Studie: Wecker aus, Facebook an!

Eine kürzlich durchgeführte Studie ging der Frage nach, wie die Menschen von heute mit den sozialen Medien umgehen. Zu diesem Zweck fragten Oxygen Media und Lightspeed Research im Mai und Juni dieses Jahres bei 1.605 amerikanischen Erwachsenen etwas genauer nach.

Was sind die Erkenntnisse der Umfrage? Trotz der Kenntnis über die Risiken für die eigene Privatsphäre und die Unsterblichkeit von Online-Informationen, sind wir offenbar schlicht besessen von Facebook & Co. Erstaunliche 40 % waren nämlich so ehrlich und outeten sich selbst als Facebook süchtig. Etwas weniger (34%) gaben an, sogar ihren Morgen mit einem Facebook Login zu beginnen.  Gut ein Viertel (26 %) der Damen zwischen 18 und 34 stehen in der Nacht auf, um ihre Nachrichten durchzugehen. 37 % Prozent von dieser Gruppe geben zudem an, dass sie schon mal mit einem PDA in der Hand eingeschlafen seien.

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54% der jüngeren Damen zwischen 18-24 Jahren sind skeptisch und teilen mit, dass sie kein Vertrauen in Facebook’s “sorgsamen Umgang” mit ihren privaten Infos haben würden. Fast alle (89 %) sind sich sogar einig, dass man niemals etwas auf Facebook stellen sollte, was man nicht auch seinen Eltern zeigen würde. Die Hälfte der Facebook-Anwender hat dabei auch kein Problem, mit einem Fremden die Facebook-Freundschaft zu teilen. Weiter geht’s mit 42%, die es auch okay finden, Fotos von sich selbst im alkohilsiertem Zustand mit seinen Online-Freunden zu teilen. Ein Drittel (32 %) zudem grünes Licht für Fotos mit obszönen Gesten. Ein großes Einverständnis scheint auch über die romantischen Angelegenheiten des irdischen Daseins zu herrschen. 80 % haben kein Problem damit, Knutsch-Bilder zu posten. Zu einem ähnlichen Thema: Gleich 20 Prozent der Männer sehen Facebook als Abschleppmöglichkeit. Etwas bedauerlich für die Männerwelt, dass die  Zahl bei den Frauen bei nur bei 6%. Auch wer als einsame Seele durch die Welt schreitet, kann bei Facebook vielleicht Abhilfe finden. 65 % der Männer und 50% der Frauen finden es nämlich auch okay, sich mit Personen zu daten, die sie via Facebook kennengelernt haben. Das lästige Schluss machen scheint via Facebook viel gemütlicher abzulaufen: 24% der Männer und 9 % der Frauen haben dies bereits getan. Auch die Frage, ob der/die Liebste Zugriff auf das Facebook-Konto haben sollte, wurde beantwortet. Fast die Hälfte der Frauen (49%) und stolze 42% der Männer wünschen sich die Online Überwachung ihres Partners.

Mal abgesehen von den Ergebnissen zu dem gestiegenen Bewusstsein für Thema Privatsphäre und Facebook, sind die anderen Ergebnisse doch ziemlich schockierend.  Im Grunde versuche ich eigentlich nichts Privates auf Facebook zu  posten, allerdings erwische ich mich dann immer wieder, dass ich es doch tue. Das ist die Paradoxie des Menschen…

[via: Huffingtonpost; Bild: Flickr/Franco Bouly (CC)]

Ein Gedanke zu „Studie: Wecker aus, Facebook an!“

  1. Ich muss zugeben, nach dem Wecker klingeln, nehme ich auch erst mein Handy und schaue auf Facebook. Wenn ich genauer drüber nach denke, ist das schon ein wenig krank.

    Okay, nach Facebook folgt Twitter und natürlich die Emails nicht zu vergessen (allerdings nur die privaten Emails).

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