Ente der Woche: Apple plant angeblich Rückrufaktion des iPhone 4

Das iPhone 4: zunächst hoch gelobt für das neue Design und einige sexy Features wie endlich mal einer vernünftigen Kamera – dann jedoch heftig kritisiert für Fehler im Retina-Display und anderen Designschwächen. Heftigster Kritikpunkt: Nicht nur Linkshänder erleben, dass Verbindungen abbrechen, weil man das Gerät beim Telefonieren in der linken Hand hält. Vorläufiger Höhepunkt: Gerüchte um eine Rückrufaktion.

Apple und Steve Jobs wussten wie kaum jemand sonst, die Gerüchteküche zu Marketingzwecken anzuheizen. Debatten und Spekulationen um neue Geräte zum Teil Monate vor deren Vorstellung verschaffen Apple permanente Aufmerksamkeit in den (Online-)Medien. Sieht langsam aus, als könnte sich das jetzt mal zu einem Bumerang entwickeln.

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Das ganze Netz macht sich derzeit über das iPhone 4 lustig und irgend ein Spaßvogel hat unter dem Fake-Account @ceoSteveJobs auf Twitter angekündigt, dass es eine Rückrufaktion geben könnte. Die Daily Mail ist darauf angesprungen, hat den entsprechenden Artikel leider schon wieder gelöscht. TheNextWeb macht sich zu Recht über die journalistische Blamage in einer der größten britischen Tageszeitungen lustig, da es sich eindeutig um eine Ente handelt.

Rückrufaktionen wird es also erstmal nicht geben. Der Image-Schaden für Apple ist aber trotzdem immens, weil allein das Aufkommen des Gerüchtes deutlich macht, dass eine solche Rückrufaktion vielleicht gar nicht mal die schlechteste Idee wäre. Also: War ne Ente, aber künftige Rückrufaktionen sind keinesfalls ausgeschlossen. Das Display kann man austauschen, aber die Empfangsschwäche bei mit Daumenballen abgedeckter Antenne ist nicht ohne weiteres durch den Austausch von Teilen zu beheben. Aber das iPhone ist ja sowieso ein Telefon, das für alles mögliche da ist, nur nicht mehr so wirklich zum Telefonieren.

[Bild: Flickr/Yutaca Tsutano (CC) ]