Wonach die “lieben Kleinen” am häufigsten suchen: Sex auf Platz 4, Porn auf Platz 6

Kinder sind halt neugierig: Symantec hat eine Liste der 100 Suchbegriffe erstellt, die Kinder angeblich am häufigsten im Internet suchen. Ganz vorne landen YouTube, Google (aus welchem Grund man auch immer danach sucht) und Facebook. Aber auch schlüpfrige Begriffe stehen weit oben in der Liste.

So belegt der Suchbegriff “Sex” Platz 4 im Ranking, “Porn” platziert sich hinter MySpace aber noch vor Yahoo auf Rang 6. Der erste kindgerechte Suchbegriff, den Eltern sicher am liebsten sehen, ist “Fred” auf Platz 9, nach einer Comedy-Show auf YouTube, in der ein Teenager mit künstlich verstellter Kinderstimme spricht. Hannah-Montana-Star Miley Cyrus belegt Platz 15, das Plüschtier Webkinz Platz 16, Club Penguin Platz 22.

Die Top 10:

  1. YouTube
  2. Google
  3. Facebook
  4. Sex
  5. MySpace
  6. Porn
  7. Yahoo
  8. Michael Jackson
  9. Fred
  10. eBay

Die Charts lesen sich im Großen und Ganzen so, wie man es erwarten würde. Die Kids suchen hauptsächlich nach beliebten Websites, Filmen und Serien wie “Twilight” oder populären Stars wie Taylor Swift, Lil Wayne und auch Michael Jackson. Geht es um Aufklärung, finden sich in den Top 100 noch weitere – aber eigentlich harmose – Begriffe: Boobs (Platz 28), Pussy (Platz 72), Naked Girls (Platz 86), Naked/Nude (Plätze 88 und 89) und XXX (Platz 93).

Norton hat für die Statistik Suchbegriffe gezählt, die mit der eigenen Software OnlineFamily getrackt wurden. Eltern können diese Software installieren, um zu überprüfen, was ihre Kinder sich online anschauen. Wie alt die Kinder dabei sind, ob Grundschulalter, Pubertät oder Teenager, erklärt Norton leider nicht.

3 Gedanken zu „Wonach die “lieben Kleinen” am häufigsten suchen: Sex auf Platz 4, Porn auf Platz 6“

  1. Ich halte diese Meldung von OnlineFamily.Norton für einen riesen PR-Gag. Wenn man ins Kleingedruckte schaut, steht dort nämlich:

    *Aggregate search terms collected on an anonymous basis through OnlineFamily.Norton. Search terms cannot be associated by Symantec with a specific child, adult, or user account. All personal account information is kept completely separate from the monitoring and reporting functionalities of OnlineFamily.Norton.

    Das heißt? Die Urheber der Suchanfragen sind keinesfalls ausschließlich Kinder, sondern lediglich Nutzer eines PCs der die (Parental Control-(?))Software von OnlineFamily.Norton installiert hat. Es fehlt also nicht nur das Alter der “Kinder”, sondern eine Einschränkung auf Kinder überhaupt. Damit wird die ganze Zahlenlage, die sowieso keinen wissenschaftlichen Anspruch erhebt, zur Farce, auf jeden Fall ein guter Weg mehr Kunden zu kriegen.

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