Amazon verkauft erstmals mehr eBooks als Papierbücher

Das ist ein historisches Datum. Auch wenn Amazon nun wirklich nicht den gesamten Buchmarkt abbildet, sondern vor allem den Versandhandel, ist eine besondere Marke erreicht. In den USA hat Amazon auf 100 Bücher ganze 115 eBooks für den Kindle verkauft.

Damit ist der Buchmarkt in der angelsächsischen Welt schon am Punkt angelangt, an dem er kippt. Deutsche und Europäische Verlage und Buchhändler sollten sich dringend darauf einstellen. Vermutlich bedarf es eines Fast-Monopolisten mit seiner verbreieten Infrastruktur, um ein solches Kippen des Marktes durchzusetzen: Apple hat es bei Musik mit iTunes vorgemacht, Amazon zeigt es nun mit dem Kindle bei Büchern. Zu schade, dass der deutsche Markt da noch meilenweit hinterherhinkt.

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Spannend wird die Frage, wann dasselbe mit der Filmindustrie passiert. Das zweifelhafte Erlebnis “Kino” wird sicherlich bestehen bleiben, aber es ist wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis wir Filme nicht mehr auf DVD oder BlueRay kaufen, sondern aus dem Internet laden, um sie abzuspielen. Erste Streamingdienste existieren ja, aber mich stört, dass sie fast immer ohne Sprachwahl und Untertitel kommen.

Und die Zeitschriftenverlage können sich am Beispiel Buchmarkt auch endgültig ansehen, wie ihre Zukunft aussieht. Vermutlich brauchen beide, Filmindustrie und Zeitungen, ein Apple oder ein Amazon, dass sie wachküsst. Nur ob das mit dem iPad getan ist, bezweifele ich vorläufig noch.

[via geekosystem]

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