Mobster World: Echter Hype um mäßig spannendes Twitter-Spiel

Nachdem die letzten 20 Direktnachrichten auf Twitter von Leuten stammen, die mich in ihren Mafia Clan aufnehmen wollten, musste ich es wohl mal testen: das Spiel Mobster World. Bereits nach zwei Minuten wird aber klar: Da scheinen einfach nur viele Leute reingefallen zu sein, denn das Spiel ist bestenfalls mäßig spannend.

Nebenbei lädt Mobster World Ewigkeiten, während sich die Spannung in Grenzen hält. Gleich zu Beginn kann man mit seinem ersten Einbruch ein paar hundert Dollar verdienen. Das neu gewonnene Geld kann man direkt in einen Baseballschläger investieren, um weiteres Geld zu machen.

Die ersten “Jobs” gehen sehr leicht von der Hand. Mit ein paar Mausklicks schafft man die ersten Überfälle, Diebstähle und Räubereien, die nur zu Lasten der eigenen Energie gehen. Der Schwierigkeitsgrad ist gleich null und der Spielspaß nicht viel höher: Man klickt einfach auf den “Job” und bekommt gleich eine Rückmeldung, ob das ganze erfolgreich verläuft. Je mehr Jobs man annimmt, desto bessere Waffen kann man sich kaufen. Später kommen höherqualifizierte Aufgaben hinzu wie Autodiebstahl, Drogenhandel und Überfall eines Geldtransporters.

Mobster World

Spielspaß okay, Grafik mies

Um an mehr Geld zu kommen und in der Gunst des Paten zu steigen, kann man gegen anderen Mafia-Clans kämpfen. Dazu braucht man über kurz oder lang aber die Hilfe anderer Mitspieler. Mobster World schlägt vor, weitere Twitter-Follower einzuladen, was die horrende Zahl der Direct Messages erklärt, die wohl nicht nur ich in den vergangenen Tagen bekommen habe. Dass das Spiel mittlerweile über 100.000 Mitspieler haben soll, darf man den Machern angesichts dieser Nachrichtenflut getrost glauben.

Sehen tut man von den Kämpfen übrigens nichts, und hören auch nicht. Noch dazu ist die Grafik schlicht und altbacken. Ich weiß nicht genau wieso, aber irgendwie erinnert sie mich an Online-Poker, nur dass Mobster World weit weniger aufregend ist. Ein bisschen Spaß macht das ganze nach einiger Zeit schon, weil Schwierigkeit und Zahl der Möglichkeiten im Laufe des Spiels steigen. Das einzige, was mir nicht gefällt, ist der Versand der Direct Messages an andere Twitterer, was dem Spiel den Charakter einer Spam-Schleuder gibt.

YuccaTree-Wertung: Mobster World
Grafik: 1/5
Sound: nicht vorhanden
Spielspaß: 3/5
Schwierigkeit: 1/5
Premium-Content: ja/nein
Gesamtwertung: 2/5

Und wer jetzt noch auf die Idee kommt, mich via Twitter in seinen Clan aufzunehmen, der kommt auf die schwarze Liste, die ich bald veröffentliche. Ich meine es ernst!

5 Gedanken zu „Mobster World: Echter Hype um mäßig spannendes Twitter-Spiel“

  1. Man sollte noch erwähnen, dass das Spiel per Default alle Aktivitäten des Spielers auf dessen Twitter-Account posted. Da ich anfangs einfach nur rumgeklickt und die “Settings” unbeachtet gelassen hatte, war mein Feed ratz-fatz vollgespammt. DMs scheint es – Gott sei Dank – nicht automatisiert versandt zu haben.

    Die Zugriffsberechtigung für MobsterWorld kann man bei Twitter unter “Settings” > “Connections” wieder rückgängig machen.

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