Ehescheidung anhand der Kreditkarte voraussagen

Kreditkarten sollen ja schon öfters Ursache oder letzter Anlass gewesen sein, wenn Beziehungen in die Brüche gehen. Dabei kann anhand unserer Kaufaktivitäten mit hoher Wahrscheinlichkeit vorhergesagt werden, ob und wann wir bald eine Scheidung durchleben. Und das wird auch gemacht.

Es gibt natürlich triviale Anzeichen, zum Beispiel wenn sich jemand bei einer Partnerbörse wie Neu.de oder Friendscout anmeldet und die Gebühren dann per Kreditkarte bezahlt, greift aber zu kurz. Tatsächlich gibt es statistische Muster aus Geschlecht, Alter, Wohnlage, Einkommen und Kaufverhalten die mit einer hohen Wahrscheinlichkeit mit einer baldigen Trennung einher gehen. Finden Datensammler dann noch allzu private Aussagen zur Beziehung auf Facebook oder Twitter, wird die baldige Trennung für einen Überwacher fast schon zur Gewissheit.

[adrotate group="5"]

Wirtschaftlich ist das vor allem für Banken und Versicherungsmakler von hoher Relevanz. Scheidungen ziehen oft Zahlungsprobleme nach sich – eine Bank hat also ein geschäftliches Interesse daran zu erfahren, wie es um das Privatleben des Kunden steht. Dieser kann zwar nicht im Detail ausgeforscht werden, aber die Statistik alleine genügt ja schon, um Ausfallrisiken zu berechnen.

Mittlerweile sind das Ausspähen von Kunden und die Vorhersage seines Verhaltens ein großes Geschäft, auch wenn Banken & Co. einen personalisierten Einsatz immer wieder leugnen. Teils scheint es in Deutschland damit einfach noch nicht so weit zu sein, teils wird wohl auch einfach nur abgewiegelt. Das muss schon deshalb so sein, weil solche Praktiken von vorne bis hinten illegal wären.

[via macnews]

Ein Gedanke zu „Ehescheidung anhand der Kreditkarte voraussagen“

Kommentare sind geschlossen.