Schlagwort-Archiv: AOL

Möglicher Verkauf von Mashable an AOL: Gerüchtekoch Robert Scoble verbrät sich

Im Web reich werden in fünf Schritten: 1. Gute Idee zielsicher vermarkten, 2. Kultstatus erreichen, 3. Geldmaschinerie anschmeißen, über jeden Blödsinn berichten und Kultstatus damit torpedieren, 4. Gerüchte in die Welt setzen und sie von Robert Scoble verbreiten lassen, 5. Gerüchte erst nicht kommentieren, dann dementieren, später bestätigen. 6. sich wahlweise an Microsoft, Google oder AOL verkaufen.
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Munteres Kaufen und Gekauftwerden: United Internet übernimmt Freenet

Der Wald der DSL-Anbieter lichtet sich: United Internet, bekannt durch die Marke 1&1, hat das DSL-Geschäft von Freenet übernommen. Für 123 Millionen Euro wechseln 700.000 Kunden zum Anbieter aus Montabaur im Westerwald. Damit geht nicht nur ein jahrelanger Bieterwettstreit zu Ende, damit strebt das lustige Kaufen und Gekauftwerden im deutschen Telekommunikationsmarkt dem Höhepunkt entgegen.
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Ins Netz gegangen: Doris Hammerschmidt, die Netz-Aficionada

Sie war – im wörtlichen Sinne – die Stimme der deutschen Podcastszene: Doris Hammerschmidt, vielen bekannt vom “Podcastjournal”, dem akustischen Szenemagazin. Inzwischen hat die Radiojournalistin aus dem Hobby einen Beruf gemacht und ist aus der Radio- in die Podcastproduzentenszene gewechselt. Gemeinsam mit ihrem Mann produziert sie seither Tonjuwelen und für freshzweinull den beliebten Videocast “Weboskop”. Uns hat Doris Hammerschmidt von Jesus im Chat erzählt und vom Wunsch nach Türstehern im Netz. Weiterlesen

Bebo kommt aufs europäische Festland

AOL bringt sein soziales Netzwerk Bebo nach Deutschland, und Versionen für Frankreich, Italien, Spanien und die Niederlande sollen in Kürze folgen. In der Mitteilung des Unternehmens wird zudem die Zusammenarbeit mit RTLs Clipfish, Telecom Italias Yalp! und AlloCine bekannt gegeben. Bisher erreicht Bebo nach eigenen Angaben weltweit mehr als 22 Millionen Unique Visitors, vor allem in den USA, Großbritannien, Australien, Kanada und Polen. Weiterlesen

1 Mrd Internetnutzer weltweit, Deutschland überholt UK

Ein paar gute Nachrichten zum Wochenende: Weltweit haben inzwischen mehr als eine Milliarde Menschen (älter als 14 Jahre) Zugang zum Internet, meldet ComScore. Das Internet wächst damit schneller als die Weltbevölkerung, die Anfang des Jahres bei 6,75 Milliarden angelangt war. China ist mit fast 180 Millionen Menschen im Netz wenig überraschend der Spitzenreiter, die USA liegen mit 163 Millionen aber nicht weit dahinter. Deutschland belegt in der Statistik hinter Japan einen stolzen vierten Platz mit 37 Millionen Internetnutzern und befindet sich damit endlich einmal vor Großbritannien und Nordirland (UK) mit 36,7 Millionen. Ebenfalls wenig verwunderlich: Websites aus Googles Angebot sind mit 776 Millionen Besuchern die meist besuchten der Welt. Es folgen Microsoft, Yahoo und in etwa gleichauf AOL und der erste Nicht-Konzern in der Rangliste: Wikipedia-Betreiber Wikimedia. Comscore rechnet übrigens damit, dass die zweite Milliarde der Internetnutzer weit schneller erreicht sein wird als die erste, und die dritte dann nur noch ein Klacks wird. Irgendwie so war das mit der Weltbevölkerung ja auch …

Blamage: Yahoo-Chef Jerry Yang geht

Der Sündenbock muss gehen: Yahoo-Chef Jerry Yang hat seinen Posten geräumt. Sein Gastspiel als Interims-CEO bei Yahoo hat gerade einmal 17 Monate gedauert, eine Zeit, in der zahlreiche führende Manager die sinkende Kogge verließen, das Unternehmen stark sparen musste, und die Aktie den schnellsten Weg in Richtung Talsohle nahm. Das ist freilich nicht allein Yangs Schuld. Was er sich aber ankreiden lassen muss, und was ihm die Aktionäre kaum verzeihen dürften, ist die geplatzte Übernahme durch Microsoft. Noch im Mai hatte Microsoft insgesamt 47,5 Milliarden US-Dollar für Yahoo geboten, umgerechnet 33 US-Dollar pro Aktie, was in etwa dem Höchststand der Aktie vom Februar entsprach. Yang lehnte gleich mehrmals ab. Heute, ein gutes halbes Jahr und den Beginn der Medienkrise später, ist die Aktie nur noch knapp 10 US-Dollar wert. Nach einer geplatzten Werbepartnerschaft mit Google fragte Yang vorige Woche noch einmal kleinlaut bei Microsoft nach, ob man vielleicht noch Interesse hätte. Diesmal lehnte der Microsoft-Chef Steve Ballmer ab – und könnte sich am Ende ins Fäustchen lachen. Denn jetzt könnte Microsoft das führerlose Yahoo zum Spottpreis übernehmen. Ob es dazu kommt – die Branche munkelt es bereits – werden wir sicher in Kürze erfahren. Auch AOL wird ein Interesse an einer Fusion unterstellt. Yahoo sucht derweil einen Nachfolger für Yang, der dem Unternehmen auf einem niedrigeren Management-Posten erhalten bleibt.

spiegel.de, handelsblatt.com