Hauptsache bunt – Kindle wohl so gut wie tot

Ich habe einen Freund, der heute noch PDAs von Palm verwendet. Jahrelang benutzte er einen uralten mit Monochrom-Display. Der war zwar nicht schick, tat aber genau was er sollte und vor allem: Akku oder Batterien hielten mo-na-te-lang. Dass so ein Palm für viele Zwecke das bessere Modell ist als spätere Varianten oder gar die Handys/Smartphones anderer Hersteller, half Palm nicht weiter, wie wir wissen. Und ich schätze, den Kindle droht dasselbe.

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Der Räuber im Ökosystem heißt iPad samt etlicher Nachahmer. Die haben brillante Farbdisplays mit Touchscreens, sind aber nicht unbedingt lesefreundlich. Wenn es darum geht, wirklich stundenlang Bücher auf einem elektronischen Gerät lesen zu wollen, ist ein nicht leuchtendes E-Ink-Display wesentlich augenfreundlicher.

Dumm nur: Mit dem Kindle und anderen E-Book-Readern kann man weder spielen, noch Filme gucken oder vernünftig ins Web gehen. Sie taugen nur zum Lesen von Büchern, das aber richtig gut. Amazon wird das genauso wenig weiterhelfen, wie damals Palm, selbst wenn sie ein farbiges Display aus dem Hut zaubern sollten. Mit dem iPad kann man schließlich auch lesen. Schade eigentlich, ist doch der Kindle ein Gerät, das man getrost ohne Ladegerät auf eine längere Urlaubsreise mitnehmen kann.

5 Gedanken zu „Hauptsache bunt – Kindle wohl so gut wie tot“

  1. Da ist wohl nur das Notion Ink die Lösung. Das hat ein QI-Display, was zwischen LCD und eInk wechseln kann. Das ist super. Nur einen Preis konnte ich für das Gerät noch nicht finden…

  2. Dein Beitrag ist soo wahr. Ich habe mir den Kindle DX deshalb gekauft, da ich witterte, dass mit dem Ipad (= Schminkspiegel) der E-Ink-Nachschub erst einmal gestoppt ist. Es ist erstaunlich, wie es das Apple-Marketing schafft das Gerät als Lesegerät anzupreisen. Man kann auf einem hintergrundbeleuchteten Monitor nicht konzentriert lesen!

    Ich bereue es keine Sekunde den Kindle DX gekauft zu haben. Für Lehrbücher und Skripte, oder auch Romane ist das Gerät ein Traum. Es ersetzt das Papier vom visuellen Eindruck 100%. Das kann man natürlich am PC-Bildschirm nicht sehen. Kleinere Nachteile existieren nur in der Software, was mit dem KDK enden wird.

  3. Keine Angst! Der Kindle wird von einem Multimilliarden-Unternehmen vertrieben, welches auch nach dem iPad-Hype noch E-Books verkaufen will. Amazon weiß, dass man mit dem Produkt von Apple nicht vernünftig Bücher lesen kann, das wird auch dem größten iPad-Freak aufgehen, wenn er mit seinem Wunderwerk im Cafe sitzt und nur sich selbst sieht…

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