: Es laufen (ohne Hacks) nur Programme darauf, von denen Apple das auch möchte. Das ist, wenn man so will, digitale Zensur. Egal ob der Inhalt einer App, der in Deutschland noch als jugendfrei durchgehen würde, in den USA schon zu &#8220;erotisch&#8221; ist oder ob Apple <a title="Stereopoly" href="http://www.stereopoly.de/video-opera-mini-browser-fuers-iphone-eingereicht/">keinen anderen Browser neben sich duldet</a>: Wer sich Apple ausliefert, muss das in Kauf nehmen.</p>
<p><span id="more-13159"></span>Eventuell ist das vielen Menschen einfach egal und vermutlich gehöre ich als jemand, der seine Computer bis vor ein paar Jahren noch selbst zu bauen pflegte, zu einer Minderheit, wenn ich sage, dass <em>ich</em> bitteschön entscheiden möchte, welche Programme auf <em>meinem</em> Computer laufen dürfen und welche nicht &#8211; und kein Hersteller. Geschenkt, die Diskussion ist nicht neu.</p>
<p>Cory Doctorow von BoingBoing <a title="BoingBoing" href="http://www.boingboing.net/2010/04/02/why-i-wont-buy-an-ipad-and-think-you-shouldnt-either.html">fand ein paar weitere Argumente</a>: Tatsächlich geht Apples Politik über die reine &#8220;Zensur&#8221; hinaus. Was die einen als Vereinfachung sehen, die es einer noch breiteren Masse ermöglicht, Computer möglichst problemlos zu bedienen, ist für ihn ein Anzeichen von &#8220;Infantilisierung&#8221; des Anwenders, der nicht einmal die Batterie des Gerätes noch selbst wechseln darf.</p>
<p>Das ist natürlich der Anwender, der eher eine App kauft, als sich die Information im Web zu beschaffen. Deshalb auch suchen Verlage gerade ihr Heil im Appstore. Endlich haben sie wieder einen &#8220;walled garden&#8221;, für den sie Eintrittsgeld verlangen können, allerdings um den Preis, dass sie nicht mehr selbst Türsteher am Gartenzaun sind. Seien wir mal ehrlich: Apps sind proprietär. Sie sind ein Kanal nur für ein einziges Gerät: das iPad und vielleicht noch iPod und iPhone. Sicher: Apple hat Millionen dieser Geräte verkauft, aber wieviele Menschen <a title="maclife.de" href="http://www.maclife.de/iphone-ipod/iphone/iphone-marktanteil-sank-im-4-quartal">besitzen ein iPhone</a>, wieviele ein anderes Smartphone und wieviele ein klassisches Handy? Beziehungsweise: Wieviele werden ein iPad kaufen, wieviele einen anderen Tablet-Computer und wieviele bei klassischen Computern oder aber Smartphones bleiben?</p>
<p>Was also ist eine App, die nur von einer ziemlich kleinen Zielgruppe genutzt werden kann, überhaupt wert, wenn es um die Finanzierung des Massengeschäfts Journalismus geht?</p>
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<p>Ich fürchte außerdem, dass Apple dabei ist, dem Prinzip der Apps das eigene Grab zu schaufeln, in dem sie konsequent auf Flash verzichten und HTML5 unterstützen. Damit kann man so dermaßen viel anstellen, dass sich jede beliebige App auch als Webseite realisieren ließe. In absehbarer Zeit wird nur eine relativ kleine Minderheit aller Anwender die Apps des Appstore überhaupt nutzen können, ein HTML5-fähiger Browser jedoch wird in fast jedes tragbare Gerät Einzug gehalten haben.</p>
<p>Die ersten Anbieter werden auf die Idee kommen, mit anderen Finanzierungskonzepten ihre Inhalte wieder gratis für alle anzubieten. Apples Appstore konkurriert, zumindest was journalistische Inhalte angeht, mit dem freien Web, und dagegen hat sich bisher noch nie ein geschlossenes kommerzielles System durchsetzen können. Wenn die Verlage schlau sind, versuchen sie weder ihr Glück mit einer politisch kaum durchsetzbaren <a title="teltarif" href="http://www.teltarif.de/verlage-versus-google-lez-abgabe/news/37778.html">Holzmedien-GEZ</a> noch flüchten sie in proprietäre Apps eines sie gängelnden Herstellers. Besser setzen sie sich alle an einen Tisch, um eine &#8220;Meta-App&#8221; zu bauen. Eine App, die im Web läuft, von jedem Gerät nutzbar ist, und deren Benutzung moderat kostenpflichtig ist, deren Inhalte aber sexy genug für den Leser sind, diese Kosten auch einzugehen.</p>
<p>Dann könnte es was werden. (Update:) Gerrit van Aaken hat <a title="praegnanz.de" href="http://praegnanz.de/essays/der-grosse-magazin-reboot">ein paar Ideen</a> dazu. Egal, wie es weiter geht: Das iPad wird weder die <a title="Yucca Tree Post" href="http://yuccatree.de/2010/03/das-ipad-wird-den-journalismus-nicht-retten/">Verlage retten</a> noch das wilde weite Web zähmen können. Also kauft das Ding ruhig, wenn ihr es toll findet.</p>
<p><strong>Update:</strong> Dass man das iPad auch sehr viel deutlicher kritisieren kann, <a title="neuerdings.com" href="http://neuerdings.com/2010/04/05/apple-ipad-warum-das-ipad-schlecht-ist/">zeigt Don Dahlmann</a>.</p>
<p><strong>Update:</strong> Kleiner Spaß am Rande&#8230;</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="560" height="385" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowFullScreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://www.youtube.com/v/lAl28d6tbko&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" /><param name="allowfullscreen" value="true" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="560" height="385" src="http://www.youtube.com/v/lAl28d6tbko&amp;hl=de_DE&amp;fs=1&amp;" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
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		</item>
		<item>
		<title>7 Blog-Modelle für die Zukunft</title>
		<link>http://yuccatree.de/2010/03/7-blog-modelle-fur-die-zukunft/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Mar 2010 13:45:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Modelle]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Zeit bei YuccaTree neigt sich dem Ende zu, und ob ich danach an anderere Stelle weiterbloggen will, steht für mich noch nicht sicher fest. Vielleicht trotzdem der beste Zeitpunkt, um Bloggern einige Modelle für die Zukunft vorzustellen und zu diskutieren, wohin die Reise gehen könnte. 1. Die rasenden Blog-Reporter Zu berichten gibt es eigentlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Zeit bei YuccaTree neigt sich dem Ende zu, und ob ich danach an anderere Stelle weiterbloggen will, steht für mich noch nicht sicher fest. Vielleicht trotzdem der beste Zeitpunkt, um Bloggern einige Modelle für die Zukunft vorzustellen und zu diskutieren, wohin die Reise gehen könnte.<br />
<span id="more-12463"></span><br />
<strong>1. Die rasenden Blog-Reporter</strong></p>
<p>Zu berichten gibt es eigentlich genug. Wenn auch nicht jeden Tag ein Kracher, dann im Schnitt aber trotzdem drei bis fünf Themen täglich, von denen es sich lohnt, mal drüber zu schreiben. Die US-Techblogs wie Gizmodo, ReadWriteWeb, Venturebeat und Techcrunch hauen praktisch im Stundentakt Themen raus. Über alle zu schreiben, wäre eine Vernachlässigung dem Leser gegenüber, denn zu den journalistischen Aufgaben zählt auch das Filtern. Aber eine gute Nachrichtenseite, die dauerhaft besteht, exklusiv und hochaktuell berichtet, die hat auch heute noch gute Chancen.</p>
<p><em><strong>Voraussetzungen:</strong> Schnell sein, auf allen Kanälen präsent sein (Website, Twitter, Facebook, Buzz, RSS, &#8230;), möglichst viele gute Quellen durchforsten, gute Pressekontakte aufbauen, Ahnung von der Materie haben, dauerhaft am Ball bleiben.</em></p>
<p><em><strong>Nachteile:</strong> Das Pensum ist dauerhaft für einen alleine nicht zu meistern, es sei denn, man legt es drauf an, sich nach ein paar Monaten mit einem Burnout einweisen zu lassen. Es muss also ein Team mit Arbeitsteilung her und das bedeutet: höhere Kosten, die man mit einem Blog erst einmal erwirtschaften muss.<br />
</em></p>
<p><a href="http://mashable.com"><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/7BlogModelle_1.jpg" alt="7 Blog-Modelle" /></a><br clear="all"></p>
<p><strong>2. Der Analytiker</strong></p>
<p>Visits sind noch immer die stärkste Währung für Blogs. Wem die Content-Schleuder mit Allerweltsthemen zu aufwändig ist, der könnte es mit deutlich weniger Content und Nischenthemen versuchen. Statt fünf Meldungen am Tag dann vielleicht nur ein Thema im Monat, das dann aber aufwändig recherchiert ist und einen solchen Hype erzeugt, dass im Endeffekt genauso viele Besucher kommen. Das bedeutet meist weniger Arbeit. Jan Tißler vom Upload-Magazin will <a href="http://upload-magazin.de/blog/4927-uploads-zukunft/">diesen Weg</a> gehen.</p>
<p><em><strong>Voraussetzungen:</strong> Hohe Bekanntheit und gute Vernetzung, sonst wird aus dem Hype-Thema ein Sturm im Wasserglas. Gutes Gespür für Themen; auch hier ein gewisser Druck, dass niemand die gleichen Themen schon vor einem veröffentlicht.</em></p>
<p><em><strong>Nachteile:</strong> Die einzige Gefahr ist, dass ein Thema vielleicht nicht so einschlägt wie erhofft. Dann verendet der einzige Gaul, den man ins Rennen geschickt hat.</em></p>
<p><a href="http://upload-magazin.de/"><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/7BlogModelle_2.jpg" alt="7 Blog-Modelle" /></a><br clear="all"></p>
<p><strong>3. Das Schnipsel-Blog</strong></p>
<p>Nicht jeden Tag kommen ein iPhone oder ein neues Facebook auf den Markt, und nicht immer schafft man es, mit einem Thema der Erste oder der Kreativste zu sein. Die Lösung könnte ein Tumblelog sein, ich würde es mal frei mit &#8220;Schnipselblog&#8221; übersetzen. Es ist eine Mischung aus eigenen Beiträgen und kommentierten Auszügen anderer Websites. Diese Schnipsel können Bilder, Audios und Videos aber auch Textfragmente sein. Markus Beckedahl folgt diesem Prinzip in seinem <a href="http://www.netzpolitik.org/">Blog Netzpolitik</a>, was seine Arbeitsressourcen schonen dürfte und trotzdem für die Leser interessant ist. </p>
<p>Einen ähnlichen Weg geht auch Kollege Tueksta mit <a href="http://wasgehtab.posterous.com/">seinem Posterous-Blog</a>. Mit dem Blogdienst lassen sich zum Beispiel ganz einfach <a href="http://posterous.com/help/bookmarklet">Bookmarklets</a> einfügen, Textfragmente, die man mit einem Browser-Plugin von einer anderen Seite ausschneiden und in sein Blog einfügen kann. Posterous übernimmt die Verlinkung und gibt die Quelle an.</p>
<p><em><strong>Voraussetzungen:</strong> Viel Recherche und hohe Aktualität. Ansonsten aber eher wenig: Der Mix aus Meldungen und Schnipseln erlaubt es dem Blogger/der Bloggerin, nicht aus jedem Thema eine ganze Meldung stricken zu müssen.</em></p>
<p><em><strong>Nachteile:</strong> Sehr flüchtige Inhalte. Die Leser müssen bereit sein, viel zu scrollen und viele Themen aufzunehmen.</em></p>
<p><a href="http://wasgehtab.posterous.com/"><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/7BlogModelle_3.jpg" alt="7 Blog-Modelle" /></a><br clear="all"></p>
<p><strong>4. Das Hybrid-Blog</strong></p>
<p>Auf der Social-News-Plattform Digg soll es sich vor Kurzem zugetragen haben, dass ein Leser einen Kommentar in Berichtform geschrieben hat, der den Originalartikel nach einhelliger Meinung in den Schatten stellte. Warum dann nicht gleich die Leser die Beiträge schreiben lassen?</p>
<p>Aber so einfach funktioniert es ja auch nicht. Die Leser wissen zwar häufig mehr als der Autor, ihnen fehlt aber die Idee für das Thema, sie haben nicht immer Zeit und Lust zu schreiben, und auch wenn sie mehr wissen, bedeutet das noch lange nicht, dass sie auch besser schreiben können.</p>
<p>Die Lösung könnte also eine Art Hybrid-Blog sein, wie Robert Basic es für sein Projekt Buzzriders <a href="http://blog.buzzriders.com/2010/01/25/buzz-news-hybrid-blogging/">kürzlich vorgestellt hat</a>. Die sehr interessante Idee stellt Blogger und Kommentatoren auf eine Stufe. Basic dazu: &#8220;Technisch verheiratet man sozusagen WordPress mit der Timeline-Funktion von Facebook&#8221;, wobei man Facebooks Timeline-Funktion nur kopiert. Ein Hybrid-Blog würde das beste aus beiden Welten kombinieren, den oft groben Ton zwischen Autor und Lesern minimieren, den beiderseitigen Aufwand verringern und mitunter sogar bessere Ergebnisse liefern.</p>
<p><em><strong>Voraussetzungen:</strong> Das Hybrid-Blog muss technisch auf dem neuesten Stand und einfach zugänglich sein. Trolle sollten über Dienste wie Facebook Connect ausgeschlossen werden.</em></p>
<p><em><strong>Nachteile:</strong> Das soll erst einmal einer übersichtlich und lesenswert hinbekommen! Vielleicht wäre der Facebook-Lifestream dem am ähnlichsten:</em></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/yuccatreepost"><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/7BlogModelle_4.jpg" alt="7 Blog-Modelle" /></a><br clear="all"></p>
<p><strong>5. Das Genossenschaftsmodell (Mehrautorenblog)</strong></p>
<p>Wenn ein Blog interessant sein und täglich Leser anlocken soll, dann lässt sich das nicht als Nebenbei-Projekt durchziehen. Es sei denn, man verteilt die Arbeit auf mehrere, am besten sogar ganz viele Schultern. Ich bin überrascht, wie wenig Beispiele es dafür gibt. Es gibt Mehrautorenblogs wie <a href="http://www.basicthinking.de/blog/">BasicThinking</a>, <a href="http://www.stereopoly.de/">Stereopoly</a> und <a href="http://carta.info/">Carta</a>. Meistens hat dann aber ein Protagonist die Hauptarbeit. Anders &#8211; vermute ich zumindest &#8211; stehen die Aktien bei <a href="http://de.engadget.com/">Engadget German</a> und <a href="http://www.czyslansky.net/">Czyslansky</a>. Hier scheinen die Autoren gleichberechtigt zu posten. Wenn sich dabei jeder an einen festen Arbeits- und inhaltlichen Plan hält, kann der Aufwand für alle Beteiligten gering gehalten werden.</p>
<p><em><strong>Voraussetzungen:</strong> Gute Koordinationsstrukturen wie Wochenplan und inhaltliche Vorgaben.</em></p>
<p><em><strong>Nachteile:</strong> Wenn der Plan nicht aufgeht, bleibt das Blog gesichtslos. </em></p>
<p><a href="http://carta.info"><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/7BlogModelle_5.jpg" alt="7 Blog-Modelle" /></a><br clear="all"></p>
<p><strong>6. Der Persönliche</strong></p>
<p>Er schreibt, wann er will, was er will und wie er will und folgt dabei keinen Vorgaben. Seine Leser lesen ihn trotzdem, weil sie seinen Stil oder einfach die Person dahinter mögen. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Inhalte, sondern um die Figur, die präsentiert wird. Beispiele: <a href="http://ibo.posterous.com/">Ibo Evsan</a>, <a href="http://saschalobo.com/">Sascha Lobo</a>, <a href="http://www.robertbasic.de/">Robert Basic</a> oder <a href="http://lumma.de/">Nico Lumma</a>.</p>
<p><em><strong>Voraussetzungen:</strong> Die Person muss sich erst einmal einen Namen machen und schon irgendwo ein spannendes Leben führen (oder zumindest so tun als täte sie es).</em></p>
<p><em><strong>Nachteile:</strong> Wer sich als Rampensau präsentiert, muss damit rechnen, viele Kritiker auf den Plan zu rufen. Und die könnten einem in bösen Kommentaren das Leben schwer machen.</em></p>
<p><a href="http://www.saschalobo.com"><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/7BlogModelle_6.jpg" alt="7 Blog-Modelle" /></a><br clear="all"></p>
<p><strong>7. Das Themenblog</strong></p>
<p>In der Nische liegt sich&#8217;s gemütlich &#8211; das gilt auch weiterhin. Wer einen interessanten Themenbereich abdeckt, über den nur er schreibt und zwar besser als andere, der wird auch in Zukunft erfolgreich bloggen können. Verschwörungstheoretiker <a href="http://blog.fefe.de/">Fefe</a>, <a href="http://www.lawblog.de/">Lawblogger</a> Udo Vetter oder <a href="http://www.netbooknews.de/">Netbooknews</a>-Macher Sascha Pallenberg können ein Lied davon singen.</p>
<p><em><strong>Voraussetzungen:</strong> Der Autor muss gut schreiben können, um das Nischenthema einer breiten Masse nahe zu bringen.</em></p>
<p><em><strong>Nachteile:</strong> Früher oder später kommen die Nachahmer, die einen Teil des &#8220;Marktes&#8221; für sich beanspruchen.</em></p>
<p><a href="http://www.lawblog.de/"><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/7BlogModelle_7.jpg" alt="7 Blog-Modelle" /></a><br clear="all"></p>
<p>Welches Modell ihr als Blogger auch wählt, eins halte ich für unabdingbar: In einen Blogbeitrag gehört die Meinung des Autors. <em>Objektiv</em> berichten, das sollen die Nachrichtenjournalisten übernehmen. Auch Blogger können und sollen <em>neutral</em> sein, andere Leute zu Wort kommen lassen und fundiert berichten. Aber immer mit eigenem Kommentar, denn das zeigt die Kompetenz des Autors und ist das, was Blogs ausmacht.</p>
<p>Dass diese sieben die einzigen Modelle sind, das möchte ich hiermit übrigens nicht behaupten. Aber gerne diskutiere ich mit euch darüber und höre mir an, welche Ideen ihr habt!</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://yuccatree.de/2010/03/7-blog-modelle-fur-die-zukunft/feed/</wfw:commentRss>
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		</item>
		<item>
		<title>iPad: Haben die Medien kostenlos für Apple geworben?</title>
		<link>http://yuccatree.de/2010/02/ipad-hype-haben-die-medien-kostenlos-fur-apple-geworben/</link>
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		<pubDate>Fri, 05 Feb 2010 09:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Storys]]></category>
		<category><![CDATA[Apple]]></category>
		<category><![CDATA[Berichterstattung]]></category>
		<category><![CDATA[iPad]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[NDR]]></category>
		<category><![CDATA[Zapp]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Nun ja, Apple hat doch gesagt, da würde was Großes kommen&#8230;&#8221; Ich muss es zugeben: Der Vorwurf, Journalisten hätten mit der Berichterstattung über das iPad kostenlos Werbung für Apple gemacht, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Ein Bericht der NDR-Sendung &#8220;Zapp&#8221; kritisiert vor allem übertriebene Maßnahmen wie Live-Ticker, und Stephan Russ-Mohl von Carta [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Nun ja, Apple hat doch gesagt, da würde was Großes kommen&#8230;&#8221;</p>
<p>Ich muss es zugeben: Der Vorwurf, Journalisten hätten mit der Berichterstattung über das iPad kostenlos Werbung für Apple gemacht, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Ein Bericht der NDR-Sendung &#8220;Zapp&#8221; kritisiert vor allem übertriebene Maßnahmen wie Live-Ticker, und Stephan Russ-Mohl von Carta findet, die Thematisierung bishin in Feuilleton-Ressorts gehe zu weit.<br />
<span id="more-12069"></span><br />
Gleich vorweg: Ich finde den aktuellen &#8220;Zapp&#8221;-Beitrag <a href="http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/media/ipad102.html">&#8220;Kostenlos-Werbung für Apple&#8221;</a> von Anne Ruprecht und Daniel Bröckerhoff übertrieben. Ich denke, man hat von hier aus einen ziemlich guten Überblick, was die Technikpresse so &#8220;seriös&#8221; journalistet und bloggt. Und das Medienecho auf das iPad war <a href="http://yuccatree.de/2010/01/das-ipad-am-tag-danach-enttauschend-bis-man-es-in-den-handen-halt/">keineswegs so positiv</a>, wie Zapp es darstellt. Ich habe eher den gegenteiligen Eindruck: die Mehrheit der Technikexperten ist von den Eigenschaften des iPads enttäuscht oder leidlich zufrieden.</p>
<p><strong>IT-Journalismus funktioniert anders als Politikjournalismus</strong></p>
<p>Davon abgesehen geht es im IT- und Technikjournalismus nun einmal primär um neue Software und Produkte und damit um Firmen &#8211; ganz anders als im Politik- und Kulturteil einer Zeitung.</p>
<p>Was <a href="http://carta.info/22616/ipad-hype-wie-sich-journalismus-und-verlage-ueberfluessig-machen/">Stephan Russ-Mohl von Carta kritisiert</a>, ist vor allem, wie Journalisten bereitwillig im Vorfeld, während und nach der Produktpräsentation über das iPad geschrieben haben. Apple spart damit in der Tat Geld für Werbung dank geschickter Öffentlichkeitsarbeit. </p>
<p><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/iPad7.jpg" alt="iPad" /><br clear="all"></p>
<p>Beide Kritiker, Zapp und Carta, erwähnen allerdings nicht, dass es in den vergangenen Monaten einen kaum geringeren Hype um Produkte anderer Hersteller gab: das Google Nexus One, das Palm Pre, Windows 7 &#8211; genau genommen jedes noch so kleine Fisselchen, das Facebook an seinem Lifestream verändert. Wenn man etwas kritisieren will, dann dass aus jeder Mücke inzwischen ein Elefant berichtet wird. </p>
<p><strong>Apple-Events sind öffentliches Interesse</strong></p>
<p>Das wiederum tun Technikmagazine und -blogs, um Sie &#8211; geschätzte Leser &#8211; bei sich zu halten, da Sie sonst nun einmal nicht zum Lesen vorbeikommen und das Geschäft beeinträchtigen. Dann sollte es Bloggern und &#8220;seriösen Journalisten&#8221; weniger ums Geschäft gehen, sagen Sie? Schöne Vorstellung! Ich werde meinen Bankberater anrufen und ihm sagen, dass Sie künftig meine Miete zahlen&#8230; :) </p>
<p>Klar könnte man sich auch am Tag nach einer Apple-Produktpräsentation Pressemeldungen über das iPad besorgen und daraus eine Meldung stricken. Aber wer bitte würde das lesen wollen? Sie nicht, ich nicht und der Rest der Leser auch nicht.</p>
<p>Es besteht gewissermaßen ein öffentliches Interesse, über Apple-Events zu berichten. Und deswegen berichtet jeder mit und nach, <a href="http://carta.info/22324/apple-ipad-tablet/">übrigens</a> <a href="http://carta.info/22419/jetzt-rede-ich-das-ipad-antwortet-seinen-kritikern/">auch</a> <a href="http://carta.info/22573/das-ipad-ist-nur-eine-fernbedienung/">Carta</a>. ;)</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Wozu noch Verlage? Die Wirtschaft kann den Journalismus retten!</title>
		<link>http://yuccatree.de/2010/02/wozu-noch-verlage-die-wirtschaft-kann-den-journalismus-retten/</link>
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		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 14:35:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Online]]></category>
		<category><![CDATA[Redaktionen]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die etablierten Print-Verlage habe noch keine gute Strategie gefunden, um im Internet Geld zu verdienen; Blogger sind oft arm wie die Kirchenmäuse. Die Folge: der Online-Journalismus leidet, obwohl er doch eigentlich die Zukunft sein sollte. Ein drittes Modell könnte die Lösung sein: Wirtschaftsunternehmen, die bislang kaum etwas mit Medien zu tun haben, betreiben Redaktionen. Einige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die etablierten Print-Verlage habe noch keine gute Strategie gefunden, um im Internet Geld zu verdienen; Blogger sind oft arm wie die Kirchenmäuse. Die Folge: der Online-Journalismus leidet, obwohl er doch eigentlich die Zukunft sein sollte. Ein drittes Modell könnte die Lösung sein: Wirtschaftsunternehmen, die bislang kaum etwas mit Medien zu tun haben, betreiben Redaktionen. Einige Erfolgsbeispiele zeigen, dass dies durchaus ein Modell sein kann, um den Journalismus zu retten.<br />
<span id="more-12023"></span><br />
Das Geschrei war groß, als im November letzten Jahres das endgültige Ende der Netzeitung verkündet wurde. Die Mitarbeiter protestierten, still, mit der Feder in der Hand oder ganz offen. Dann packten sie leise ihre Sachen und gingen. Ziel unbekannt. Sie waren Opfer geworden eines Verlags, der zwar eine <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,659882,00.html">Weboffensive angekündigt</a> hatte, dann bei diesem ambitionierten Projekt aber doch den Stecker zog.</p>
<p><strong>Kann die Wirtschaft es besser machen als die Verlage?</strong></p>
<p>Ob dies oder die unsäglich dumme <a href="http://t3n.de/news/kartellbeschwerde-deutsche-verleger-verbunden-gegen-265216/">Klage der Verlage</a> gegen Google &#8211; es wird eins offensichtlich: Viele Verlage haben keine Ahnung vom Internet. Regiert und ausgepresst von einem renditeverliebten Management sind sie nicht bereit zu investieren; oft missbraucht von Interessen aus Lobbyismus, Anzeigengeschäft und Führungsetage berichten viele schon lange nicht mehr unabhängig.</p>
<p>Warum betreibt dann nicht gleich die Wirtschaft die Redaktionen?</p>
<p>Sie tut es. Und erste Beispiele zeigen, dass sie es auch nicht schlechter machen als die erfahrenere Konkurrenz aus dem Verlagsgeschäft.</p>
<p><a href="http://www.basicthinking.de/blog/"><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/Wirtschaft1.jpg" alt="Wirtschaft betreibt Journalismus" /></a><br clear="all"></p>
<p>Das Paradebeispiel der Blogosphäre dürfte das führende Technik- und Web-2.0-Blog <a href="http://www.basicthinking.de/blog/">BasicThinking</a> sein. Als die Ein-Mann-Maschine Robert Basic sein Blog im Januar 2009 bei Ebay versteigerte, schlug die<a href="http://www.intergenia.de/de/business-areas-hosting.php"> Intergenia AG</a> zu. Der Hosting-Anbieter aus Hürth bei Köln betreibt die Marken Plusserver, Server4you und Serverloft &#8211; daneben aber auch das Redaktionsportal <a href="http://www.onlinekosten.de">Onlinekosten.de</a>. Dessen Redaktion kümmerte sich fortan auch um BasicThinking und installierte um André Vatter ein eigenständiges Team. Dieses steht heute besser da als zu Basics Zeiten und verdient durch leichte Werbeaktivitäten inzwischen Geld.</p>
<p><strong>Komplette Finanzierung über Werbung möglich</strong></p>
<p>Ich habe diesen Beitrag im vergangenen Frühjahr geplant und einige Interviews bereits aus dieser Zeit geholt, als YuccaTree noch freshzweinull hieß. Damals gab es auf BasicThinking.de noch gar keine Werbung. Heute nimmt die Redaktion Geld mit einer pfiffigen Affiliate-Variante ein, die kaum jemanden stören dürfte. Christoph Berger, Gründer und Vorstand von Intergenia, gab mir damals am Telefon und per Mail ein kleines Interview, das ich hier in Teilen wiedergeben möchte. Zur Klärung sei noch gesagt: Die Intergenia-Tochter Serverloft war es damals, die den Blogkauf aus ihrem Marketingbudget finanzierte. Die Redaktion übernahm später Onlinekosten.de.</p>
<blockquote><p>
<strong>Frage:</strong> Lohnt sich der Betrieb von Basic Thinking für Serverloft? Ist der Betrieb des Blogs eine Marketing-Maßnahme? Und welchen Vorteil hat Serverloft davon eigentlich?</p>
<p><strong>Christoph Berger:</strong> Das Blog selbst wird von onlinekosten.de betrieben, serverloft ist nicht mehr in den Betrieb involviert. Käufer damals war aber unsere Schwestermarke &#8220;Serverloft&#8221;, die den Kauf aus dem eigenen Marketingbudget finanziert hat. Der Kauf damals war von dem Wunsch getrieben, dass das Blog nicht irgendwie ausgeschlachtet wird, sondern weiterbetrieben wird. Und mit der Konstellation Serverloft als Käufer und onlinekosten.de als Betreiber haben wir uns als intergenia gut genug aufgestellt gefühlt, um diese Herausforderung zu stemmen.</p>
<p><strong>Frage:</strong> Man findet auf Basic Thinking keine Werbung. Warum eigentlich nicht? Schon mit ein paar Google- und Affiliate-Links müssten sich bei euren Besucherzahlen doch gute Einnahmen erzielen lassen.</p>
<p><strong>Berger:</strong> Wir haben von Anfang an gesagt, dass wir das Blog nicht ausschlachten wollen und verzichten daher nach wie vor eigentlich komplett auf Werbung/Einnahmen. Irgendwann wird sich das aber ändern (müssen), da wir uns ewig ein Blog ganz ohne Einnahmen nicht leisten können/wollen.</p>
<p><strong>Frage:</strong> Haltet ihr es für theoretisch möglich, Basic Thinking komplett über Werbung zu refinanzieren, so dass Serverloft mit dem Betrieb keine Kosten entstehen oder sogar ein Gewinn abfällt?</p>
<p><strong>Berger</strong>: Ja, das halte ich mittelfristig für möglich! ;-)</p></blockquote>
<p>In wie weit Intergenia Einfluss auf die Inhalte bei BasicThinking nimmt, ist für Außenstehende nicht ohne weiteres zu beurteilen. Ich lese die Seite aber fast täglich und es scheint mir, als würde der Redaktion bei Themenauswahl und Inhalt freie Hand gelassen. Sicher, ab und an gibt es mal einen Beitrag über Hosting, der ein wenig gegen einen Mitbewerber schießt. Das hält sich allerdings in klaren Grenzen.</p>
<p>BasicThinking/Intergenia ist das prominenteste Beispiel, das mit einfällt, wenn es um Redaktionen geht, hinter denen Geschäftsleute stehen, die mit Medien und Verlagswesen eigentlich wenig zu tun haben. Man kann ihnen vorhalten, dass sie erkannt haben, dass sich mit Redaktionen gutes Geld verdienen lässt und sie das jetzt ausschlachten wollen. Doch was anderes als Rendite und darüber hinaus noch Einflussnahme wollen Medienmogule vom Formate eines Rupert Murdoch oder eines <a href="http://www.faz.net/s/Rub475F682E3FC24868A8A5276D4FB916D7/Doc~E4CAC8C062C2F44979A5206903C157E10~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews">David Montgomery</a>?</p>
<p><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/Wirtschaft3.jpg" alt="Wirtschaft betreibt Journalismus" /><br clear="all"></p>
<p><strong>Unternehmensleitung lässt der Redaktion freie Hand</strong></p>
<p>Ein weiteres Beispiel ist das deutlich kleinere und doch gut recherchierte <a href="http://www.handelskraft.de/">Blog Handelskraft.de</a>, das wir in unserer Liste <a href="http://yuccatree.de/2010/01/25-wunderbare-deutsche-blogs-abseits-des-mainstreams/">25 wunderbarer Blogs</a> abseits des Mainstreams aufgenommen haben. Sebastian Herold bloggt dort seit rund einem Jahr über Themen wie SEO und Web 2.0. Handelskraft wird vom <a href="http://www.dotsource.de/">Softwarehersteller dotSource</a> betrieben, der Produkte wie Meganto und Scoobox verkauft. Herold schrieb mir bereits im April letzten Jahres (leicht gekürzt):</p>
<blockquote><p>Handelskraft ist der Firmenblog der dotSource GmbH. Ich, der momentan überwiegend die Betreuung für Handelskraft übernommen hat, bin dementsprechend auch Angestellter dieser Agentur und werde unter anderem auch für das Bloggen bezahlt. Handelskraft hat sich thematisch von der dotSource entfernt, was daran liegt, dass wir uns nach außen gerne auch interessiert geben wollen. Wir sind es auch, ich bin es auch. Somit zeigt sich möglicherweise auch, dass eine Agentur wie die unsere im Web-2.0 aktiv unterwegs ist und ergo auch Ahnung hat, was sie ihren Kunden anbietet.</p>
<p>Ich habe redaktionell freie Hand und werde in keiner Weise mehr zu Werbezwecken gezwungen. Handelskraft ist unabhängig, quasi.</p></blockquote>
<p>Fängt man erst einmal an zu suchen, ergeben sich weitere interessante Beispiele. Hinter dem Blog <a href="http://www.techbanger.de/">Techbanger.de</a> steht der Internetmarketer <a href="http://www.itam-gmbh.com/">ITam GmbH</a> aus Reinheim bei Darmstadt. Das immer aktuelle Sammelalbum <a href="http://www.web2null.de/">Web2null.de</a> wird von der Düsseldorfer Online-Agentur <a href="http://www.active-value.de/">Active Value</a> betrieben. </p>
<p>Zugegeben: Ganz fachfremd sind die beiden letztgenannten Betreiber nicht. Active Value hat das Content-Angebot aber nicht &#8211; wie man annehmen könnte &#8211; mit Eigenwerbung zugekleistert, sondern hält sich unauffällig im Hintergrund. Die Agentur hat durchaus einen Nutzen von einem solchen Angebot. Sie kann ihre Kompetenz damit unter Beweis stellen.</p>
<p><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/Wirtschaft2.jpg" alt="Wirtschaft betreibt Journalismus" /><br clear="all"></p>
<p>Ähnlich verhält es sich mit dem <a href="http://das-ist-drin.de/blog/">Ernährungsblog Das-ist-drin.de</a>. Dahinter steht die Bonner <a href="http://www.snoopmedia.com/">Snoopmedia GmbH</a>, ein Internet- und IT-Dienstleister. Geschäftsführer Gerald Neu antwortete mir im Juli letzten Jahres auf meine Frage mit ein wenig Marketingsprech:</p>
<blockquote><p>Warum als Unternehmen ein Content-Portal betreiben? Gute Frage eigentlich, allerdings müssen wir ganz ehrlich sagen, dass diese sich für uns gar nicht mehr so wirklich stellt. [...] das-ist-drin ist für uns die optimale Testplattform, wir haben hier beispielsweise die Möglichkeit, Konzepte, Ideen oder Systeme auszuprobieren, bevor wir damit in den Kundeneinsatz gehen. Wenn´s so klappt, wie wir uns das vorstellen, haben wir eine super Referenz, wenn nicht, wird es eben beerdigt und unter Erfahrungen verbucht. Hinzu kommt, dass wir das-ist-drin wunderbar nutzen können, um als Agentur Öffentlichkeit zu generieren, nicht zuletzt auch, weil wir damit ein Feld bearbeiten, in dem wir bisher gar nicht tätig waren. </p></blockquote>
<p>Hinter den genannten Beispielen stehen allesamt internetaffine Unternehmen. Die meisten verbuchen den redaktionellen Aufwand als Marketing-Ausgabe. Ist die Reichweite groß, wie im Falle von BasicThinking, lassen sich damit allerdings auch Kosten wieder einspielen, vielleicht sogar Gewinne erzielen. </p>
<p><strong>Geld für den Journalismus von denen, die es haben</strong></p>
<p>Vielleicht sind die meisten der oben genannten Versuche keine Paradebeispiele. Es stecken jeweils kleine Unternehmen mit bescheidenen Einnahmen dahinter. Worum es mir eigentlich geht, sind die Großkopferten. Internationale Player wie Adidas oder Puma, DAX-30-Unternehmen wie die Deutsche Bank oder die Deutsche Post. Diese könnten mit etwas Geschick ohne Verlust aus der Sache herausgehen und würden damit zur Abwechslung mal etwas Gutes tun.</p>
<p>Die erhöhte Aufmerksamkeit und Bekanntheit eines gut florierenden Blogs könnte selbst einen leichten Verlust einer redaktionellen Sparte rechtfertigen. Die Konstellation muss nur erst einmal Vertrauen gewinnen. Wenn Mercedes Benz ein Autoblog herausgeben würde, T-Mobile ein Handyblog oder Industrieverbände eine Wirtschaftszeitung, dann wäre es mit der Glaubwürdigkeit nicht weit her.</p>
<p><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/Wirtschaft4.jpg" alt="Wirtschaft betreibt Journalismus" /><br clear="all"><small>Dax-30-Unternehmen Merck. Potenzieller Kandidat, um eine Redaktion zu finanzieren?</small></p>
<p><strong>Eine Blogsoftware zu installieren, ist keine Hexerei</strong></p>
<p>Anders sähe es aus, wenn etwa BMW ein Web-2.0-Blog finanzierte, Schraubenhersteller Würth ein Blog über Entwicklungshilfeprojekte oder Sony BMG ein Portal für investigativen Journalismus. Alles rein fiktive Beispiele, klar. Ich denke dabei auch nicht an gedruckte Tageszeitungen und Zeitschriften. Dafür bedarf es durchaus noch der Kompetenz und Kontakte, die Handelsunternehmen nicht haben. Aber in Sachen Web, wo es keine Hexerei ist, eine Blogsoftware zu installieren und einen Webdesigner ein hübsches Template basteln zu lassen &#8211; warum nicht?</p>
<p>Das Prinzip kann funktionieren, wenn sich die Unternehmen an eine Selbstverpflichtung halten, nicht auf die Inhalte der Redaktion einzugreifen. Eine unabhängige Institution könnte das kontrollieren. Die Unternehmen könnten bestehende Redaktionen oder Blogs kaufen oder ihnen finanziell unter die Arme greifen. Sie könnten gestandene Journalisten beschäftigen und ihnen inhaltlich und personell &#8211; im Rahmen eines festgelegten Budgets &#8211; freie Hand lassen.</p>
<p>Wenn am Ende des Jahres die schwarze Null steht, hat das Unternehmen dabei nichts verloren &#8211; dafür aber den Journalismus am Leben gehalten. Es könnte eine Möglichkeit für die Zukunft sein, über die es sich zumindest einmal zu diskutieren lohnt.</p>
<p>Was meint ihr?</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Amüsant: Sprachpapst Wolf Schneider mag Wirres.net nicht</title>
		<link>http://yuccatree.de/2010/01/amusant-sprachpapst-wolf-schneider-mag-wirres-net-nicht/</link>
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		<pubDate>Tue, 05 Jan 2010 18:31:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Webfundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Blogs]]></category>
		<category><![CDATA[Felix Schwenzel]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Wirres]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf Schneider]]></category>

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		<description><![CDATA[Wolf Schneiders Werke werden Erstsemestern gerne für den Einstieg in den Journalismus empfohlen. Der Sprachpapst, der seit einiger Zeit eine Videokolumne auf Sueddeutsche.de führt, hat sich diesmal Blogs vorgenommen, von denen er einige &#8220;abscheulich&#8221; findet: Es trifft das umstrittene Blog Wirres.net. Schneider zitiert einen Text von Wirres-Autor Felix Schwenzel, in dem dieser im Kaffeehaus sitzt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wolf Schneiders Werke werden Erstsemestern gerne für den Einstieg in den Journalismus empfohlen. Der Sprachpapst, der seit einiger Zeit eine Videokolumne auf Sueddeutsche.de führt, hat sich diesmal Blogs vorgenommen, von denen er einige &#8220;abscheulich&#8221; findet: Es trifft das umstrittene Blog Wirres.net.<br />
<span id="more-11560"></span><br />
Schneider zitiert <a href="http://wirres.net/article/articleview/4843/1/6">einen Text von Wirres-Autor</a> Felix Schwenzel, in dem dieser im Kaffeehaus sitzt, eine Zeitung liest, zugibt von dem, was er liest, keine Ahnung zu haben, und dann resümiert, dass Zeitungen doch gar nicht so schlecht seien. <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/874/499155/text/">Schneider gefällt das alles nicht.</a> Er fordert: Erst denken, dann bloggen.</p>
<p>Bleibt die Frage, warum sich Schneider ausgerechnet <a href="http://wirres.net/article/articleview/4843/1/6">diesen fast zwei Jahre alten</a> Text von Schwenzel ausgesucht hat, um einen Teil der Blogosphäre &#8220;abscheulich&#8221; zu nennen. Schwenzel ist als polarisierender Motzblogger bekannt. Auch die ersten beiden Kommentatoren seines Beitrags nennen den Text &#8220;peinlich&#8221;. Könnte es etwas damit zu tun haben, dass Schwenzel aus der &#8220;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&#8221; (FAS) vorliest, einem Blatt aus dem Konkurrenzverlag der &#8220;Süddeutschen&#8221;?</p>
<p>Schwenzels Text hat in meinen Augen auch keinen hohen literarischen Wert, ist aber typisch für einen Blogtext. Für mich sieht es so aus, als versuche Schneider wie so viele vor ihm, in Blogs Berichte wie in Zeitschriften und Tageszeitungen zu finden. Dass ein Blogbeitrag eine ganz eigene, persönlich gefärbte journalistische Darstellungsform ist &#8211; genau wie die Reportage, das Interview oder der Korrespondentenbericht &#8211; hat er nicht verstanden.</p>
<p>Sieht so aus, als würde die Diskussion um Sinn, Unsinn und Qualität von Blogs niemals enden&#8230;</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>iPhone-Journalismus: Auf der Jagd nach dem Alles-Gerät und kreativen Kurztexten</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/11/iphone-journalismus-auf-der-jagd-nach-dem-alles-gerat-und-kreativen-kurztexten/</link>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 12:09:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Storys]]></category>
		<category><![CDATA[iPhone]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Mobilfunk]]></category>

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		<description><![CDATA[Berichterstattung von überall, auf das wesentlichste verkürzte Texte. So sähe es im Online-Journalismus aus, wenn Journalisten nur noch von ihrem Smartphone aus berichten dürften. Eine angenehme Vorstellung. Da war ich am Wochenende mal in meiner emsländischen Heimat unterwegs. Tiefste Provinz, mag so mancher Großstädter denken, auch wenn das natürlich so nicht stimmt. Direkt hinter dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Berichterstattung von überall, auf das wesentlichste verkürzte Texte. So sähe es im Online-Journalismus aus, wenn Journalisten nur noch von ihrem Smartphone aus berichten dürften. Eine angenehme Vorstellung.<br />
<span id="more-11283"></span><br />
Da war ich am Wochenende mal in meiner emsländischen Heimat unterwegs. Tiefste Provinz, mag so mancher Großstädter denken, auch wenn das natürlich so nicht stimmt. Direkt hinter dem Stadtrand ging ich jedenfalls bei windigem Wetter an der Ems spazieren, als mir diese Szenerie ins Auge sprang, die ich direkt mit meinem noch recht jungen iPhone festhielt:</p>
<p><img src="http://yuccatree.de/content/Beitraege/IphoneEms.jpg" alt="iPhone-Bild" /><br clear="all"></p>
<p>Und nun? Mit dem Bild im Speicher nach Hause gehen und es am Rechner hochladen? Quatsch: Das geht ja auch direkt. Die wunderschöne Herbstlandschaft bestach nicht nur mit ihrer Farbenvielfalt, sondern auch mit ihrer 3G-Funkversorgung bei voller Signalstärke. In Sekunden hatte ich das Bild in meinen <a href="http://leidartikel.posterous.com/">privaten Posterous-Account</a> hochgeladen, der sich automatisch mit Twitter und Facebook synchronisiert. </p>
<p><strong>Ein Gerät für alles ist bisher noch nicht erfunden</strong></p>
<p>Dass iPhone-Besitzer von untwegs ihre Fotos hochladen, ist längst nichts Neues mehr. Oft bleibt es dabei allerdings bei privaten Schnappschüssen. Noch recht selten werden die technischen Möglichkeiten von Berufsfotografen und -journalisten genutzt. Die viel zitierte <a href="http://yuccatree.de/2009/01/twitter-schnellstes-medium-bei-notwasserung-in-new-york/">Notwasserung einer Airbus-Maschine</a> im Januar auf dem Hudson-River war eine erfreuliche Ausnahme. Doch auch sie wurde von einem Hobby-Fotografen aufgenommen.</p>
<p>Dabei ermöglicht die immer bessere Technik und Funkversorgung die Arbeit als Reporter zumindest in Deutschland inzwischen von fast jedem Fleckchen Erde aus: Egal, ob Fotos, Texte, kurze Videos oder Audio-Mitschnitte: Mit dem geeigneten Gerät lässt es sich als Reporter prima von unterwegs arbeiten.</p>
<p>Die Möglichkeiten stehen und fallen allerdings mit der der Funkversorgung und den Möglichkeiten des Geräts. Eines, das alles in einem kann, habe ich bislang noch nicht gesehen. Es sollte mit an Bord haben:</p>
<ul>
<li>Zwei Foto-/Videokameras mit ordentlicher Qualität, optischem Zoom und einer künstlichen Lichtquelle</li>
<li>Die Möglichkeit, schnell zwischen Vorder- und Rückseitenkamera hin- und herzuswitchen.</li>
<li>Audiomitschnitt-Funktion</li>
<li>Einfache Texteingabe über physisches oder virtuelles Keyboard.</li>
<li>UMTS/HSDPA</li>
<li>App-Fähigkeit</li>
<li>Schnellstart-Funktion für (wahlweise) Kamera oder Audio.</li>
<li>Einfaches Bildbearbeitungsprogramm zum Aufhellen, Zuschneiden, Markieren</li>
<li>Video-/Audioschnitt-App</li>
<li>Copy and Paste für einfache Textbearbeitung</li>
</ul>
<p>Zu diskutieren wäre noch, ob die Kamera besser eine hohe oder niedrige Auflösung haben sollte. Denn was bringt ein Video in HD-Qualität, wenn das Hochladen über EDGE eine Stunde dauert und die Hälfte des monatlichen Freivolumens frisst?</p>
<p><strong>Ganz neue Art kreativer Kurztexte</strong></p>
<p>Würde man die Journalisten dieser Welt nur noch mit einem iPhone- oder Android-Phone bewaffnet durch die Welt schicken, hätte das einen sehr interessanten Nebeneffekt: Ihre Texte würden ultrakurz werden und alles Wesentliche enthalten. Denn auf einer Smartphone-Tastatur &#8211; egal ob physisch oder virtuell &#8211; habe ich noch niemanden gerne ganze Texte tippen sehen. Man müsste Berichte kurz halten, eher Videos und Fotos sprechen lassen &#8211; oder viel mehr mit der Möglichkeit kurzer Texte spielen.</p>
<p>Ein Trend, der sich mit dem Wunsch der Leser/Konsumenten deckt, in immer kürzerer Zeit alles Wesentliche zu erfassen, ohne viel lesen zu müssen. Kurze und dennoch kreative, unterhaltsame Texte werden dann gefragt. Und es dürfte nur noch eine Frage der Zeit sein, bis das zum Trend wird. Ich freu mich drauf!</p>
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		<title>22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart!</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 07:15:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Dan Gillmor]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>

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		<description><![CDATA[US-Medienexperte Dan Gillmor hat 22 Ideen für einen neuen Journalismus vorgestellt, die zeigen, wie sehr sich der Beruf in den letzten Jahren verändert hat. Das Problem dabei: All die Regeln zu befolgen, würde einer Revolution gleich kommen. Auch wenn Gillmor mit den meisten Thesen richtig liegen dürfte, wird sie nicht jeder so umsetzen können &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>US-Medienexperte Dan Gillmor hat 22 Ideen für einen neuen Journalismus vorgestellt, die zeigen, wie sehr sich der Beruf in den letzten Jahren verändert hat. Das Problem dabei: All die Regeln zu befolgen, würde einer Revolution gleich kommen. Auch wenn Gillmor mit den meisten Thesen richtig liegen dürfte, wird sie nicht jeder so umsetzen können &#8211; und auch nicht wollen.<br />
<span id="more-10967"></span><br />
<a href="http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2009/oct/02/dan-gillmor-22-rules-news">Gillmor wird bei seinen 22 Punkten deutlich konkreter</a> als die Gruppe von A-Bloggern vor einem Monat <a href="http://yuccatree.de/2009/09/tradition-ade-a-blogger-stellen-internet-manifest-fur-modernen-journalismus-vor/">bei ihrem Internet-Manifest</a>. Ole Reißmann war so fleißig, aus den 22 Punkten eine <a href="http://olereissmann.de/2009/10/the-new-rules-of-news/">deutsche Inhaltsangabe zu erstellen</a>. Ich habe sie hier noch einmal verkürzt als Checkliste zusammengefasst:</p>
<ol>
<li>Keine Jahrestags- und Jubiläumsgeschichten</li>
<li>Den Leser einladen, an den Geschichten mitzuarbeiten</li>
<li>Transparenz: Artikel mit Hinweisen versehen, welche Fragen noch offen sind</li>
<li>Anbieten, Korrekturen als Meldungen zu abonnieren</li>
<li>Reger Austausch mit und zwischen den Lesern</li>
<li>Keine bloßen Stellungnahmen verkünden</li>
<li>PR-Sprache in präzise Worte übersetzen</li>
<li>Aus Überzeugung Links setzen</li>
<li>Archive öffnen und APIs bereit stellen</li>
<li>Leser als Nutzer betrachten, nicht nur als Konsumenten</li>
<li>Keine &#8220;Die zehn &#8230;&#8221; Listen veröffentlichen</li>
<li>Auf anonyme Quellen weitestgehend verzichten</li>
<li>Anonyme Quelle öffentlich machen, wenn sie wissentlich lügt</li>
<li>In Leitartikeln und Kommentaren auf Sätze wie &#8220;Die Kanzlerin <strong>muss</strong>&#8230;&#8221; verzichten </li>
<li>Regelmäßig auf die Arbeit von Mitbewerbern hinweisen, insbesondere Nischenblogs</li>
<li>Auf wichtige Geschichten hinweisen, selbst wenn wir uns ärgern, nicht selbst als erster darüber berichtet zu haben</li>
<li>Hartnäckig am Ball bleiben, wenn uns ein Thema für unsere Zielgruppe wichtig erscheint</li>
<li>Hintergrundartikel für regelmäßige Themen bereitstellen</li>
<li>Die Leser auf Möglichkeiten der Kontaktaufnahme hinweisen</li>
<li>Verdeckte Interessen der Protagonisten eines Beitrags benennen</li>
<li>Aus Einzelfällen keine Phänomene machen wie &#8220;Immer mehr Jugendliche&#8230;&#8221;</li>
<li>Keine Leitartikel veröffentlichen, den die berühmten Protagonisten nicht selbst verfasst haben</li>
</ol>
<p>Die 22 Punkte scheinen gleichermaßen als Anregung für Online-Journalisten und &#8220;etablierte&#8221; Print-Journalisten gemacht zu sein. Die Punkte 6 und 7 beispielsweise sollten für Journalisten eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein. Im schnellen und schlecht bezahlten Online-Geschäft verzichten aber einige Kollegen sicher darauf. Punkt 5 dürfte hingegen für &#8220;alt eingesessene&#8221; Journalisten komplettes Neuland bedeuten.</p>
<p><strong>Journalistenmythos entzaubert</strong></p>
<p>Und überhaupt: Gillmor verlangt Journalisten hier einiges ab. Der Mythos des fehlerfrei recherchierenden Journalisten, der Experte auf einem Gebiet ist, wird damit endgültig entzaubert. Es dürfte aber für geschätzte 90 Prozent der Zunft ein Hartes bis schier Unmögliches sein, mit Lesern zusammen zu arbeiten, Korrekturen am laufenden Band zu veröffentlichen und offen zuzugeben, dass man einige Fragen nicht beantwortet hat.</p>
<p>Denn mit Verlaub: Hier ändert sich die Rolle des Journalisten komplett. Er würde damit mehr zu einer Art Informationsverwalter und er würde seine Leser zu Experten machen, die mit den zitierten Experten im Text auf Augenhöhe stehen. </p>
<p>Eine mittlere Revolution dürften auch die Punkte 8, 15 und 16 sein. Auf Quellen zu verlinken (8), ist zum Glück bei vielen Blogs und Online-Magazinen inzwischen usus. Aber auf die Arbeit der Mitbewerber (sprich: der Konkurrenz) hinzuweisen (15) und dabei auch noch gute Miene zu machen (16)? Das ist ziemlich viel verlangt!</p>
<p><strong>Miteinander statt gegeneinander</strong></p>
<p>Auf der anderen Seite ist der Sinn des Ganzen nicht abszustreiten: Auf YuccaTree (und früher als freshzweinull) hatten wir von Anfang an ein gutes Verhältnis zu Online-Magazinen, die über ähnliche Themen berichten wie wir. Dabei sind es durchaus Mitbewerber wie <a href="http://www.basicthinking.de">Basic Thinking</a>, <a href="http://www.alles2null.de">Alles2null</a>, dem <a href="http://www.upload-magazin.de">Upload-Magazin</a> und <a href="http://www.zweipunktnull.org">Zweipunktnull.org</a>. </p>
<p>Aber, was soll man sagen: Ich berichte hin und wieder gerne über ausgezeichnete Berichte, die niemand schneller findet und besser aufschreibt als <a href="http://www.basicthinking.de/blog/">André Vatter von Basic Thinking</a>, der sich seinerseits nie scheut, kuriose Geschichten zu retweeten, von denen wir als erste berichtet haben. Jan Tißler vom Upload-Magazin hat vor einigen Monaten <a href="http://upload-magazin.de/blog/2718-5-fragen-an-jurgen-vielmeier-freshzweinull/">ein Interview mit mir</a> veröffentlicht, und ich freue mich sehr, regelmäßig in <a href="http://www.alles2null.de/category/kolumnen/verlinkt-am/">Uwes Frühstückslinks</a> auf Alles2null aufzutauchen. Casi von <a href="http://www.zweipunktnull.org">Zweipunktnull.org</a> kommentiert hin und wieder bei uns und ich manchmal bei ihm.</p>
<p>Man könnte noch viel mehr tun. Und ich glaube übrigens nicht, dass irgend jemand von uns dadurch auch nur einen Leser verloren hat&#8230;</p>
<p><strong>Die Herausforderung ist längst Realität</strong></p>
<p>Zum zweiten Punkt: Dass im Publikum von mehreren hundert oder tausend Lesern jemand sitzt, der sich in einem Thema besser auskennt als der Journalist, ist sehr wahrscheinlich und längst Realität. Warum sollte der Journalist also noch so tun, als sei er Experte für etwas, das er nicht ist? Er muss runter von seinem hohen Ross.</p>
<p>Die entscheidende Frage ist aber die, und ich stelle sie euch: Würdet ihr einen Journalisten noch ernst nehmen, der nicht als Experte über ein Thema schreibt, der die Leser an seinen Texten mitarbeiten lässt und sich praktisch schon vorher dafür entschuldigt, dass es im Text noch Fehler gibt, die erst später enttarnt werden? Fändet ihr das eher komisch, oder fändet ihr das vielleicht sogar angenehm? Ich lade euch also hiermit dazu ein, mit mir hier in den Kommentaren darüber zu diskutieren. Und ja, ich werde fleißig mitdiskutieren. :)</p>
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		<title>Krisenthemen: Wie Online-Journalisten Panik verbreiten</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/05/krisenthemen-wie-online-journalisten-panik-verbreiten/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 14:44:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Storys]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Pandemie]]></category>
		<category><![CDATA[Panikmache]]></category>
		<category><![CDATA[Schweinegrippe]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel Online]]></category>

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		<description><![CDATA[Panikmache: Selbst etablierte Medien neigen dazu, Krisen schlimmer zu reden als sie tatsächlich sind. Das sagte der Krisenforscher Hans Mathias Kepplinger in einem interessanten Interview auf Spiegel Online. Demnach verschlimmern Online-Journalisten den Trend, und manche Institutionen beschwören die Panikmache aus Eigeninteresse sogar noch hinauf. Deutsche bleiben in Sachen Schweinegrippe und Wirtschaftskrise bislang cool &#8211; noch. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Panikmache: Selbst etablierte Medien neigen dazu, Krisen schlimmer zu reden als sie tatsächlich sind. Das sagte der Krisenforscher Hans Mathias Kepplinger in einem interessanten Interview auf <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,622856,00.html">Spiegel Online</a>. Demnach verschlimmern Online-Journalisten den Trend, und manche Institutionen beschwören die Panikmache aus Eigeninteresse sogar noch hinauf. Deutsche bleiben in Sachen Schweinegrippe und Wirtschaftskrise bislang cool &#8211; noch.<br />
<span id="more-5704"></span><br />
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<p><strong>Deutsche trotzen der Krise nur vermeintlich</strong></p>
<p>Laut Kepplinger sind Deutsche bislang aber nur deswegen so gelassen, weil die Probleme nicht bei ihnen vor der Haustür geschehen, sondern noch weit weg im Ausland. Kepplinger zum Beispiel Schweinegrippe: &#8220;Wenn es hierzulande einen Todesfall gäbe, hätten wir sofort höchste Erregungsgrade &#8211; garantiert.&#8221; Von Panikmache in Zeiten der Krise profitierten demnach Institute wie WHO und Klimaschutzverbände, die mit vermeintlichen Lösungen der Probleme werben. </p>
<p>Journalisten geraten derweil selbst in Panik, weil sie die Meldungen von Kollegen beobachten und verunsichtert werden. Weil Online-Medien diese Beobachtung noch intensivieren und beschleunigen, entwickele sich eine Eigendynamik, selbst wenn objektiv gar nichts passiere.</p>
<p>Sehr lesenswertes Interview <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,622856,00.html">auf Spiegel Online</a>!</p>
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		<title>Wolf Schneiders Videoblog lässt uns mit Sprachproblemen im Regen stehen</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 10:25:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Wolf Schneider]]></category>

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		<description><![CDATA[Der alte Sprachpapst: Wer einmal etwas mit Journalismus zu tun hatte, kommt um den Namen Wolf Schneider kaum herum. Seine Werke &#8220;Deutsch für Profis&#8221;, &#8220;Deutsch fürs Leben&#8221; und einfach nur &#8220;Deutsch&#8221; gelten als Standardwerke für guten Stil im Journalismus, die man sich einprägt, nur um sie im Berufsalltag nicht mehr anzuwenden. Der Journalistenlehrer wird in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der alte Sprachpapst: Wer einmal etwas mit Journalismus zu tun hatte, kommt um den Namen Wolf Schneider kaum herum. Seine Werke &#8220;Deutsch für Profis&#8221;, &#8220;Deutsch fürs Leben&#8221; und einfach nur &#8220;Deutsch&#8221; gelten als Standardwerke für guten Stil im Journalismus, die man sich einprägt, nur um sie im Berufsalltag nicht mehr anzuwenden. Der Journalistenlehrer wird in dieser Woche 84 Jahre alt, und das ist offenbar immer noch jung genug, um auf Sueddeutsche.de ein Videoblog über Sprache zu veröffentlichen. Just gerade ist die erste Folge von <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/434/467012/text/">&#8220;Speak Schneider&#8221;</a> online gegangen.<br />
<span id="more-5360"></span><br />
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<p>Darin erzählt Schneider über die Wirren der Gleichberechtigung in der deutschen Sprache. Wenn wir statt Einwohnermeldeamt nur noch &#8220;Einwohnerinnen- und Einwohnermeldeamt&#8221; sagen dürften, kämen wir in Teufelins Küche, so Schneider. Die erste Folge ist kurz (1:20 min), irgendwie witzig &#8211; und doch fehlt die Quintessenz. Dass das Sprachchaos da ist, hat Schneider richtig erkannt und beschrieben. Und nun: Was fordert er, was schlägt er vor, was rät er uns, was ist das Fazit? Dazu sagt Schneider nichts und lässt uns mit dem Sprachchaos alleine. Schade. &#8220;Speak Schneider&#8221; soll trotzdem von nun an <a href="http://www.sueddeutsche.de/kultur/434/467012/text/">jeden Montagmorgen um 11 Uhr auf Sueddeutsche.de</a> zu sehen sein.</p>
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		<title>Sommerfehde #2: Blogger verteidigen Hubertus Heil</title>
		<link>http://yuccatree.de/2008/08/sommerfehde-2-blogger-verteidigen-hubertus-heil-gegen-spon/</link>
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		<pubDate>Wed, 27 Aug 2008 13:56:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Blogger]]></category>
		<category><![CDATA[Hubertus Heil]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinejournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>

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		<description><![CDATA[Wie man es macht, macht man es verkehrt: Deutsche Politiker bekamen neulich noch einen Rüffel, weil sie im Vergleich zu Barack Obama noch nicht im Web 2.0 angekommen sind. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat jetzt mal etwas Neues gewagt, vom Parteitag der US-Demokraten getwittert &#8211; und damit unbeabsichtigt eine neue Online-Schlammlawine losgetreten: Spiegel Online und sueddeutsche.de [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie man es macht, macht man es verkehrt: Deutsche Politiker bekamen neulich noch einen Rüffel, weil sie im Vergleich zu Barack Obama noch nicht im Web 2.0 angekommen sind. SPD-Generalsekretär Hubertus Heil hat jetzt mal etwas Neues gewagt, vom Parteitag der US-Demokraten getwittert &#8211; und damit unbeabsichtigt eine neue Online-Schlammlawine losgetreten: Spiegel Online und sueddeutsche.de lästern über Heils vermeintlich irrelevanten Nachrichten; Blogger monieren, dass Spiegel Online das Internet mal wieder für sich alleine gepachtet habe. Und Hubertus Heil? Der macht mit seiner Twitter-Aktion eigentlich einen ganz guten Job und reagiert zum Glück gar nicht auf die Diskussion um seine Berichterstattung. Der amüsante Abschluss einer <a href="http://yuccatree.de/2008/07/der-spiegel-lockt-blogger-aus-der-reserve-%e2%80%93-danke-dafur/">Sommerfehde</a> zwischen Bloggern und &#8220;<a href="http://blog.stuttgarter-zeitung.de/?p=108">seriösen</a>&#8221; Online-Journalisten.</p>
<p><a href="http://twitter.com/hubertus_heil">twitter.com</a> (Hubertus Heil)<br />
Pro: <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=1901">blog.handelsblatt.de</a>, <a href="http://blog.helmschrott.de/hubertus-heil-zwischen-twitter-und-spon/">blog.helmschrott.de</a>, <a href="http://www.simoncolumbus.de/2008/08/26/keine-experimente/">simoncolumbus.de</a>, <a href="http://lumma.de/eintrag.php?id=3856">lumma.de</a>, <a href="http://www.haseler.de/blog/?p=1182">haseler.de</a><br />
Contra: <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,574521,00.html">spiegel.de</a>, <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/924/307874/text/">sueddeutsche.de</a>, <a href="http://www.medien-gerecht.de/2008/08/26/dnc-nachhilfe-fuer-spd-obama-hubertus-heil/">medien-gerecht.de</a></p>
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		<title>So steht es um den Onlinejournalismus</title>
		<link>http://yuccatree.de/2008/07/so-steht-es-um-den-onlinejournalismus/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Jul 2008 10:48:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Neues]]></category>
		<category><![CDATA[Journalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Netzeitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Print]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Netzeitung wartet mit einem lesenswerten Special über Onlinejournalismus auf. Anlass ist vermutlich die Ankündigung von Restrukturierungsmaßnahmen im Berliner Verlag, zu dem die Netzeitung gehört. Matthias Breitinger und Maik Söhler analysieren, wo der Onlinejournalismus zur Zeit steht und wo er sich hinentwickelt. Malte Welding plädiert für einen Frieden zwischen Print- und Onlinejournalismus und findet, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Netzeitung wartet mit einem lesenswerten Special über Onlinejournalismus auf. Anlass ist vermutlich die Ankündigung von Restrukturierungsmaßnahmen im Berliner Verlag, zu dem die Netzeitung gehört. Matthias Breitinger und Maik Söhler analysieren, wo der Onlinejournalismus zur Zeit steht und wo er sich hinentwickelt. Malte Welding plädiert für einen Frieden zwischen Print- und Onlinejournalismus und findet, dass das schlagende Argument Qualität Vertreter beider Medien am Leben halten kann. Für Renditen sei der Onlinejournalismus noch nicht gedacht, sagt Medienexperte Robin Meyer-Lucht in einem Interview. Die Netzeitung-Redaktion sammelt Vorurteile gegen Onlinejournalismus und liefert Argumente dafür. Nicht nur für Journalisten interessant!</p>
<p>Netzeitung.de: <a href="http://www.netzeitung.de/medien/1075597.html ">1</a> &#8211; <a href="http://www.netzeitung.de/medien/1074197.html">2</a> &#8211; <a href="http://www.netzeitung.de/internet/1076617.html ">3</a> &#8211; <a href="http://www.netzeitung.de/medien/1076677.html ">4</a>, <a href="http://www.taz.de/1/leben/internet/artikel/1/online-last/">Taz.de</a>  </p>
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