Tragisch: Abgeworfene Kiste mit Flugblättern tötet afghanisches Mädchen

Die britische Luftwaffe (Royal Air Force) hat beim Abwurf einer Kiste mit Flugblättern in Afghanistan versehentlich ein kleines Mädchen getötet. Anders als vorgesehen öffnete sich die Kiste nicht auf halbem Weg in der Luft, um die Flugblätter zu verstreuen, sondern fiel als Ganzes zu Boden.

Der Vorfall ereignete sich bereits im Juni in der afghanischen Provinz Helmand. Das Mädchen wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Kandahar gebracht, wo es später verstarb.

Britische und US-amerikanische Luftwaffe setzen in Afghanistan bereits seit langem Flugblätter ein, um die Bevölkerung auf ihre Seite zu bringen. Darin machen die ausländischen Militärs etwa auf Wahlen, Gefahren durch Minen oder militärische Operationen in der Gegend aufmerksam.

Flugblätter als althergebrachtes Mittel der psychologischen Kriegsführung wurden bereits zu Zeiten der Napoleonischen Kriege von der britischen Marine eingesetzt. Sie bieten Vorteile gegenüber elektronischen Medien, weil sie nicht flüchtig sind, leichter weitergereicht und nicht verändert werden können. Trotzdem gibt es seit langem Planungen, die papierne Propaganda zu ersetzen, beispielsweise mit funkgesteuertem E-Paper. Unfälle wie der Tod des Mädchens könnten damit verhindert werden.

Das britische Verteidigungsministerium hat eine vollständige Untersuchung des Vorfalls angekündigt – aber was soll dabei schon herauskommen!

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