Kann das funktionieren? Schaltet Werbung und zahlt dafür was ihr wollt

Das Blog Alles2null hat kürzlich eine interessante Vermarktungsform vorgestellt: Werbung zum Wunschpreis. Gebucht hat bislang nur ein Kino-Blogger, der für vierzehn Tage 10 Euro zahlt. Das klingt nicht nach viel, ist aber auch nicht weniger als Google AdSense zahlen würde.

Einnahmen über Google AdSense sind und bleiben ein Witz: Wer nicht gerade sein ganzes Blog damit zukleistert und hofft, dass die Leser aus Versehen mal darauf klicken, der kann von den Einnahmen einmal im Monat seine Freundin ins Café einladen. Das war’s.

YuccaTree Post + hatte in den ersten drei Septemberwochen gut 30.000 Page Impressions, darunter 116 Klicks und Einnahmen über Adsense in Höhe von 16,19 Euro. Gut, da wäre sicher mehr möglich gewesen. Aber beim schmalen Grat zwischen zu viel und zu wenig Werbung, entscheiden wir uns generell lieber für Letzteres. Auch wenn man damit die Kosten nicht decken kann: Mit zwei Anzeigen à 10 Euro hätte man die AdSense-Einnahmen schon übertrumpft.

Haben Werbekunden genug Anstand, das Angebot nicht auszunutzen?

Mir gefällt also die Idee. Zwar hat Uwe von Alles2null damit erst einen Werbekunden gewonnen, aber der hat eben nicht nur 1 Cent gezahlt. Ist das ein Prinzip, das funktioniert? Lass den Kunden zahlen, was er will, und er wird schon Anstand genug haben, deine Gutmütigkeit nicht auszunutzen?

Ich bin sehr gespannt, ob noch weitere Interessenten auf das Angebot eingehen und wie viel die dann zahlen werden. Auch wir überarbeiten derzeit unser Werbekonzept, und ich könnte mir wahrlich schlechtere Finanzierungsmöglichkeiten vorstellen.

5 Gedanken zu „Kann das funktionieren? Schaltet Werbung und zahlt dafür was ihr wollt“

  1. Hallo Jürgen,
    vielen Dank dass du die Aktion hier ansprichst und verlinkst. Ich bin auch sehr gespannt, wie es sich weiter entwickelt.
    Werde dann nach gegebener Zeit gerne mal davon berichten…
    Grüße
    Uwe

  2. Für einen Blog ist das eine gute Möglichkeit, ganz billig ins Gespräch zu kommen. Schon deshalb war das Risiko hier ganz klein. Was alleine die Links im Rahmen der Blogposts auf anderen Websites wert sind, dürfte das zu einem Experiment machen, das sich in jedem Fall rechnet.

    Das nur nebenbei. Wichtiger: Für einen Blog kann sich so ein Experiment lohnen, die Werbung auf der Website einer großen Zeitung dürfte dagegen unter Wert gebucht werden.

    Im Falle des Blogs würde es dem Image eines Unternehmens, das für 1 Cent die Werbung buchen würde, schaden. Das würde den Vorteil der günstigen Werbefläche nicht aufwiegen.

    AdSense: Das sind aber wirklich geringe Einnahmen. Aus der Erfahrung mit meinen eigenen Projekten weiß ich, dass mit 30.000 PIs doch etwas mehr Geld zu verdienen ist. Die Stammleser kann man ja schonen, aber beim Suchmaschinen-Traffic muss man nicht so zurückhaltend sein, finde ich.

  3. Ja das ist nun äusserst Interessant. Gerade vor einigen Tagen, habe ich mir genau diese Gedanken gemacht. Ich betreibe ein Online Magazin für Schlagzeuger und da hatte ich auch schon Werbekunden, nur eben nicht viele und mittlerweile gar keine. Nun da macht man sich Gedanken darüber und fragt sich wie man das anders machen könnte. Habe mir auch schon was überlegt, einfach schon spontan mal gedacht: “Lass doch die Leute mal zahlen was Sie wollen”…. könnte ja klappen. Finde daher diese Idee gar nicht so schlecht.

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