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	<title>Kommentare zu: 22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart!</title>
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	<description>Internet Feuillevard</description>
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		<title>Von: Lesenswert: 22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart! &#171; Blog.Bayern-online.de</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5814</link>
		<dc:creator>Lesenswert: 22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart! &#171; Blog.Bayern-online.de</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Nov 2009 14:19:32 +0000</pubDate>
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		<description>[...] 4. November 2009 von bayernonline    http://bit.ly/4FD9zA [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] 4. November 2009 von bayernonline    <a href="http://bit.ly/4FD9zA" rel="nofollow">http://bit.ly/4FD9zA</a> [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: Mehr redaktionelle Transparenz &#8211; ein Versuch mit Wordpress &#171; Franz Neumeier&#39;s &#34;Ceterum Censeo&#34; Blog</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5611</link>
		<dc:creator>Mehr redaktionelle Transparenz &#8211; ein Versuch mit Wordpress &#171; Franz Neumeier&#39;s &#34;Ceterum Censeo&#34; Blog</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2009 13:21:31 +0000</pubDate>
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		<description>[...] neuerliche Diskussion um mehr Transparenz und Offenheit in Online-News und Blog-Beiträgen (vgl. YuccaTree Posts bzw. 22 ideas for changing the way news is produced) ist wesentlich konkreter geworden als noch vor [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] neuerliche Diskussion um mehr Transparenz und Offenheit in Online-News und Blog-Beiträgen (vgl. YuccaTree Posts bzw. 22 ideas for changing the way news is produced) ist wesentlich konkreter geworden als noch vor [...]</p>
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		<title>Von: Nicole Haase</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5584</link>
		<dc:creator>Nicole Haase</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 09 Oct 2009 08:01:41 +0000</pubDate>
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		<description>Weshalb nicht die Leser im Vorfeld in den Entstehungsprozess einbinden? http://bit.ly/39MqAx Mit dieser Strategie werden diverse &quot;neue Regeln&quot; hervorragend abgeholt.

Mir ist es lieber, man lässt sich ganz offen und ehrlich im Beginn von anderen die Lücken schließen, als das man im Nachhinein sich permanent verbessern lassen muss. http://bit.ly/EjGF5</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Weshalb nicht die Leser im Vorfeld in den Entstehungsprozess einbinden? <a href="http://bit.ly/39MqAx" rel="nofollow">http://bit.ly/39MqAx</a> Mit dieser Strategie werden diverse &#8220;neue Regeln&#8221; hervorragend abgeholt.</p>
<p>Mir ist es lieber, man lässt sich ganz offen und ehrlich im Beginn von anderen die Lücken schließen, als das man im Nachhinein sich permanent verbessern lassen muss. <a href="http://bit.ly/EjGF5" rel="nofollow">http://bit.ly/EjGF5</a></p>
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	<item>
		<title>Von: Jürgen Vielmeier</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5558</link>
		<dc:creator>Jürgen Vielmeier</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Oct 2009 14:25:40 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin auch nicht mit jedem Punkt von Gillmor einverstanden. Beispielsweise die Idee keine Bestenlisten anzufertigen. Warum denn nicht, wenn man sich dabei gute Gedanken gemacht hat, etwas Neues präsentiert und die Leser das gerne lesen mögen?

Dem meisten, was er schreibt, stimme ich allerdings zu. Klar, vieles davon ist nichts anderes als journalistische Standards, die auch Schneider und LaRoche schon beschrieben haben. Mich haben aber besonders die &quot;modernen&quot; Regeln zum nachdenken gebracht: Korrekturen veröffentlichen, auf die Konkurrenz verweisen, Fehler eingestehen, sprich: Unvollkommenheit zugeben. Und dabei davon ausgehen, dass die Mitbewerber es friedlich meinen. Das ist eine echte Herausforderung!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin auch nicht mit jedem Punkt von Gillmor einverstanden. Beispielsweise die Idee keine Bestenlisten anzufertigen. Warum denn nicht, wenn man sich dabei gute Gedanken gemacht hat, etwas Neues präsentiert und die Leser das gerne lesen mögen?</p>
<p>Dem meisten, was er schreibt, stimme ich allerdings zu. Klar, vieles davon ist nichts anderes als journalistische Standards, die auch Schneider und LaRoche schon beschrieben haben. Mich haben aber besonders die &#8220;modernen&#8221; Regeln zum nachdenken gebracht: Korrekturen veröffentlichen, auf die Konkurrenz verweisen, Fehler eingestehen, sprich: Unvollkommenheit zugeben. Und dabei davon ausgehen, dass die Mitbewerber es friedlich meinen. Das ist eine echte Herausforderung!</p>
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	<item>
		<title>Von: avatter</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5532</link>
		<dc:creator>avatter</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 17:28:50 +0000</pubDate>
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		<description>Huch, und ich wundere mich schon, weshalb mich die Leute heute mit einem Hofknicks begrüßten! Vielen Dank für die Blumen und das viel zu hoch gegriffene Kompliment, das ich hiermit an Jürgen alias Yuccatree zurückgeben möchte. :)

Aber zur Sache: Dass Gillmor diese Liste aufgestellt hat, beweist vor allem eines - er will gelesen werden. Ein Katalog à la &quot;22 Punkte, die...&quot; widerspricht seiner eigenen, elften Forderung. Derart populistische Ansätze sollten jedem Journalisten zuwider sein. Ähnliches gilt übrigens auch für seinen Punkt 14 (&quot;Die Kanzlerin muss...&quot;). Seinem Regelwerk stellt er &quot;I&#039;d insist&quot; (im Sinne von &quot;man sollte&quot;) voran. Ja, was denn nun? 

Der größte Teil seines Manifests gehört zum journalistischen Handwerk, Wolf Schneider lässt in einem Nebensatz weitaus mehr wertvolle Tipps und Infos über Obliegenheiten von Berichterstattern fallen, als hier genannt wurden. Im Übrigen habe ich nichts gegen Jubiläumsartikel - es muss ja nicht immer die Weihnachtsstory sein, es gibt so vieles,  das hin und wieder ins Gedächtnis gerufen werden sollte 
(http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Gedenktage).

Interessant wird es lediglich an einer Stelle: dort, wo es um die Verlinkung auf andere Seiten geht. Ein ebenso kritischer, wie notweniger Punkt. Im Online-Journalismus herrscht eine gewisse Furcht vor Verweisen, die die eigene Plattform verlassen. Doch wenn ich einen Artikel schreibe und ich sehe, dass jemand anders einen bestimmten Teilbereich des Themas in bewundernswerter Weise ausgearbeitet habe, verlinke ich diesen Artikel. Die Angst, der Leser könnte daraufhin für immer abwandern, ist verständlich - aber unbegründet. Meine Erfahrung war immer, dass der Tipp von den Lesern dankbar und vor allem anerkennend aufgenommen wird. &quot;Ah, schau mal an. Da gibt es mehr Infos.&quot; Er folgt dem Link und weiß das nächste Mal, dass er bei uns nicht nur ein Thema geboten bekommt, sondern darüber hinaus (bei Bedarf) auch relevante Hintergrundlektüre. Das klappt natürlich nicht, wenn ein Autor sein Thema plump von der fremden Quelle übernimmt - anstatt die Information von einem eigenen Standpunkt aus zu verarbeiten, für seine Leser das Wichtigste herauszustellen und diesen Teilbereich detailliert zu beleuchten. In diesem Fall bleiben die Leser an der Originalquelle haften - was ich genauso tun würde. Eine solche Vorgehensweise ist bei deutschen Bloggern meines Wissens nach allerdings bislang kaum vorgekommen. Vielleicht sieht es im klassischen Online-Journalismus da noch anders aus, doch auch hier ist mir aus meinem direkten Umfeld kein einziger Fall bekannt (lassen wir mal SpOn und Konsorten außen vor). Wie auch immer: Immer dann, wenn Yuccatree ein Glanz-Posting abgeliefert hat, der für unsere Leser einen klasse Mehrwert bietet, wird auch verlinkt. :)

Man liest sich,
André</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Huch, und ich wundere mich schon, weshalb mich die Leute heute mit einem Hofknicks begrüßten! Vielen Dank für die Blumen und das viel zu hoch gegriffene Kompliment, das ich hiermit an Jürgen alias Yuccatree zurückgeben möchte. :)</p>
<p>Aber zur Sache: Dass Gillmor diese Liste aufgestellt hat, beweist vor allem eines &#8211; er will gelesen werden. Ein Katalog à la &#8220;22 Punkte, die&#8230;&#8221; widerspricht seiner eigenen, elften Forderung. Derart populistische Ansätze sollten jedem Journalisten zuwider sein. Ähnliches gilt übrigens auch für seinen Punkt 14 (&#8220;Die Kanzlerin muss&#8230;&#8221;). Seinem Regelwerk stellt er &#8220;I&#8217;d insist&#8221; (im Sinne von &#8220;man sollte&#8221;) voran. Ja, was denn nun? </p>
<p>Der größte Teil seines Manifests gehört zum journalistischen Handwerk, Wolf Schneider lässt in einem Nebensatz weitaus mehr wertvolle Tipps und Infos über Obliegenheiten von Berichterstattern fallen, als hier genannt wurden. Im Übrigen habe ich nichts gegen Jubiläumsartikel &#8211; es muss ja nicht immer die Weihnachtsstory sein, es gibt so vieles,  das hin und wieder ins Gedächtnis gerufen werden sollte<br />
(<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Gedenktage" rel="nofollow">http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Gedenktage</a>).</p>
<p>Interessant wird es lediglich an einer Stelle: dort, wo es um die Verlinkung auf andere Seiten geht. Ein ebenso kritischer, wie notweniger Punkt. Im Online-Journalismus herrscht eine gewisse Furcht vor Verweisen, die die eigene Plattform verlassen. Doch wenn ich einen Artikel schreibe und ich sehe, dass jemand anders einen bestimmten Teilbereich des Themas in bewundernswerter Weise ausgearbeitet habe, verlinke ich diesen Artikel. Die Angst, der Leser könnte daraufhin für immer abwandern, ist verständlich &#8211; aber unbegründet. Meine Erfahrung war immer, dass der Tipp von den Lesern dankbar und vor allem anerkennend aufgenommen wird. &#8220;Ah, schau mal an. Da gibt es mehr Infos.&#8221; Er folgt dem Link und weiß das nächste Mal, dass er bei uns nicht nur ein Thema geboten bekommt, sondern darüber hinaus (bei Bedarf) auch relevante Hintergrundlektüre. Das klappt natürlich nicht, wenn ein Autor sein Thema plump von der fremden Quelle übernimmt &#8211; anstatt die Information von einem eigenen Standpunkt aus zu verarbeiten, für seine Leser das Wichtigste herauszustellen und diesen Teilbereich detailliert zu beleuchten. In diesem Fall bleiben die Leser an der Originalquelle haften &#8211; was ich genauso tun würde. Eine solche Vorgehensweise ist bei deutschen Bloggern meines Wissens nach allerdings bislang kaum vorgekommen. Vielleicht sieht es im klassischen Online-Journalismus da noch anders aus, doch auch hier ist mir aus meinem direkten Umfeld kein einziger Fall bekannt (lassen wir mal SpOn und Konsorten außen vor). Wie auch immer: Immer dann, wenn Yuccatree ein Glanz-Posting abgeliefert hat, der für unsere Leser einen klasse Mehrwert bietet, wird auch verlinkt. :)</p>
<p>Man liest sich,<br />
André</p>
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	<item>
		<title>Von: Kay Jarchow</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5528</link>
		<dc:creator>Kay Jarchow</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 14:12:55 +0000</pubDate>
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		<description>Ich denke auch, mehr Transparenz und Offenheit erhöhten zwangsläufig die Qualität, da schlecht recherchierende Journalisten nicht lange gelesen würden. Die Gaffer-Kultur ist meiner Meinung nach auch nur entstanden, weil der Druck auf die Medien und die Journalisten sehr gewachsen ist. Beim Trend möglichst als erster zu berichten, bleibt die Qualität halt auf der Strecke.

Das Leben zerstörende Beispiel könnte bei erhöhter Transparenz aber auch als offensichtliche Unwahrheit entlarvt werden. Somit würde die Geschichte ihre Kraft verlieren und sozusagen als Bumerang die Quelle des berichtenden Schreibers diskreditieren.

Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich denke auch, mehr Transparenz und Offenheit erhöhten zwangsläufig die Qualität, da schlecht recherchierende Journalisten nicht lange gelesen würden. Die Gaffer-Kultur ist meiner Meinung nach auch nur entstanden, weil der Druck auf die Medien und die Journalisten sehr gewachsen ist. Beim Trend möglichst als erster zu berichten, bleibt die Qualität halt auf der Strecke.</p>
<p>Das Leben zerstörende Beispiel könnte bei erhöhter Transparenz aber auch als offensichtliche Unwahrheit entlarvt werden. Somit würde die Geschichte ihre Kraft verlieren und sozusagen als Bumerang die Quelle des berichtenden Schreibers diskreditieren.</p>
<p>Es gibt eben nicht nur Schwarz und Weiß.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Franz Neumeier</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5526</link>
		<dc:creator>Franz Neumeier</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 08:44:44 +0000</pubDate>
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		<description>Keine Frage, das sind harte Anforderungen an einen klassischen Journalisten - aber absolut machbar, wenn man den Willen dazu mitbringt (und wie ich finde sogar eine spannende Herausforderung). Und wer den Willen dazu nicht hat, wird ohnehin verlieren.

Was mir als Journalist aber Sorgen bereitet, ist aber ein anderer Punkt, der in diesen Diskussionen gerne übersehen wird: Informationen zu veröffentlichen verlangt ein hohes Maß an Verantwortung. Denn vieles, was man schreibt, kann Menschenleben, Existenzen vernichten - da sollte das Veröffentlichte schon hieb- und stichfest sein. Wie man mit dieser Verantwortung umgeht, ist wesentlicher Bestandteil der journalistischen Ausbildung und Erfahrung. Deshalb veröffentlicht man als Journalist Dinge oft nicht oder erst nach gründlicher Überprüfung, oder aus recherchetaktischen Gründen nur Teile davon. Alles offenzulegen schadet manchmal dem Rechercheziel. Dafür hat der unbedarfte Leser meiner Erfahrung nach aber meist kein Verständnis.

Der Leser/Internet-User hat keine Erfahrung in der Bewertung von Quellen - wenn ihm jemand etwas glaubwürdig versichert, dann nimmt er das als Faktum und erwartet eine Veröffentlichung. Aber jeder Journalist weiß, wie oft Quellen ihre eigenen Spielchen spielen, aus eigenen Motiven falsche Fährten legen, ja unverschämt und sehr glaubwürdig lügen, weswegen Überprüfungs-Recherche so wichtig ist.

In der neuen Welt des &quot;jeder kann alles veröffentlichen&quot; kommt es aber eben sehr häufig vor, dass jemand mal schnell beispielsweise zum Kinderschänder erklärt wird, nur um ein paar Stunden später festzustellen, dass er&#039;s eben doch nicht war. Das Leben dieses Menschen ist trotzdem zerstört.

Der Journalist wird in diesem Spiel häufig verlieren, weil der Leser aus mangelnder journalistischer Erfahrung die Kompetenz des Journalisten anzweifeln und ihn nicht ernst nehmen wird, weil er ihm ungerechtfertigterweise unterstellt, nicht offen genug zu sein.

Deshalb meine absichtlich aggressiv formulierte These: Totale Offenheit schadet dem gesellschaftlichen Auftrag und Sinn des Journalismus und fröhnt einer populistischen Gaffer-Kultur, wie wir sie ohnehin schon zum Überdruss in den Medien haben.

Die Kunst für uns Journalisten wird es sein, einen gesunden Mittelweg zu finden. In der Hoffnung, dass die Leser den Grund für gelegentliche Verschlossenheit und Zurückhaltung verstehen mögen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Keine Frage, das sind harte Anforderungen an einen klassischen Journalisten &#8211; aber absolut machbar, wenn man den Willen dazu mitbringt (und wie ich finde sogar eine spannende Herausforderung). Und wer den Willen dazu nicht hat, wird ohnehin verlieren.</p>
<p>Was mir als Journalist aber Sorgen bereitet, ist aber ein anderer Punkt, der in diesen Diskussionen gerne übersehen wird: Informationen zu veröffentlichen verlangt ein hohes Maß an Verantwortung. Denn vieles, was man schreibt, kann Menschenleben, Existenzen vernichten &#8211; da sollte das Veröffentlichte schon hieb- und stichfest sein. Wie man mit dieser Verantwortung umgeht, ist wesentlicher Bestandteil der journalistischen Ausbildung und Erfahrung. Deshalb veröffentlicht man als Journalist Dinge oft nicht oder erst nach gründlicher Überprüfung, oder aus recherchetaktischen Gründen nur Teile davon. Alles offenzulegen schadet manchmal dem Rechercheziel. Dafür hat der unbedarfte Leser meiner Erfahrung nach aber meist kein Verständnis.</p>
<p>Der Leser/Internet-User hat keine Erfahrung in der Bewertung von Quellen &#8211; wenn ihm jemand etwas glaubwürdig versichert, dann nimmt er das als Faktum und erwartet eine Veröffentlichung. Aber jeder Journalist weiß, wie oft Quellen ihre eigenen Spielchen spielen, aus eigenen Motiven falsche Fährten legen, ja unverschämt und sehr glaubwürdig lügen, weswegen Überprüfungs-Recherche so wichtig ist.</p>
<p>In der neuen Welt des &#8220;jeder kann alles veröffentlichen&#8221; kommt es aber eben sehr häufig vor, dass jemand mal schnell beispielsweise zum Kinderschänder erklärt wird, nur um ein paar Stunden später festzustellen, dass er&#8217;s eben doch nicht war. Das Leben dieses Menschen ist trotzdem zerstört.</p>
<p>Der Journalist wird in diesem Spiel häufig verlieren, weil der Leser aus mangelnder journalistischer Erfahrung die Kompetenz des Journalisten anzweifeln und ihn nicht ernst nehmen wird, weil er ihm ungerechtfertigterweise unterstellt, nicht offen genug zu sein.</p>
<p>Deshalb meine absichtlich aggressiv formulierte These: Totale Offenheit schadet dem gesellschaftlichen Auftrag und Sinn des Journalismus und fröhnt einer populistischen Gaffer-Kultur, wie wir sie ohnehin schon zum Überdruss in den Medien haben.</p>
<p>Die Kunst für uns Journalisten wird es sein, einen gesunden Mittelweg zu finden. In der Hoffnung, dass die Leser den Grund für gelegentliche Verschlossenheit und Zurückhaltung verstehen mögen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: pit</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5524</link>
		<dc:creator>pit</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 07:39:24 +0000</pubDate>
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		<description>Hallo Jürgen,

ich fände es sehr angenehm, da niemand alles Wissen kann und es zeugt auch von einer gewissen größe, dass man mit seinen Fehlern umgehen kann.
Für den Leser hat es den Vorteil, dass mehrere Sichtweisen einfliessen und man einen gehaltvolleren Artikel bekommt.

Schöne Grüße
pit</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Jürgen,</p>
<p>ich fände es sehr angenehm, da niemand alles Wissen kann und es zeugt auch von einer gewissen größe, dass man mit seinen Fehlern umgehen kann.<br />
Für den Leser hat es den Vorteil, dass mehrere Sichtweisen einfliessen und man einen gehaltvolleren Artikel bekommt.</p>
<p>Schöne Grüße<br />
pit</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Tweets die YuccaTree Post + » 22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart! erwähnt -- Topsy.com</title>
		<link>http://yuccatree.de/2009/10/22-neue-regeln-fur-den-journalismus-das-wird-hart/comment-page-1/#comment-5523</link>
		<dc:creator>Tweets die YuccaTree Post + » 22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart! erwähnt -- Topsy.com</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 Oct 2009 07:32:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://yuccatree.de/?p=10967#comment-5523</guid>
		<description>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von HS CONCEPT und YuccaTree erwähnt. YuccaTree sagte: 22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart! http://j.mp/4FD9zA [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von HS CONCEPT und YuccaTree erwähnt. YuccaTree sagte: 22 neue Regeln für den Journalismus. Das wird hart! <a href="http://j.mp/4FD9zA" rel="nofollow">http://j.mp/4FD9zA</a> [...]</p>
]]></content:encoded>
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