Nokia rüstet weiter auf: Smartphone* N900 und mobiles Zahlungssystem “Money”

Sehr umtriebig in letzter Zeit: Nokia hat heute ein weiteres Smartphone mit Touchscreen und außerdem einen mobilen Bezahldienst vorgestellt. Beides birgt viel Überraschungs- und Erfolgspotenzial.

Wird allerhöchste Zeit, dass einmal jemand einen Sammelbegriff für “kleines Gerät mit Telefonfunktion und Touchscreen” einführt. “Smartphone” und “iPhone-Killer” treffen es nicht ganz genau. In letzter Zeit kursieren gleich mehrere Ausdrücke wie Crunchbook, Touchpad oder eben Booklet. Letzteres ist allerdings die Bezeichnung für Nokias neues Netbooks, also ein Zwischengerät zwischen Smartphone und Laptop.

Vor allem für mobile Internetseiten gedacht

Heute hat Nokia mit dem N900 ein weiteres “Smartphone*” vorgestellt. Es ist das erste Gerät mit dem Linux-Betriebssystem Maemo, das gerüchteweise bereits als Nachfolger des altgedienten Symbian gefeiert wurde. Tatsächlich will Nokia beide Systeme parallel weiterentwickeln.

* [Update, 28.8.09: Statt “Smartphone” stand hier ursprünglich ein anderer Begriff, den ich nicht mehr benutzen darf. Bitte tut das hier auf meinem Blog auch nicht. Die Kommentare hierzu habe ich deswegen geschlossen. Mehr über die Gründe erfahrt ihr hier.]

Das N900 hat einen Touchscreen, ist Multitasking-fähig, hat eine 5-Megapixel-Kamera, geht mit HSDPA und WLAN ins Netz und hat einen eingebauten 32-Gigabyte-Speicher. Nokia will das Gerät in einer Linie mit dem iPhone und dem HTC Touch pro mit Android etablieren. Es soll sich dank der Auflösung von 800×480 Pixeln besonders für die Darstellung mobiler Internetseiten eignen und im Oktober auf den Markt kommen. Die Zeit der Smartphones mit QWERTZ-Tastaturen ist in voller Blüte.

“Money”: Einfaches Überweisungssystem für Mobiltelefone

Nicht weniger interessant liest sich Nokias zweite Meldung des Tages: Die Finnen wollen zusammen mit Obopay und anderen Dienstleistern das Bezahlsystem “Money” auf den Markt bringen. Es soll Überweisungen direkt an Mobilfunknummern möglich machen, die über die Telefonrechnung abgerechnet werden. Das solle den Zahlungsverkehr einfacher machen und vielen Menschen in Entwicklungsländern erstmals einen Zugang zu Finanzdiensten ermöglichen. “Money” soll Anfang 2010 stufenweise eingeführt werden.