Das Google-Pad: Dinge ankündigen, die es noch längst nicht gibt

Ein neuer Trend grassiert derzeit in der Technikwelt. Er lautet: Dinge ankündigen, die es noch nicht gibt. Mal sind es die Unternehmen selbst, mal die Technikblogger. So auch diesmal, wenn sie einen möglichen Tablet-Rechner von Google herbeischreiben.

Zugegeben, es sieht hübsch aus, was ein Designer der Chromium-Projekts vorgestellt hat. So könnte ein Google Tablet mit Chrome OS aussehen:

Google Tablet

Was dort auf dem Bild gezeigt wird, ist aber nicht einmal ein Prototyp, es ist lediglich eine Designstudie. Und lanciert wurde sie nicht von Google selbst, sondern von einem Designer des Open-Source-Projekts Chromium. Dieses wird zwar von Google finanziert. Es handelt sich bei der Designstudie aber um einen Alleingang, keinesfalls um eine offizielle Präsentation durch Google.

Bereits in der Vorwoche hatten wir uns darüber lustig gemacht, als Amazon einen eigenen App-Store angekündigt hatte ohne auch nur das geringste in der Hand zu haben. Viele Blogs und Technikmagazine hatten darüber als bahnbrechende Neuigkeit berichtet. Reicht es also mittlerweile schon für Breaking News, wenn man eine Absichtserklärung abgibt?

So gesehen kann ich die allgemeine Unzufriedenheit über das iPad nicht nachvollziehen. Es mag nicht perfekt sein, aber im Gegensatz zu manchem anderen Produkt hat es den nicht unerheblichen Vorteil, dass es tatsächlich existiert…

4 Gedanken zu „Das Google-Pad: Dinge ankündigen, die es noch längst nicht gibt“

  1. Danke! Endlich sagt es mal jemand! Jeder retweetet dieses unsinnige Video und was sagt es aus: GAR NICHTS!

    Außer vielleicht, dass es der ein oder andere cool fände, wenn google zwei Wochen nach seiner ersten Hardware Präsentation gleich eine noch kampfansagendere Kampfansage gen Cupertino schicken würde.

  2. Kann mich in diesem Fall nur Kantel in seinem faz.net-Artikel ( http://tr.im/MFkZ ) anschliessen: “Wird das iPad dennoch ein Erfolg? Ich hoffe es. Denn Google hat schon angekündigt, falls das iPad erfolgreich sei, mit einem eigenen Tablet-Computer nachzustoßen.”

    Ob Google, oder wer auch immer. Hauptsache, es wird Alternativen geben. Alternativen halten das Netz neutral.

  3. Aber bevor das iPad rausgekommen ist gab es doch Millionen von völlig frei erfundenen Bildern und Videos…

  4. Show and shine! Man muss das Volk ja schon vor Erscheinen des Produktes begeistern. Denn die ersten Konzepte und Bilder des iPads sahen recht viel versprechend aus (teils sogar mit CD Laufwerk und USB Anschluss).
    Nunja und nach der Vorstellung kann man mit dem iPad keine wurst mehr vom Brot ziehen! Gleiche Schiene fährt jetzt wohl Google mit Ihrem “Wir-warten-mal-ab-wie-sich-das-iPad-verkauft-und-entwickeln-dann-ein-eigenes”-Pad.

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