Zu friedfertige “Killerspieler”: US-Army ändert Grundausbildung

Killerspiele züchten Killer, so die einfache Formel mancher Pädagogen und Hobbypsychologen. Dass irgendwas an der Rechnung nicht stimmen kann, wird nun in den Streitkräften der USA deutlich: Jugendliche haben heute mehr Probleme damit körperlich zu kämpfen.

Eine Überarbeitung der Grundausbildung ist nötig geworden, um den geänderten Gegebenheiten im Irak oder in Afghanistan gerecht zu werden – aber nicht nur: Die Armee sieht sich konfrontiert mit einer Generation Jugendlicher, deren Erfahrung mit Kämpfen und Auseinandersetzungen sich auf das Spielen von Games beschränkt. Laut Lt. Gen. Mark Hertling hat die Nuller-Generation zwar höhere Skills im Umgang mit Technologie als ihre Vorgänger. Dafür müssen die jungen Leute aber intensiver als zuvor für den Nahkampf aber auch für den Umgang mit Waffen trainiert werden, um eine gleichbleibende Kampfstärke zu bewahren. Einerseits seien sie klüger und würden mehr hinterfragen, andererseits auch verweichtlich und disziplinloser. Fertigkeiten wie Treten, Schlagen oder Klettern seien unterentwickelt.

Zu letzterem kann ich nichts sagen, aber sonst passt es gut ins Bild: Auf mich hat eine gepflegte Runde Ballerei immer noch sehr aggressionsabbauend gewirkt. Und die blau bemalten Na’Vi aus dem Artikel zuvor kann ich mir auch nicht so recht am Kriegsschauplatz vorstellen…

[via: npr.org]

4 Gedanken zu „Zu friedfertige “Killerspieler”: US-Army ändert Grundausbildung“

  1. Es ist doch erfrischend, mit einer so ganz anderen Meinung zum Thema konfrontiert zu werden!

    Es ist schon einleuchtend: Wer Konflikte lieber mit der Maushand statt mit der Faust löst, weist entsprechende Defizite auf. Für die meisten Situationen in unserer Gesellschaft ist das aber ein großer Vorteil.

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