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Datz Music Lounge: Musikflatrate ohne Verfallsdatum

Ach, wäre sich doch die Musikindustrie wenigstens einig: Bei den Musikflatrates von Nokia und MySpace zeigte sich ein Plattenlabel bislang sehr zurückhaltend: EMI. Grund dafür könnte sein, dass der Musikgigant nun zusammen mit Warner Music einen eigenen Feldversuch in Großbritannien startet. In der „Datz Music Lounge” können Kunden für knapp 100 Britische Pfund (rund 126 Euro) pro Jahr unbegrenzt MP3s herunterladen. Und das Beste: Es gibt keinen Kopierschutz, sodass die Lieblingslieder beliebig gespeichert, gebrannt oder auf MP3-Player übertragen werden können. Auch nach Ablauf des Abos sind die Titel noch voll einsatzfähig. Im Repertoire sind derzeit knapp 1,4 Millionen Songs, Tendenz steigend.

Nachteile? Das Angebot ist zunächst nur auf rund 100.000 britische Nutzer begrenzt, die Software läuft derzeit nur unter Windows. Kooperationsverträge mit den beiden großen Musiklabels Sony BMG und Universal Music fehlen. Und wer meint: einmal zahlen, alles herunterladen und für immer ausgesorgt haben – der wird auch enttäuscht. Laut AGB dürfen die registrierten User “a reasonable and non-excessive number of tracks” herunterladen. Wie viele wohl “angemessen” sind? Blogger Nico Schipper findet die Flatrate jedenfalls reif für die Tonne. Trotzdem bleibt zu hoffen, dass sich nun andere Musikflatrates die Vorteile der „Lizenz zum Hören ohne Verfallsdatum“ als Vorbild nehmen – und dass es irgendwann einmal eine echte Flatrate mit Songs von allen großen Plattenlabels gibt.

Datz Music Lounge, pressetext.de, heise.de, Musikflatrates im Vergleich (ohne Datz)

PlayNow Plus: SonyEricsson kündigt Musikflatrate an

SonyEricsson gleicht gegen Nokia aus und hat in Kooperation mit dem britischen Unternehmen Omnifone eine Musikflatrate für Walkman-Handys vorgestellt. Neugeräte sollen zum Teil schon mit 1.000 Songs aus dem Dienst “PlayNow Plus” vorinstalliert ausgeliefert werden. Insgesamt stellt das Konsortium fünf Millionen Titel aus dem Programm der vier größten Plattenfirmen Universal, Warner, Sony BMG und EMI zur Verfügung. Im Abo enthalten sind laut SonyEricsson 100 Songs je halbes Jahr Vertragslaufzeit. Nach der Vertragslaufzeit endet allerdings auch die Nutzungserlaubnis für die meisten Songs. Der Dienst soll im vierten Quartal in Schweden starten, in weiteren Ländern – Deutschland ist noch nicht bestätigt – erst Anfang 2009. Das Angebot klingt etwas kundenfreundlicher als Nokias “Comes with Music“. Langsam aber sicher öffnet sich die Musikindustrie neuen Ideen. Endlich!

zdnet.de, pocketbrain.de