Irgendwo hört’s auf: Social Community für die eigenen Sexabenteuer
09. September 2009 - Jürgen Vielmeier
Okay, jetzt reicht’s! Es gibt Social Communitys für Fotofreunde, Katzenliebhaber, Kleingartenzüchter, Lack-und-Leder-Fetischisten und wer weiß was noch alles. Was es offenbar noch nicht gab, will Bedspot nun erfunden haben: Ein Tool, mit dem man die eigenen Liebesabenteuer verwalten und bewerten kann, wie gut der Sex war. Wer gut im Bett ist, kann Punkte sammeln.
Nach einer kurzen Registrierung fordert Bedspot dazu auf, Infos über die Person anzulegen, mit der man gerade “in der Kiste” war. Vorname und Wohnort reichen, Alter ist nicht so wichtig. Bei “Typ” kann man wählen, ob der Partner/ die Partnerin europäisch, latino, asiatisch, südländisch, schwarz, arabisch oder indisch war.

Legt man ein Profil über eine Frau an, kann man noch die Körbchengröße auswählen, bei Männern die Penislänge von XS bis XXL. Im nächsten Fenster darf man ergänzen, wo und wann es passiert ist, wo Küssen, Vorspiel, Hauptakt und Nachspiel waren. War der Partner behaart, besoffen, gab es eine coole Anmache, Brustkneten? Wie war der Körpergeruch? Waren die Brüste echt? Kann ja sein, dass man das bei seinen zahlreichen Partnern jede Woche mal vergisst…
Zum Schluss kommen genaue Fragen zum Sex. Das Profil, einmal ausgefüllt, soll man dann allen Ernstes dem betreffenden Sexpartner zuschicken und es von ihm/ihr bewerten lassen. Bei guten Bewertungen gibt es sogenannte Bedspots für eine Art Punktesystem.

In den FAQ antwortet Bedspot auf die Frage, ob das ganze nicht verwerflich sei:
Nöö, kein Stück! Wir leben im 21 Jahrhundert und haben die Freiheit, offen und tolerant mit unser Sexualität umzugehen. Dazu gehört nicht nur, dass wir schlafen dürfen mit wem wir wollen, sondern auch, dass wir darüber Buch führen und es uns notieren dürfen. Und nichts anderes tut Bedspot. So weißt Du auch in 10 Jahren noch, mit wem Du es in jungen Jahren getrieben hast.
Tolerant? Buch führen?
Auf die Frage, was Bedspot eigentlich ist, heißt es:
BedSpot ist dein persönliches Verwaltungs-Tool für die schönste Nebensache der Welt. Oder ist es dir noch nie passiert, dass Du nach einigen Jahren einfach die Übersicht verlierst und die Namen deiner Partner vergisst?
Klare Antwort: Nein, das ist mir noch nicht passiert! Hat das überhaupt noch irgendwas mit Romantik und Gefühlen zu tun oder nur noch mit Bedürfnisbefriedigung? Soll das ganze irgendwie lustig gemeint sein?
Nennt mich altmodisch, nennt mich spießig, aber ich finde es gerade ziemlich traurig, dass es so etwas wie Bedspot gibt. Und von diesen ganzen Social Communitys habe ich jetzt langsam auch mal die Nase voll.






















Du bist altmodisch und spießig! :P
Absolut in Ordnung, Jürgen, Dein Kommentar zu Bedspot. Nein, das hat nichts mit Gefühlen und Romantik zu tun, da fehlt im Namen eher noch en “r”: Bedsport! All diese “Bett-Sportler”, die nach Ruhm gieren und ihre Gegner und Leistungen erfassen müssen, tun mir richtig Leid. Das hat nichts mit sozialen Netzwerken zu tun, ich halte das eher für asozial.
[...] This post was mentioned on Twitter by Florian Schiffer. Florian Schiffer said: Social Community Bedspots für die eigenen Sexabenteuer. http://j.mp/OyTfS – schon seltsam! [...]
Sehe das jetzt mal als großen, etwas kruden, Spaß an. Verwerflich würde ich es nicht nennen. Aber wer meint – ob on- oder offline – so etwas als Sport zu sehen und quasi ein Buch führen zu müssen hat eh das Beste verpasst.
es wird sich füllen wie blöd, mit Leuten die nichts im Leben auf die Reihe kriegen, ausser das … ;-)
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