Schlagwort-Archiv: Journalismus

Journalisten als Consultants: Not macht erfinderisch

An allen Ecken und Enden leiden Verlage darunter, ihre Redaktionen zu finanzieren: Auflagen und Werbegeschäft gehen bei den meisten zurück, während die Einnahmen aus Online-Werbung vorne und hinten nicht ausreichen und von Apples App Store abgesehen kaum funktionierende Bezahlmodelle für’s Web in Sicht sind. In dieser Situation macht Not erfinderisch. Redakteure der Süddeutschen Zeitung sollen nun nebenher als Consultants jobben.

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Ignoranz 2.0 am Vorabend der viralen Kriegsführung

Mir ist schlecht. Ich habe mir gerade das Video angesehen, das vor Kurzem auf Wikileaks veröffentlicht wurde. Es zeigt ein Massaker, das amerikanische Soldaten an irakischen Zivilisten begingen, darunter zwei Journalisten. Ich wollte mir das nicht ansehen müssen, ganz wie Michael Seeman das am Ende seines Artikels in der FAZ-Community beschreibt. Im Alltag des Journalisten ist dies nur eine „Meldung“, ich hingegen war ratlos, wie sie zu verbloggen sei.

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Warum ich kein iPad kaufen würde (und warum das egal ist)

Mit dem iPad ist es genauso wie mit dem iPhone: Es laufen (ohne Hacks) nur Programme darauf, von denen Apple das auch möchte. Das ist, wenn man so will, digitale Zensur. Egal ob der Inhalt einer App, der in Deutschland noch als jugendfrei durchgehen würde, in den USA schon zu “erotisch” ist oder ob Apple keinen anderen Browser neben sich duldet: Wer sich Apple ausliefert, muss das in Kauf nehmen.

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iPad: Haben die Medien kostenlos für Apple geworben?

“Nun ja, Apple hat doch gesagt, da würde was Großes kommen…”

Ich muss es zugeben: Der Vorwurf, Journalisten hätten mit der Berichterstattung über das iPad kostenlos Werbung für Apple gemacht, ist nicht ganz von der Hand zu weisen. Ein Bericht der NDR-Sendung “Zapp” kritisiert vor allem übertriebene Maßnahmen wie Live-Ticker, und Stephan Russ-Mohl von Carta findet, die Thematisierung bishin in Feuilleton-Ressorts gehe zu weit.
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Wozu noch Verlage? Die Wirtschaft kann den Journalismus retten!

Die etablierten Print-Verlage habe noch keine gute Strategie gefunden, um im Internet Geld zu verdienen; Blogger sind oft arm wie die Kirchenmäuse. Die Folge: der Online-Journalismus leidet, obwohl er doch eigentlich die Zukunft sein sollte. Ein drittes Modell könnte die Lösung sein: Wirtschaftsunternehmen, die bislang kaum etwas mit Medien zu tun haben, betreiben Redaktionen. Einige Erfolgsbeispiele zeigen, dass dies durchaus ein Modell sein kann, um den Journalismus zu retten.
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22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart!

US-Medienexperte Dan Gillmor hat 22 Ideen für einen neuen Journalismus vorgestellt, die zeigen, wie sehr sich der Beruf in den letzten Jahren verändert hat. Das Problem dabei: All die Regeln zu befolgen, würde einer Revolution gleich kommen. Auch wenn Gillmor mit den meisten Thesen richtig liegen dürfte, wird sie nicht jeder so umsetzen können – und auch nicht wollen.
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Krisenthemen: Wie Online-Journalisten Panik verbreiten

Panikmache: Selbst etablierte Medien neigen dazu, Krisen schlimmer zu reden als sie tatsächlich sind. Das sagte der Krisenforscher Hans Mathias Kepplinger in einem interessanten Interview auf Spiegel Online. Demnach verschlimmern Online-Journalisten den Trend, und manche Institutionen beschwören die Panikmache aus Eigeninteresse sogar noch hinauf. Deutsche bleiben in Sachen Schweinegrippe und Wirtschaftskrise bislang cool – noch.
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