Google Reader zeigt Neuigkeiten auf jeder Art von Website an – auch ohne RSS

Diese kleine Sensationsmeldung wäre bei mir fast untergegangen: Der Google Reader kann ab sofort auch Veränderungen auf Seiten abonnieren, die kein RSS unterstützen. Damit lässt sich zum Beispiel auf Shoppingseiten beobachten, wann sich Preise oder Lieferbedingungen ändern.

RSS (Really Simple Syndication) ist der Masse der Webuser bis heute kein Begriff, auch wenn die meisten das orange Symbol mit dem weißen Punkt und den zwei Bogen schon einmal gesehen haben dürften. Vielleicht liegt es daran, dass RSS entgegen des Namens zwar leicht funktioniert aber schwer zu erklären ist. Vor allem die Podcaster der ersten Generation haben den Fehler gemacht, ihren potenziellen Hörern zu viel Technisches zuzumuten: Man muss erst etwas abonnieren, bevor man etwas hören kann. Ja, aber warum denn nur?

Preiserhöhungen, neue Produktfeatures

Eine der meist genutzten Anwendungen, die mit RSS möglich sind, ist eine Art Nachrichtenticker: Statt seine zehn Lieblingsblogs einzeln abzusurfen und dort nach neuen Einträgen zu suchen, sammelt eine RSS-Software die Änderungen an einer Stelle. Man spart dadurch viel Zeit.

Google Reader

Der Google Reader ist ein solches Leseprogramm, das die abonnierten RSS-Ströme zentral im eigenen Google-Account sammelt. Weil nicht alle Webseiten RSS einsetzen, ist Googles Funktionserweiterung ein echter Meilenstein: Künftig kann man also auch Veränderungen auf Webseiten verfolgen, die mit Nachrichten nichts zu tun haben.

Das ist sinnvoll, etwa wenn es auf der Startseite einer Unternehmenspräsentation Änderungen gibt, Apple seine iPhone-Palette um einen Tablet-Mac erweitert oder Amazon die Preise erhöht. Für mich ist das bislang die Meldung der Woche! Und wenn ihr das jetzt nicht verstanden habt, dann ist das eine Frage der Technik. ;)

5 Gedanken zu „Google Reader zeigt Neuigkeiten auf jeder Art von Website an – auch ohne RSS“

  1. super sache! Aber wieso geht diese News wirklich so unter. Nützt den keiner den google reader? Ich werde zwar oft belaechelt, dass ich z.b. Googlemail verwende von meinen Bekannten. So nach dem Motto: wie kannst du nur dier Datenkrake google die Daten freiwillig geben. Aber wenn man sich die Dienste und Innovationen der Firma anschaut ist das mehr als Gut. Da merkt man das die unglaublich gute Leute haben.

    LG

  2. Ich versteh ja nicht, warum das kein Browser einbaut. Da könnte man so schön die Icons der Favoriten mit highlighting versehen sobald es neuigkeiten gibt, oder mit nummern falls ein RSS-Feed der Seite neue Items hat, und man müßte nicht regelmäßig seine Runden durch die Favoriten drehen um zu schauen ob und wo es was neues gibt.

  3. naja, aber RSS gibt es seit jahren, und außer Reader-Plugins und Extensions ist es dennoch immer ein getrennter teil vom browser…

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