Rausgefischt: Suchmaschinen, Apple, Google, Bild-DSL

Unsere Rubrik für das Geschehen der Woche, kurz zusammengefasst. Hier der Fang der Woche:

Freitags-Refresh:

  • Russischer Geschäftsmann will sich das Smiley-Symbol ;-) patentieren lassen, scheitert aber (zum Glück) am Widerstand der Patentbehörde.
  • Qual der Wahl: 46 Prozent der Frauen würden lieber auf Sex verzichten als auf das Internet.
  • Neuer IT-Hype Cloud Computing ausführlich erklärt von Wolfgang Herrmann.
  • Erstes Android-Handy T-Mobile G1 kommt im März auf den deutschen Markt. Sony-Ericsson kündigt ein Android-Gerät für Sommer 2009 an.
  • Versorgung ländlicher Gebiete mit Breitband-Internet gestaltet sich schwierig.
  • Nummer 4 der großen Betriebssysteme? Toshiba bringt Laptops mit OpenSolaris auf den US-Markt.

Vom Rest der Woche:

  • Jahresrückblick der Suchmaschinen: Deutsche suchen auf Google, MSN und Yahoo am häufigsten nach “Wetter”.
  • Hollywood kontra TV-Sender: Wegen eines Lizenzstreits sind einige Filme und Serien aus dem US-Angebot von iTunes und Netflix verschwunden.
  • Googles Browser “Chrome” verlässt den Beta-Status und darf damit jetzt auf Rechnern von Dell und HP vorinstalliert werden.
  • Apple opfert in Ägypten die GPS-Funktion im iPhone auf Wunsch der Regierung. Was wird Apple erst für China opfern?
  • Digitale Welt reloaded: Sony eröffnet heute den 3D-Treffpunkt “PlayStation Home”.
  • Firmen-Blogs gelten als besonders unglaubwürdig, fand Forrester in einer Umfrage heraus.
  • Bild-Zeitung und Filiago wollen breitbandlose Gemeinden mit Satelliten-DSL versorgen.
  • Sony-Ericsson, Vodafone und zwölf weitere Mobilfunk-Unternehmen treten Googles Open Handset Alliance (“Android”) bei.
  • Navi-Hersteller TomTom ermittelt für einen neuen Staumelder aktuelle Daten unter anderem von Vodafone-Handys.

Deutschland unterliegt China: .cn überholt .de

Der Deutsche an sich ist höchst unpatriotisch. Es sei denn, er guckt Fußball, liest die Wirtschaftsnachrichten – oder wird schon wieder von den bösen Chinesen abgehängt. Erst überholt uns die chinesische Volkswirtschaft, dann die Breitbandindustrie – und jetzt haben sie auch noch mehr Internetadressen. Die Folge: .de ist nicht mehr Weltmeister der Länderkennungen im Internet. Chinas .cn hat uns auch hier überholt, meldet VeriSign im aktuellen Domain Name Industry Brief für Dezember. Deutschland (.de) liegt darin jetzt nur noch auf Platz 2. Ist das tragisch?
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Neu: Rausgefischt – Kurznews der Woche

Das freshzweinull-Team liest für Sie täglich mehrere hundert Nachrichten und schreibt nur über die allerspannendsten eine Meldung. Manchmal bleiben dabei leider ein paar News im Sieb hängen, für die kein Platz mehr ist, die aber trotzdem zu interessant oder kurios sind, um sie auszulassen. Damit Sie von nun an wirklich nichts mehr verpassen, stellen wir Ihnen die wichtigsten davon ab jetzt jede Woche ultrakurz in unserer neuen Serie “Rausgefischt” vor. Hier der Fang der Woche:

Steuer auf virtuelle Gewinne in China

Ein Aufschrei geht derzeit durch die Internet- und Gamer-Communities in China: Offenbar plant die dortige Regierung ab sofort Einkünfte, die durch den Handel mit virtuellen Gütern zustande gekommen sind, in Höhe von 20 Prozent zu besteuern. Das berichtet das Wall Street Journal unter Verweis auf die offizielle chinesische Nachrichtenagentur Xinhua. Grundlage der Steuer sollen demnach Gewinne sein, die Privatpersonen aus dem Handel mit Online-Währungen erwirtschaften. Davon sind vor allem so genannte “Goldfarmer” betroffen, die entgegen der Endbenutzerverträge in Spielen wie “World of Warcraft” oder “Warhammer Online” Ingame-Geld sammeln und verkaufen. Hinzu kommen Millionen chinesischer Surfer, die virtuelles Geld nutzen, das sie von Instant-Messaging-Diensten und Webportalen zu Werbezwecken erhalten. Inwiefern die Besteuerung sich praktisch umsetzen lässt, bleibt zwar abzuwarten, die Proteste im Netz gegen die Pläne nehmen indessen zu.

Wall Street Journal, pressetext.at

Südkorea: Internetpolizei soll Cybermobbing stoppen

Au weia, wenn das Schule macht! Internetnation Südkorea hat ein neues Gesetz erlassen, das Cybermobbing verbietet. Wer in Blogs, Foren, Homepages oder ähnlichen Webangeboten etwas kommentiert, darf künftig keine Pseudonyme mehr benutzen, sondern nur noch seinen Realnamen. Das Gesetz trägt den Namen der Schauspielerin und zweifachen Mutter Choi Jin Sil, die sich Anfang Oktober, wahrscheinlich nach einer üblen Hass-Kampgne im Web gegen sie, das Leben nahm. Verständlich, dass die Regierung daraufhin etwas unternehmen wollte.

Zu weit geht nach Meinung der Opposition jedoch die geplante Maßnahme, eine Internetpolizei einzusetzen. Diese soll überprüfen, ob die Nutzer das Gesetz einhalten. Die Regierung hätte damit die Möglichkeit, auf allen Webseiten der Menschen Einträge verbieten zu lassen – und bei der Gelegenheit die viel geäußerte Regierungskritik gleich mit zu trimmen. China lässt grüßen. Auch wenn eine Maßnahme gegen Cybermobbing sinnvoll ist, finden wir, dass hier mit Kanonenbooten auf Wellensittiche geschossen wird. Man könnte bei Verstößen gegen das Gesetz die Justiz einschalten und sollte die Meinungsfreiheit nicht an eine fragwürdige Polizei verkaufen.

zdnet.de, pressetext.at

Chinas Blogger umgehen Zensur

Chinesische Blogger lehnen sich gegen die Internetzensur in ihrem Land auf. Auslöser ist der mutmaßliche Mord an einem Mädchen, dem die Behörden Selbstmord unterstellen wollten. Amnesty International hat in einer neuen Werbekampagne die Themen Olympiade und Menschenrechte klug miteinander verknüpft.

Pressetext.at, Off-the-record.de