Wolkenbruch: Danger.com verliert Daten von hunderttausenden T-Mobile-Kunden in USA

PR-Desaster für die Technik “Cloud Computing”: Der US-Datenhoster Danger.com hat seinen Namen zum Programm gemacht und bei einer Panne die Daten von mehreren hunderttausend Kunden von T-Mobile USA wahrscheinlich unwiederbringlich gelöscht. Auf Backups hatten die Techniker verzichtet.

Betroffen sind Kunden des in den USA beliebten Smartphones “Sidekick”, einer Eigenproduktion von Danger.com in Zusammenarbeit mit den Hardwareherstellern Sharp und Motorola. Ein Service bietet den Kunden an, all ihre Daten bei Danger.com in der Wolke zu speichern, um sie leichter zwischen Web und Smartphone zu synchronisieren. Laut der offiziellen Entschuldigung von T-Mobile sind durch eine fehlgeschlagene Migration im Datencenter Daten wie Adressbuch, Kalendereinträge, Kurznachrichten und Fotos gelöscht worden – höchwahrscheinlich unwiederbringlich.

Danger.com ist eine hundertprozentige Tochter von Microsoft. Der Softwareriese ist neben Google, Amazon und Apple einer der Antreiber von Cloud Computing. Für die Technik ist diese schwere Panne nun ein herber Rückschlag, offenbart sie doch die größte Schwachstelle von Cloud Computing: Man vertraut einem Hoster seine Daten an – und muss von da an auf seine Zuverlässigkeit und Sicherheitsmaxime vertrauen. Dass es da zu Fehlern kommt, auf die man als Kunde keinen Einfluss hat, ist unvermeidlich.

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