Facebook-Panne: 400 Millionen E-Mail-Adressen zeitweise öffentlich

Immer wieder Facebook: Offenbar gab es gestern Abend eine Panne, die bewirkte, dass die E-Mail-Adressen aller 400 Millionen Facebooknutzer öffentlich auf den Profilseiten sichtbar waren, während man gleichzeitig für etwa 30 Minunten keine Privacy-Einstellungen mehr vornehmen konnte, um das zu ändern.

Wenn ich immer wieder auf Facebook herumreite, dann nicht, weil ich es so hasse (im Gegenteil, sie schaffen es, mich vom Abmelden abzuhalten), sondern weil sie einfach zu lax mit unseren Daten umgehen. Kürzlich erst hat Facebook wieder seine Datenschutzrichtlinien geändert und angekündigt, dass die Daten der Facebook-Nutzer im großen Stil an Dritte weitergegeben werden.

Der gestrige Vorfall ruft natürlich die Verschwörungstheoretiker auf den Plan: War das eine beliebige Panne oder ein Hinweis dafür, dass unter anderem unsere E-Mail-Adressen zu den Daten gehören, die über die Facebook-Schnittstellen jedem, der zahlt, zugänglich sein werden? Wird Facebook bald der Adresshändler Nr. 1? Selbst wenn nicht: So etwas darf einfach nicht passieren. Wie groß wäre der Aufschrei, wenn eine beliebige andere Plattform (sagen wir Xing oder der Petitionsserver des Bundestages…) unsere E-Mail-Adressen in dieser Form sichtbar machen würde?

[via BasicThinking]


 
 
 
 

9 Kommentare zu “Facebook-Panne: 400 Millionen E-Mail-Adressen zeitweise öffentlich”

  1. Ein Schuh für Schäuble » Ein Schuh für Facebook | - 31. März 2010 um 10:54

    [...] Es waren anscheinend 400mio-Email-Adressen öffentlich sichtbar http://yuccatree.de/2010/03/facebook-panne-400-millionen-e-mail-adressen-zeitweise-offentlich/ [...]

  2. Momo - 31. März 2010 um 11:04

    Jetzt weiss ich wieder, warum ich Facebook nur ne Schrottadresse gegeben und mich standhaft geweigert habe, ihnen meine Handynummer oder andere wichtige Daten zur Verfügung zu stellen, egal wie sehr sie gebettelt haben.

  3. Enno Park - 31. März 2010 um 11:10

    “Lustig” ist vor dem Hintergrund, dass Facebook selber sich weigert, bestimmte Adressen zu akzeptieren. Wer mit ich@meinedomain.de rein weill, wird nicht reingelassen, so lange er sich nicht extra GMX, Googlemail oder sonstwas dafür anlegt. Das mildert die Sache zwar ab, ist aber trotzdem krass.

  4. t3n-Linktipps: Social-Media-Schaubild, Web-App-Erfolgsprinzipien, Twitter.com, Video-Strategien und eine Facebook-Panne » t3n News - 31. März 2010 um 15:01

    [...] gibt Facebook den Datenschützern Grund zur Kritik. Diesmal sorgte eine Panne dafür, dass 400 Millionen E-Mail-Adressen zeitweise öffentlich zugänglich waren. Oder sollte das gar keine Panne gewesen [...]

  5. Neues Datenleck bei Facebook: 400 Millionen E-Mail-Adressen kurzfristig einsehbar! - 31. März 2010 um 15:20

    [...] hingewiesen hat, nun die neue Schreckensnachricht: Gestern unterlief Facebook ein Disaster, indem 400 Millionen E-Mail-Adressen zeitweise öffentlich sichtbar [...]

  6. Pascal Birchler - 31. März 2010 um 20:41

    @Enno Ich dachte, das mit den E-Mails bezieht sich nur auf allgemein Adressen wie info@… oder so? Mit facebook@xy.ch konnte ich mich bei Facebook problemlos registrieren (zumindest, um eine Fan Seite zu erstellen)

    Gruss,
    Pascal

  7. Bibliothekarisch.de » Blog Archive » links for 2010-03-31 - 1. April 2010 um 07:07

    [...] YuccaTree Post + » Facebook-Panne: 400 Millionen E-Mail-Adressen zeitweise öffentlich RT @ralfa: RT: @yuccatree: Facebook-Panne: 400 Millionen E-Mail-Adressen zeitweise öffentlich http://bit.ly/aBEdPh #fb (tags: fb twitter_automatisch) [...]

  8. Enno Park - 1. April 2010 um 10:22

    @Pascal ich habe keine “allgemeine” Adresse (sry, dass ich sie hier nicht nennen möchte), aber Facebook hat mich mit ihr nicht reingelassen. Hab gerade mal versucht, sie nachträglich zu ändern: Ging auch nicht.

  9. YuccaTree Post + » Google fragt nochmal alle Anwender, ob ihre Buzz-Einstellungen so OK sind - 5. April 2010 um 17:08

    [...] heißt der eigentliche Datensünder momentan Facebook. Google will deren Fehler nicht wiederholen: vor allem, dass wichtige [...]