Trendmaps: Darüber twittern die Menschen an einem Ort am häufigsten

Ein weiterer Beweis für den Mehrwert von Programmierschnittstellen: Das simple Mashup Trendsmap kombiniert Twitter und Google Maps um auf der Karte darzustellen, worüber Twitterer an einem Ort am häufigsten schreiben.

Dazu bedient sich Trendmaps der “Trending Topics”: den Themen, die bei Twitter am häufigsten erwähnt werden, und damit einen guten Überblick über die Twitosphäre geben. Nachteil der Trendsuche: Sie verläuft global; regionale Nischen wie Deutschland bleiben außen vor. Aber auch andere lokale Trends wie aus einzelnen US-Großstädten gehen im globalen Gezwitscher unter. Die Idee einer Trendlandkarte ist daher so naheliegend, dass man sich fragt, warum da nicht schon früher jemand drauf gekommen ist.

Trendsmap

Wie man es von Google Maps gewohnt ist, kann man in die einzelnen Regionen hineinzoomen, um sich diese genauer anzuschauen. Ein Klick auf einen Trend gibt gleich mehrere Informationen zu dem Trend preis, dazu relevante Bilder und Links sowie die letzten Tweets mit diesem Stichwort. Einen guten Überblick über die Features bietet der Screencast von Trendmaps:

Zu bemängeln wäre allerdings, dass ab einer bestimmten lokalen Tiefe die dargestellten Trends nicht mehr so genau und auch nicht mehr so ausführlich sind. So ist Trendmaps außerhalb von Berlin, Hamburg und dem Ruhrgebiet schon kaum mehr für deutsche Trends zu gebrauchen. Das liegt wahrscheinlich daran, dass Trendmaps sich auf die Ortsangabe aus der “Location”-Zeile im Twitterprofil verlässt, was viele Nutzer offen lassen. Daneben dürften die meisten deutschen Städte ganz einfach zu wenig Twitterer haben, die über die gleichen Trends schreiben.

Als Fazit bleibt festzustellen, dass Trendmaps ein interessantes und visuell ansprechendes Mashup ist, das allerdings für Deutschland noch nicht sehr viel Nutzen hat. Wer einen Überblick über deutsche Twittertrends haben will, den versorgen twitter-trends.de und @trends_de derzeit mit besseren Informationen.

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