Spenden für Haiti via iTunes. Könnte die gleiche Idee auch den Journalismus retten?

Gerade eben bin ich zufällig über einen Artikel im fscklog gestolpert: Man kann den Erdbebenopfern in Haiti durch eine Geldspende an das Amerikanische Rote Kreuz helfen – via iTunes. Mit einem Mausklick wählt man den gewünschten Betrag aus und schickt die Spende ab. Genial einfach.

Man muss kein Überweisungsformular ausfüllen, sich nicht erst irgendwo anmelden oder seine Kontodaten eintippen. Einfach klicken und spenden. Bei iTunes hat man seine Kreditkartennummer bereits hinterlegt. Die Beträge werden in regelmäßigen Abständen abgebucht. Eine einfachere Möglichkeit Geld zu spenden gibt es nicht. Das ist genial, wenn es auf schnelle Hilfe ankommt wie bei der Erdbebenkatastophe in Haiti.

Erdbebenhilfe - Spende via iTunes

Einfachste Bezahlmöglichkeit – auch für Zeitschriftenartikel?

Filme, Serien, Musik, und Apps kann man über iTunes auf gleiche Weise kaufen. E-Books, kostenpflichtige Audio- und Video-Podcasts ebenso. Warum eigentlich nicht auch Zeitungsartikel? Die Idee wird bei den Verlagen schon seit geraumer Zeit diskutiert, nur umgesetzt ist sie bisher nicht. Es müsste ein Verkaufsmodell geben, das so einfach ist wie iTunes, lautet eine These.

Warum nicht gleich iTunes selbst? Gute Artikel zu einem fairen Preis in ansprechender Form dargeboten sollten sich verkaufen lassen – zumindest wenn es sie nur bei iTunes gibt und nicht gleichzeitig kostenlos im Web.

Wäre doch mal einen Versuch wert, das auszuprobieren..

2 Gedanken zu „Spenden für Haiti via iTunes. Könnte die gleiche Idee auch den Journalismus retten?“

  1. Sowas kann sich m.E. erst durchsetzen, wenn die Verlage sich von den teils wirklich überzogenen Preisen ihrer Pay-per-View-Angebote verabschieden. Besonders heftig ist es natürlich bei Fachartikeln, an denen der Autor rein gar nichts verdient, aber der Verlag bis zu 25 Euro für wenige Seiten kassieren will…

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