Samsung Galaxy Tab vs. iPad

[Sponsored Post] Manchmal könnte man meinen, meine Liebste liebt ihr neues iPad mehr als mich. Ich mag das Ding ebenfalls sehr, allerdings stört mich – wie schon beim iPhone – der geschlossene Appstore und die Bevormundung seitens Apple, welche Anwendungen ich auf einem Streichelrechner so laufen lassen darf. Die spannende Frage ist also, welche Alternativen es gibt. Einer der interessantesten Konkurrenten ist das Samsung Galaxy Tab.

Wenn man sich das Hands-On-Video anschaut, bemerkt man schnell, dass das Galaxy Tab in vielerlei Hinsicht ein iPad-Clone ist. Die Gestaltung der Screens, Apps und Bedienschritte wirkt trotz einiger Unterschiede ausgesprochen ähnlich. Preislich liegt das Gerät im oberen Bereich, ist allerdings günstiger als das von Apple, vor allem, wenn man die 3G-Konnektivität mit einrechnet. Ich spare mir hier die Aufzählung ellenlanger Feature-Listen: Beide Geräte können ähnliches und machen ausgesprochen viel Spaß, wenn man z.B. auf dem Arbeitsweg Nachrichten und Blogs lesen möchte oder Ebooks im Bett und auf dem Sofa, um nur erste naheliegende Anwendungen zu nennen.

Interessanter sind die Unterschiede. Der wichtigste ist die reine Größe: Das Galaxy-Tab ist mit 7 Zoll deutlich kleiner als das fast 10 Zoll große iPad. Das Galaxy-Tab nimmt also eine Zwischengröße zwischen iPod und iPad ein und unterscheidet sich darin von den allermeisten anderen Tablet-Rechnern, die derzeit auf den Markt drängen. Ob die geringere Größe angenehm für die Nutzung unterwegs ist oder der Anwender bequemer auf einem Gerät in Buch-Größe lesen kann, muss jeder für sich entscheiden. Der kleineren Bauform und dem geringeren Gewicht ist geschuldet, dass die Akkulaufzeit des Galaxy-Tab mit etwa 7 Stunden hinter dem Apple-Konkurrenten zurückbleibt. Meine Erfahrungen mit dem iPad deuten aber darauf hin, dass auch die 7 Stunden bei typischer Nutzung völlig ausreichen.

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Der größte Unterschied besteht in der beim iPad fehlenden Kamera. Mit dem Galaxy Tab kann man Video-Telefonate führen. Einen ähnlichen Dienst hat Apple zwar gerade unter dem Namen “FaceTime” eingeführt, der sich bisher allerdigns ausschließlich mit dem iPhone 4 nutzen lässt. Wer also gerne videofonieren möchte oder Video-Chats liebt, muss auf künftige iPad-Modelle warten, kann aber mit dem Galaxy Tab sofort loslegen.

Bei der Software ist der Hauptunterschied eben die Verwendung von Googles Android: Derzeit gibt es zwar erheblich mehr Apps bei Apple, das System von Google holt aber sehr schnell auf. Mir persönlich gefällt, dass die Eingabe per Tastatur auf dem Touchscreen beim Galaxy Tab nicht nur tippend erfolgt, sondern auch über Swype möglich ist: Eine Technik, mit der man sehr einfach von Taste zu Taste wischt, um Worte einzugeben. Auf Touchscreens dürfte es damit weniger Vertipper geben.

Welches Tablet das Rennen macht, ist schwer zu sagen. Beide haben Vor- und Nachteile bei Formfaktor, Akkulaufzeit oder Ausstattung, die jeder Anwender anders gewichten dürfte. Menschen mit hoher Affinität zu Apple-Produkten denken vermutlich kaum lange über die Alternativen zum iPad nach, während Leute, die ein offeneres System und viele Features zu schätzen wissen, wohl dem Galaxy Tab zuneigen dürften. Letzteres ist auch interessant für Menschen mit klammen finanzen: O2 bietet das Samsung Galaxy Tab innerhalb der MyHandy-Finanzierung zum Ratenkauf über 2 Jahre an, ohne dass man dafür einen Handy-Vertrag abschließen müsste.

[Für diesen Artikel wurde ich von Samsung honoriert. Ich habe versucht, mich davon beim Verfassen nicht beeinflussen zu lassen.]

6 Gedanken zu „Samsung Galaxy Tab vs. iPad“

  1. Grundsätzlich ist es erst einmal löblich, dass du diesen Artikel als “sponsored” kennzeichnest.

    Zum Thema iPad vs. Galaxy Tab:

    Ich besitze ein Android-Handy (HTC Desire) und ein iPad. Sosehr ich von der Überlegenheit von Android bei Smartphones überzeugt bin, desto weniger glaube ich dass Android im Moment schon reif für Tablets ist.
    Selbst Google sagt, dass Android noch nicht unbedingt für Tablets geeignet ist.

    Als Problem sehe ich hier weiterhin an, dass für Android-Tablets noch kein “quasi-Standard” (z.B. Hardware & AUflösung) geschaffen ist, und es so momentan schwierig wird eine große Anzahl an für Android-Tablets optimierte Apps zu finden.

    Weiterhin habe ich selber sehr schlechte Erfahrungen mit der Updatepolitik der Fa. Samsung gemacht (Besitzer des ersten Samsung Galaxys) so dass keinem mit guten Gewissen zum Kauf eines Samsung Produktes raten kann.

  2. @Kamener Danke für deine Hinweise. Der Artikel orientiert sich ausschließlich an Angaben, die ich im Netz finden konnte sowie einmal kurz im Laden rumspielen, was das das Galaxy Tab betrifft – ich habe also keine Erfahrungswerte. (Samsung war bisher meine Marke der Wahl bei Monitoren und hat mich bisher nicht enttäuscht.) Zur GUI der Geräte: auf dem Tablet läuft kein rohes Android sondern eine eigens angepasste Version: Was man da im Video sieht, sieht viel mehr wie ein iPad-Clone als wie ein Android-Handy aus. Spanndende Frage ist wirklich: Wie gut laufen all die Apps, deren Entwickler vielleicht noch nicht mit Nutzung auf dem Tablet gerechnet haben?

  3. Mit den Monitoren und Fernsehern von Samsung bin ich auch zufrieden, nur mit den Mobiltelefonen nicht.

    Samsung hat z.B. dem Samsung Galaxy S auch seine eigene Oberfläche verpasst, was z.B. dazu führt, dass Android 2.2 erst über ein halbes Jahr nach Erscheinen auch auf dem Galaxy auftaucht. Und dazu noch über die Samsung Updatesoftware “Kies”, d.h. ein OTA-Update ist nicht möglich, was normalerweise Standard ist. Linuxnutzer schauen z.B. auch in die Röhre, da diese Software nur für Windows herausgegeben wird.

    Bei dem alten Samung Galaxy hat es über ein Jahr (!) gedauert, bis ein offizielles (und elendig langsames) Update auf Android 1.6 (!) erschienen ist. In der Zwischenzeit hat die Modderszene schon ein blitzschnelles 2.2 veröffentlicht.

    Wie erwähnt, sehe ich den Knackpunkt aber auch in den Apps.
    Es existiert kein Standard bzgl. der Auflösung und der Hardware. Dazu kommt, dass SAmsung sehr schnell Produkte auf den Markt wirft, aber deren Produktpflege vernachlässigt, so würde es mich nicht wundern, wenn in 6 Monaten ein Galaxy Tab II veröffentlich wird, was wieder völlig andere Spezifikationen hat. Was App-Entwickler davon halten, kann man sich denken.

    Naja, ich bin mal gespannt. Für meinen Teil wäre mir ein Tablet mit 7″ zu klein, da ich es eh nur für die Couch nutze.

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