Clever: AnyClip durchsucht Filme nach einzelnen Szenen

Für mich der eigentliche Sieger der Techcrunch 50: AnyClip will mit Hilfe von Video Tagging alle Kinofilme nach einzelnen Szenen durchsuchen lassen. Damit lässt sich zum Beispiel exakt die Stelle aufrufen, in der Batman den Joker endlich ins Jenseits befördert oder Kevin Costner mit dem Wolf tanzt.

“Mister Jones, Sie und isch, wir sind gar nischt so vörschiedön.” – Oft sind es einzelne Szenen, die einen Film besonders machen. AnyClip will Nutzern die Möglichkeit bieten, nach ihnen zu suchen. Damit kam das US-israelische Startup unter die ersten Fünf der Newcomer-Messe Techcrunch 50.

Noch sind die Informationen über die Firma sehr spärlich: Immerhin schon mehr als 20 Mitarbeiter arbeiten am Aufbau der Website und der Einpflege der Daten. Aber wie sich AnyClip mit den Filmgesellschaften einigen will, ist noch nicht klar. Ebenso ist noch offen, ob der Dienst die Nutzer in ganzen Filmen umherspringen lässt, oder ob die Szenen filettiert und wie auf YouTube stückweise abrufbar sind.

AnyClip
AnyClip auf der TV-Plattform Boxee.

Auf der Techcrunch 50 stellte AnyClip die Möglichkeit vor, bereits vorhandene Videos im Web zu taggen und via AnyClip suchen zu lassen. Das würde einen intensiven Zugriff auf qualitativ mehr oder weniger gute Bilder auf YouTube, Vimeo und DailyMotion bedeuten. Und das würde sich auf die Clips beschränken, die von den Rechte-Inhabern geduldet werden.

Vorausgesetzt AnyClip meistert all diese Herausforderungen, dann bin ich einer der ersten, der das Programm nutzt. Ich hoffe, meine Lieblingsszene aus “Unbreakable” wird dabei sein. Finanzieren will sich AnyClip übrigens über Werbung und Beteiligungen aus Links zu Shopping-Plattformen, wenn Nutzer die angebotenen DVDs kaufen.