Mobile Web: Hohe Kosten schrecken Kunden ab. Bestes Beispiel: das iPhone

Das Consulting-Unternehmen Fittkau & Maaß will in einer Umfrage unter 120.000 Personen herausgefunden haben, dass sich die Nachfrage nach mobilem Internet in Grenzen hält. Das verwundert nicht wirklich, schaut man sich T-Mobiles jüngste Preiserhöhung beim iPhone 3GS an.

Laut der Studie haben 44 Prozent der deutschen Internetnutzer auch auf ihrem Mobiltelefon einen Internetzugang. Schon die Zahl halte ich für großen Quatsch, da man heute mit praktisch jedem Handy ins Internet gehen kann, und sei es nur über WAP. Die 44 Prozent sind also wahrscheinlich einfach nur diejenigen, die diese Funktion auf ihrem Handy entdeckt haben.

71 Prozent ist das Mobile Web schlicht zu teuer

Ferner wählt sich laut der Studie nur jeder Vierte im Schnitt einmal die Woche über sein Mobiltelefon ins Internet ein. Zwei Drittel verschicken oder empfangen hingegen täglich SMS-Nachrichten. Die Zahl derer, die planen, sich einen Internetzugang auf dem Handy zuzulegen, liege bei fünf Prozent, also sind kaum Steigerungen zu erwarten. Auch das ist Quatsch: Entweder hat man einen Internetzugang auf dem Handy oder eben nicht. Nachrüsten lässt sich das nicht, es sei denn man kauft sich ein neues Gerät.

Bitkom widerspricht der Studie von Fittkau & Maaß. Die Nutzung von Mobile Web nehme zu. Viele Nutzer würden indes gar nicht wissen, dass sie ins Internet gehen, wenn sie eine mobile Fahrplanauskunft benutzen oder ihre E-Mails abrufen. Interessant sind auf jeden Fall die Gründe für die Nichtnutzung, die Fittkau & Maaß ermittelte: 71 Prozent meiden das Mobile Web aufgrund der hohen Kosten; knapp 50 Prozent wegen der geringen Benutzerfreundlichkeit.

Passend dazu zieht T-Mobile die iPhone-Preise an

Und nun folgt der Sprung von der Studie in die Wirklichkeit: T-Mobile hat gestern neue Preise für das iPhone vorgestellt. Und die sind nicht etwa gefallen, wie man nach mittlerweile fast zwei Jahren auf dem Markt vermuten könnte, sondern noch gestiegen. In den Einsteigertarifen Complete XS und Complete 60 steigen die Gerätepreise für das iPhone 3GS um 30 bis 120 Euro, während die Monatstarife unverändert bleiben. T-Mobile begründet das damit, dass die bisherigen Preise nur ein Einführungsangebot gewesen seien – auch wenn davon bisher nie die Rede war.

Noch immer zahlt man also für den Kauf eines iPhones stattliche Summen. Das Gerät bleibt der finanziellen Elite vorbehalten. Und es sieht nicht so aus, als kämen die Preise auf absehbare Zeit ins Rutschen. Einziger Hoffnungsschimmer: T-Mobile begründet die Preiserhöhungen mit dem Auslaufen einer Abverkaufsunterstützung. Michael Friedrichs von Basic Thinking spekuliert, dass Apples Unterstützung damit aufgehört haben könnte. Naht damit ein Ende des Exklusiv-Verkaufs durch T-Mobile? Angesichts dieser Preispolitik wäre es dem Mobile Web und den auf Preisrutschen hoffenden Kunden wohl zu wünschen.

19 Gedanken zu „Mobile Web: Hohe Kosten schrecken Kunden ab. Bestes Beispiel: das iPhone“

  1. Ich gehöre auch zu den 71%. Gäbe es Tarife mit Konditionen vergleichbar mit DSL-Verträgen (günstiger Preis, echte Flatrate) wäre ich schon lange dabei. Aber dieses ganze “ab x MB/GB drosseln wird” oder “bei Überschreitung xx cent pro MB” vergeht einem ja die Lust da drauf

  2. Ich sehe hohe Preise nur dann, wenn das iPhone im Spiel ist. Bei O2 habe ich eine Flatrate für 8 Euro im Monat. Die Drosselung fängt bei 200 MB an. Dann geht es zwar langsamer, aber bitte, wen stört das? Der Unterschied zu UMTS ist nämlich nicht so groß. Zumindest in größeren Städten nicht, weil die UMTS-Bandbreite dort sowieso nie voll zur Verfügung steht. Zum Surfen, Mailen usw. reicht das allemal. Die mobiler Datenfunk soll schließlich kein Ersatz für einen stationären Anschluss sein.

  3. Eigentlich sollten sich die sog. “Flatrates” per Gesetz nicht so nennen dürfen, wenn Sie nicht wirklich Pauschal sind! Entweder werbe ich dafür, dass der Kunde “solange er will” im Internet surfen etc. kann – und das auch wirklich solange, wie ER selber will und v.a. WAS er will (keine Ausnahmen, wie VOIP und InstantMesseging zählt nicht dazu) – oder ich lasse es gleich bleiben… Alles andere ist Bauernfängerei… Und bei den Preisen wundert es wohl keinen, warum kein Mensch Video- Telefonie etc. benutzt… Tolle Technik, die meistens hier zu Lande gar nicht richtig ausreifen kann, weil sie Unsummen an Geld kostet, wenn man sie jeden Tag verwenden würde. Naja, die Anbieter sind selber Schuld, wenn Sie finanzielle Probleme haben – man muss ja Milliarden für UMTS-Netze usw. ausgeben und will die Kosten dann in 2 Tagen wieder gedeckt haben, wenn man nur teuer genug ist… Jeden Tag steht ein Dummer auf, den die Anbieter auch immer finden – allen Voran die “Terrorcom”. Schade nur, dass sich die Leute über die Preise beschweren und dann trotzdem die überteuerten Tarife bezahlen. Wie schnell die Preise doch auf einmal wieder sinken würden, wenn jeden Tag 1000 Kunden ihre Zusatz- Pakete kündigten… :)

  4. @Maze: Der Konsument kann den Anbieter wählen, der VOIP usw. zulässt. Ich sage mal “Change!”. Dann werden auch diejenigen Anbieter, die das blockieren umdenken. Nur leider sind die meisten Nutzer zu bequem, ihren Provider zu wechseln.

    Hast du eigentlich schon mal VOIP auf dem Mobiltelefon ausprobiert? Dauernde Aussetzer. VOIP ist beim derzeitigen Stand der Technik nur bei optimaler Bandbreite nutzbar. Ähnliches gilt für Videotelefonie. Dabei sollte man auch mal überlegen, ob überhaupt ein allgemeiner Bedarf für Videotelefonie zwischen zwei Personen besteht. Bei Konferenzen zwischen mehreren Teilnehmern möglicherweis. Dafür reicht mobil allerdings die Bandbreite nicht aus.

    Du forderst auf der einen Seite schnellen mobilen Internet-Zugang, um beispielsweise VOIP oder Videotelefonie zu betreiben, kritisierst aber gleichzeitig die Unternehmen, die die UMTS-Lizenzen gekauft haben, um dies überhaupt zu ermöglichen. Ich denke mal, dass T-Mobile & Co. sehr gerne nur 50 Euro für eine UMTS-Lizenz gezahlt hätten. Die immensen Kosten dafür müssen aber in bestimmten Zeiträumen wieder reingeholt werden, denn die Lizenzen müssen auch erneuert werden und gelten nicht für alle Ewigkeit. Würde man die Preise nicht entsprechend kalkulieren, wäre man ruckzuck insolvent und dann gibt es gar keinen mobilen Zugang mehr. Insofern ist deine Logik, “schnelle mobile Datenkommunikation zu geringen Preisen” zu fordern, unrealistisch.

  5. @Oma Hans: Du hast zwar Recht, dass die Telekom/T-Mobile noch immer an den immensen Investitionen der UMTS-Lizenzen leidet. Dabei darfst du aber nicht vergessen, dass Vodafone, O2 und Eplus die gleiche Summe bezahlt haben, aber trotzdem irgendwie dazu in der Lage sind, mobile Endgeräte zu niedrigeren Preisen anzubieten. Und wenn ich sehe, was die Telekom drüben im Bonner Süden und in Beuel an Geld für bauliche Maßnahmen verbrät, kann es ihnen so schlecht auch wieder nicht gehen. Also Insolvenz droht denen auf absehbare Zeit nicht, da geb ich dir Brief und Sigel drauf.

    Ich hab aber auch nichts gegen die Telekom im Allgemeinen, hab zum Beispiel schon nette Fußball- und Basketball-Live-Übertragungen dort im Hauptgebäude gesehen ;) und freue mich, dass sie den lokalen Basketball-Bundesligaverein finanziell unterstützen.

    Nur regt mich diese Exklusiv-Bindung des iPhones auf, von dem außer T-Mobile wirklich niemand profitiert, inzwischen nicht einmal mehr Apple, und die Kunden am wenigsten. Ich hoffe, mit dieser Gängelung ist bald Schluss!

  6. @Oma Hans

    Ja sicher kann er wählen, aber wie viele bieten das denn an, dass man wirklich alles nutzen kann? Ich kenne da keinen… Du? Das die Leute zu bequem sind wollte ich ja auch damit sagen.

    Hab’ ich schon mal probiert, weil ich neugierig war. Wegen dem schlechten Preis-/Leistungsverhältnis bzw. dem von Dir genannten Stand der Technik habe ich das allerdings gleich wieder sein lassen. Ich denke schon, dass das viele Menschen nutzen würden, wenn es denn funktionieren würde, wie man es sich vorstellt und keine 2 Euro pro Minute dafür zahlen muss.

    Ich kritisiere die Unternehmen, die damals die Lizenzen gekauft haben dahingehend, dass die Großkonzerne (Terrorcom usw.) gemeint haben, damit den großen Reibach machen zu können und sich gegenseitig mit absurden Summen überboten haben und dann jammern, dass kein Kunde die Gebühren zahlen will/kann, um die Kosten in kürzester Zeit wieder reinzuholen. Ermöglicht hätte UMTS auch durch mehrere kleinere Unternehmen werden können, die im Gegensatz zu den Großen vielleicht bereit gewesen wären, die grundlegende Technik weiter zu entwickeln – da macht doch heute kaum einer was, um die Bandbreite etc. zu verbessern. 50 Euro sind vielleicht überspitzt formuliert, aber wenn ihnen die Milliarden zu teuer waren, hätten sie es ja bleiben lassen können – es hätte sich mit absoluter Sicherheit auch jemand anderes gefunden, der die Lizenzen trotzdem kauft. Wenn man schlecht kalkuliert und sich übernimmt, ist man selber schuld – so ist das Leben nun mal. Ich kann kein Auto kaufen und damit fahren, wenn ich mir weder Benzin noch Steuern leisten kann. Ich habe keine “geringen Preise” gefordert, sondern angemessene – das ist ein Unterschied (zumal die Preise automatisch gering werden, wenn es genug Wettbewerb/Kunden usw. gibt, ganz einfache Prinzipien unsere Marktwirtschaft). Beispiel DSl- Flatrate: mich erinnere mich noch, dass die Standard- Flatrate der Terrorcom damals um die 70 Mark gekostet hat – und schau’ Dir jetzt mal an, was für “geringe” Preise kleinere Anbieter haben können, ohne Pleite zu gehen…

    @Jürgen Vielmeier:

    Die Telekom als Quasi- Monopolist hat meiner Meinung nach schon viel zu viel Mist gebaut, als dass ich nichts gegen sie haben könnte, weswegen ich auch nur von der Terrorcom spreche :) Haben die ein Glück, dass es noch so viele konservativ denkende Menschen gibt, die alle anderen Mitbewerber wegdenken und sich von der Bauernfängerei locken lassen – nicht, dass ich jemanden persönlich angreifen will! ;) Aber das geht beim iPhone los und hört bei “nur x Cent pro SMS von T-Mobile zu T-Mobile” auf… Obwohl Telekom und T-Mobile eigentlich als von einander getrennt zu betrachten sind.
    Diese Exklusiv- Bindung von Appel war ein Schlag ins Gesicht, wenn man doch bedenkt, dass gerade hier so viel Wert auf Individualität gelegt wird…

  7. @Jürgen Vielmeier: Wir haben über die Preise von mobilem Datenfunk gesprochen, nicht über die Preise von Endgeräten. Wenn man die Kalkulation der Anbieter im Bereich Vertrag mit Endgerät genau ansieht, wird man feststellen, dass die Endgerätepreise in etwa bei allen Anbietern gleich hoch sind. Es unterscheiden sich vielmehr die Kosten für die reine Kommunikation. Das kann jeder ausrechnen und entsprechend seinen Mobilffunkprovider auswählen. Freie Marktwirtschaft. Dazu kommt, dass man sehen muss, wer wann wie viel investiert hat. Um mal ein Beispiel zu nennen: T-Mobile und O2 haben nicht gleich viel in den Ausbau ihrer UMTS-Netze gesteckt. O2 hat zunächst das Netz von T-Mobile genutzt und erst später ein eigenes massiv aufgebaut, als die Preise für die Technik geringer waren. Kurz: Wer vorab in die Entwicklung investiert, muss seine Preise anders kalkulieren.

    Hinsichtlich des iPhones solltest du dich bei Apple beschweren, deren Konzept es ist, einen Anbieter in einem Land zu bedienen, um von den dann höheren Preisen zu profitieren. Apple erhält von den monatlichen Umsätzen eine Beteiligung. Auch das nennt man freie Marktwirtschaft. Unternehmen wollen eben Profit erwirtschaften.

  8. @Maze: “O2 can do!” Einfach mal die Verträge lesen.

    Der finanzielle Aufwand zum Aufbau eines UMTS-Netzes ist immens. Das schafft kein kleiner Anbieter. Im allgemeinen rentiert sich Mobilfunk auch nur über die Masse. Kleine Anbieter mit eigenem Netz kann es deshalb nicht geben. Du solltest auch Reseller, die das Netz der großen Anbieter nutzen, nicht mit eben diesen Netzanbietern vergleichen. Reseller haben keine Kosten durch Netzausbau, Wartung usw., sondern “mieten” nur Zugänge für ihre Kunden.

    Es wird nicht in Bandbreitenausbau durch die jetzigen Provider investiert? Hast du schon mal etwas von HSDPA, HSUPA oder HSOPA gehört? Anscheinend nicht…

    Nochmal: Endkundenpreise richten sich nach den Investitionen über eine bestimmte Zeitdauer. Du forderst Leistungen, die hohe Investitionen erfordern, möchtest diese als Kunde aber nicht bezahlen. Angemessen ist nicht, was der Kunde bestimmt, sondern die Investitionen vorgeben. Insofern ist deine Kritik an der 70 Mark Flatrate unbegründet. Das war damals sehr günstig. Die Mitbewerber hatten damals in etwa den gleichen Preis. Die heutigen günstigeren Preise kommen nicht allein dadurch zustande, dass etwa mehr Wettbewerb da ist, sondern deshalb, weil mehr Kunden dies zahlen und gleichzeitig die getätigten Investitionen beispielseise in den Netzausbau zurückgegangen sind.

    Um es mit deinen Worten zu sagen: Wenn jemandem etwas zu teuer ist und sich nicht leisten kann, dann soll er es lassen, denn “so ist das Leben nunmal”.

  9. @Oma Hans: Ich bin bei o2 :) Da ist das VOIP etc. auch nicht dabei und die Datenrate wird ab einer Menge X gedrosselt…

    Ich habe nicht von 1 kleinem Anbieter, sondern von mehreren geschrieben… Die Großen können ja nach wie vor dabei sein.

    Natürlich kenne ich die oben genannten Standards (neu ist HSDPA auch nicht sonderlich) – nur was nutzt es, ständig neue Standards zu schaffen, wenn die meisten Geräte diesen nicht “verstehen”!?

    Endkundenpreise richten sich nicht nur nach der Investition… Wobei “Investition” recht weitläufig ist. “Angemessen ist nicht, was der Kunde bestimmt” ==> Du arbeitest nicht zufällig für die Terrorcom? ^^ Klar kann ich die Preise alt Unternehmen bestimmen und sie für “angemessen” halten, ich z.B. 10 Euro pro Minute verlangen muss, um mir mein Millionengehalt zu sichern…

    Das mit den 70 Mark war keine Kritik, sondern eine Feststellung… Die günstigen Preise kommen durch Wettbewerb zu stande, um viele Kunden zu bekommen und so den Preis zu halten – die Terrorcom macht das meistens anders rum: viele Kunden billig ködern, an sich durch Quasi- Monopole binden und dann die Preise erhöhen… Aber solange man sich das gefallen lässt, ist das Leben nunmal so :)

    Aber komisch: oben schreibst Du vom Netzausbau und unten dann von gesunkenen Investitionen für den Netzausbau… Wie geht denn das? ;)

  10. @Maze: Du hast Recht, das gilt anscheinend nur für Geschäftskunden bei O2. Ich bin einer.

    Würde ich auf O2 hinweisen, wenn ich bei T-Mobile arbeiten würde?

    Einmal bezog sich der Netzausbau auf DSL und einmal auf Mobilfunk. Ein großer Unterschied. Beim “normalen” DSL-Ausbau gehen die Investitionen zurück, beim Mobilfunk nicht. Ich sehe da keinen Widerspruch.

    Wenn du HSDPA usw. kennst, dann war dein Hinweis, die Provider würden nichts für den Ausbau tun, unbedacht. Das alte “Gurken” diese neuen Standards nicht verstehen, ist wohl normal, hat aber mit der Diskussion gar nichts zu tun.

    Kleinere Netzbetreiber gibt es nicht. Es sei denn, du siehst O2 und eplus als klein an, was angesichts der eigentlichen Konsortien, die hinter diesen Unternehmen stehen, falsch wäre. Alle anderen “Kleinen” sind in D reine Reseller ohne eigenes Netz.

    Ich bin Hochschuldozent und habe zusätzlich ein eigenes Unternehmen. Ich weiß, wie ich Preise kalkulieren muss. Selbstverständlich möchten alle Kunden möglichst wenig bezahlen. Besonders Endverbraucher, die lediglich als Angestellte arbeiten, haben nur wenig Vorstellung davon, wie ein Endpreis kalkuliert werden muss. Sie sehen nur ihr eigenes Nettogehalt und errechnen daraus, was Produkte ihrer Meinung nach kosten dürften. So funktioniert das aber nicht. Wer als Unternehmer bei der Kalkulation des Endpreises Fehler macht, hat verloren und kann im ungünstigen Fall seinen Laden dicht machen und seine Investitionen (im negativen Sinne) abschreiben. Es geht nämlich nicht nur darum, sein eigenes “Millionengehalt” zu sichern, sondern auch das Gehalt von Mitarbeitern, für die man eine gewisse Verantwortung trägt.

    Selbstverständlich muss bei der Kalkulation berücksichtigt werden, was der Endverbraucher bezahlen kann. Aber der Endpreis wird für alle Produkte, für die es eine Nachfrage gibt, immer am oberen Ende angesiedelt sein, solange die Mitbewerber das gleiche Produkt nicht deutlich günstiger anbieten und somit dazu zwingen, eine geringe Marge in Kauf zu nehmen.

    Hinsichtlich T-Mobils muss ich dir widersprechen: T-Mobile besitzt kein Monopol. Auch kein Quasi-Monopol. Letzteres gibt es nicht. Entweder es ist ein Monopol oder es ist keines. T-Mobile bietet lediglich exklusiv ein Produkt eines Herstellers (bspw. Apple) an. Das ist in einer freien Marktwirtschaft gängig. Jeder Hersteller hat das Recht, die Vertriebsform zu wählen, die er für angemessen hält und den größten Profit verspricht.

    Ich sehe nicht, wo T-Mobile die Kunden billig geködert hat. Meine persönliche Preiskalkulation bei der Wahl meines Mobilfunkproviders bei gleichzeitiger Berücksichtigung des Endgerätes hat ergeben, dass mir das iPhone zu teuer ist. Dann kaufe ich es eben einfach nicht. Vor dem Kauf ist schließlich klar, was monatlich über die Laufzeit bezahlt werden muss. Wenn Menschen erst hinterher bemerken, dass ihnen das zu teuer ist, dann ist es ihre eigene Schuld. Nach 24 Monaten sind sie aber keinesfalls gezwungen, ihren Vertrag zu teureren Konditionen zu verlängern, sondern können sich einen günstigeren anderen Anbieter auswählen. Bisher habe ich die Erfahrung gemacht, dass man als Kunde immer gewisse Rabatte bekommt, wenn man bei seinem Provider bleibt.

    Das Prinzip der günstigen Einstiegspreise gilt nicht nur für T-Mobile, sondern für nahezu alle Unternehmen in allen Branchen.

  11. @Oma Hans
    Achso, ja dann sollte ich mir das für Geschäftskunden doch mal genauer anschauen… Wobei im Hinblick auf diese Diskussion angemerkt werden müsste, dass wohl die wenigsten Leute, die eine mobile Internet- Flatrate haben, den Tarif für Selbstständige etc. wählen können/dürfen (da muss man sicher seinen Gewerbeschein oder so vorlegen, nehme ich an!?).

    Ok, das mit dem Netzausbau hatte ich nur auf Mobilfunk bezogen, war ein Denkfehler (und auch das mit der Arbeit für die Terrorcom und o2 – stand ja weit auseinander ;)).

    Ausbau schön und gut, nur kann ich auch sagen “wir bauen aus”, wenn ich in der Innenstadt von München oder Berlin ein paar zusätzliche Funkmasten aufstelle, während die Menschen “abseits vom Schuss” noch nicht mal mit dem Handy telefonieren können oder DSL haben… Ich sage nur “weiße Flecken” – um die sich Vodafone jetzt angeblich kümmern will… Alte “Gurken” ist auch so eine Sache – das erste iPhone ist wohl sicher noch keine alte “Gurke” und hat noch nicht mal UMTS gehabt.

    Tja, wegen den Großkonzernen kann es ja im Prinzip keine kleinen Anbieter geben – die werden ja im Keim erstickt… Oder zahlen dann kräftig an die Großen (ich will nicht wissen, was o2 früher wegen der Nutzung vom T-Mobile Netz zahlen hat müssen).

    Ich habe ja mit keinem Wort gesagt, dass Du unfähig zur Preiskalkulation wärst ;) Ich bin auch selbstständig – und ja, leider denken die meisten Verbraucher so, wie Du es beschrieben hast… Gehälter bzw. Arbeitsplätze sichern ist wichtig, klar – die Terrorcom baut laufend Mist und setzt Arbeitskräfte frei, weil ihnen angeblich die Kunden weglaufen würden (warum wohl…).

    Ich habe ja nicht gesagt, dass T-Mobile ein Monopolist ist – wegen meiner eben ein Oligopolist, spielt ja auch hier keine große Rolle. Außerdem ging es in dem obigen Abschnitt (Quasi- Monopol) um DSL – bis vor einiger Zeit baruchte man einen Telekom- Anschluss, um DSL zu bekommen, wenn das kein Monopol war, was denn dann!? Wie praktisch ist es doch dann, wenn man zig millionen Haushalte in Deutschland schon mal wegen dem Festnetzanschluss an der Hand hat, um sie dann mit Werbung bei der Telefonrechnung zu überzeugen, auch mobil mit ihnen zu telefonieren (klar kann man jetzt wieder sagen, dass das jeder selber entscheiden kann usw.), zumal die wenigsten Standard- Verbrauchen wissen, dass die Telekom im Prinzip fast gar nichts mit T-Mobile zu tun hat (hauptsache das magentafarbene T ist drauf).

    Das mit dem Ködern kann ich Dir schon sagen: ein bekannter hat sich damals sofort das iPhone (ich glaube, ohne Vertrag) geholt und ein Internet- Paket dazu gebucht, mit der Aussage des Verkäufers, dass dieses Paket natürlich auch für das iPhone gilt und geht. Kurz darauf hat man bei T-Mobile festgestellt, dass Die Leute sich zwar das iPhone kaufen, aber nicht den teueren Vertrag abschließen. Also sperrte man dieses Paket von einen Tag auf den anderen für das iPhone – die leute haben jetzt zwar das tolle Paket am Hals und können (auf dem Papier) solange sie wollen im Internet surfen, nur leider ohne das iPhone. Natürlich wollte man bei T-Mobile nichts mehr davon wissen, dass man einige Tage zuvor gesagt hat, dass das Paket mit dem iPhone sicher geht… Gut, man könnte an diesem Beispiel wieder bemängeln, dass das nicht der originale iPhone- Vertrag war – aber das ist dennoch eine Tatsache und ein Beispiel dafür, wie T-Mobile die Kunden ködert und dann abzockt.

    Sicher gibt es Leute, die sich den Vertrag nicht richtig durchlesen und sich dann beschweren, nur grenzt es eben in meinen Augen schon an Betrug, den Menschen eine Flatrate vorzugaukeln, die keine ist (und da sind die Anbieter fast alle gleich). Das mit dem Wechsel nach 24 Monaten ist natürlich richtig, nur werden die Preise und Produkte auch während der Laufzeit verändert, was mir z.B. auch schon bei o2 passiert ist (das Surf- & Email- Pack wurde bei mir bzw. allen anderen Kunden einfach durch das Internet- Pack M ersetzt, zwar mit 50% Rabatt, aber von der einstigen Flatrate blieben dann nur noch 200 Mb pro Monat übrig) und ich es damals erst gar nicht gemerkt habe.

  12. @Maze: Ich hatte angenommen, dass die VOIP-Nutzung mittlerweile auch für Consumer möglich wäre. Jedenfalls hatte das der CEO von O2, Rene Schuster im Juli angekündigt. Insofern war das ein Fehler, den ich gerne eingestehe.

    Das erste iPhone kam ohne UMTS. Das wurde in jedem Magazin, das es getestet hat, bemängelt, weil es nicht auf der Höhe der Zeit war. Wer es dann trotzdem gekauft hat, nur um “hipp” zu sein, hat eben eine falsche Wahl getroffen. Ein Gerät, das zwei Jahre alt ist, würde ich als alt bezeichnen, da es mittlerweile zwei Nachfolgegeräte gibt.

    Wenn mich nicht alles täuscht, wurde das iPhone von Anfang zusammen mit einem Tarif verkauft, der darauf abgestimmt war. Die Wahl eines anderen Tarifs, der plötzlich günstige Verbindungen ermöglicht, wäre absurd. Das sollte einem schon der gesunde Menschenverstand sagen. Der Verkäufer, der einen zusätzlichen Tarif angeboten hat, hatte einfach keine Ahnung oder wollte seine eigene Provision erhöhen. Das ist aber eine andere Sache, als einem Unternehmen absichtlich “Abzocke” zu unterstellen.

    Das Surf&Mail Paket war laut Nutzungsbedingungen ausschließlich für WAP gedacht. Man konnte es aber auch anderweitig nutzen, um beispielsweise das WWW zu nutzen oder für Downloads. War klar, dass O2 eine Notbremse ziehen musste, wenn der Traffic durch unrechtmäßigen Gebrauch ausufert. Unrechtmäßiger Gebrauch ist eben ein Kündigungsgrund. Ich möchte mal wissen, wie viele WAP-Seiten bei einem Volumen von 200 MB aufgerufen werden können. Ich denke mal eine ganze Menge und das man das Limit von 200 MB im WAP-Bereich nur mit absoluter Mühe überschreiten kann. Insofern hatten Nutzer, die WAP-Seiten ansurfen wollten, durch die Umstellung keinen Verlust, sondern eher einen Gewinn, da sie nun legal im WWW surfen konnten.
    Der Begriff der Flatrate wird häufig missverstanden. Flatrate bedeutet lediglich, dass man einen Pauschaltarif für eine bestimmte Leistung zahlt. Der Begriff bedeutet aber nicht, dass diese Leistung unlimitiert sein muss.

    Anscheinend ist es immer noch nicht deutlich geworden: Es kann keine kleinen Netzanbieter im Mobilfunkgeschäft geben. Wie stellst du dir das vor? Dass Herr Meier zur Bank geht und sagt, dass er ein Mobilfunknetz aufbauen möchte und dafür ein paar Milliarden Euro braucht? Hmm…

    Unternehmen sind nicht von der Wohlfahrt. Sie wollen Profit erwirtschaften. Das mag vielleicht nicht sonderlich “toll” sein, ist aber so. Da ist es wichtiger, einen Mobilfunkmast dort hinzustellen, wo er benötigt wird und Geld einbringt, statt ihn dort hinzustellen, wo zwei Leute für 1,20 im Monat mobil telefonieren.

    Die weißen Flecken, von denen du sprichst, werden auch nur deshalb angegangen, weil das aus dem Bundeshaushalt gesponsort wird.

  13. @Oma Hans
    Wann etwas alt ist, muss jeder für sich selbst entscheiden – die Nachfolgegeräte mussten ja kommen, eben weil man die eigentlich altbackene Technik belächelt hat…

    Wie gesagt, wie das damals war, weiß ich nicht mehr. Ich glaube, er hat seinen alten Vertrag verwendet und das neue iPhone gekauft – an einen zufälligen Fehler vom Verkäufer glaube ich nicht, da dieses Internet- Paket eben vorm iPhone angeboten und erst danach verändert wurde, das hat nichts damit zu tun, dass man meint “hach was bin ich schlau und T-Mobile doof, ich hol’ mir diesen Vertrag und trickse so alle aus”.

    Wie Du jetzt beim Surf&Email- Pack auf illegal kommst, ist mir schleierhaft – davon war doch gar nicht die Rede, das man das umgehen und “missbrauchen” konnte. Ich habe dieses Vertrag bzw. Paket abgeschlossen, um nicht ständig mitrechnen zu müssen, ob mein Freivolumen noch ausreicht oder nicht – so wurde schließlich geworben! Und ich kann dann nicht alle Kunden für einen Teil bestrafen, der eine Lücke ausnutzt, für die ich als Anbieter selber schuld bin… Das wär schön, wenn ich einen Vertrag im Nachhinein so anpassen könnte wie ich wollte, wenn ich bemerke, dass da was für mich nicht ganz so gut läuft… Da möchte ich o2 sehen, wenn ich 1000 Euro vertelefoniere und dann sage “huch, da habe ich wohl nicht aufgelegt, naja macht nichts, mein Fehler – zah’ ich halt einfach nicht”.

    Flatrate = Pauschale, stimmt: ich zahle für eine Leistung einmalig und kann sie so oft nutzen, wie ich möchte. Das weiß auch Wikipedia:
    “Als Pauschaltarif bezeichnet man die Abrechnung einer Leistung zu einem festen Preis, unabhängig von der tatsächlichen Dauer oder Häufigkeit der Nutzung.”
    Und wenn ich groß damit werbe, dass mein Kunde “solange und so oft” er will im Internet surfen darf, dann kann ich nicht 5 Seiten weiter im Vertrag ganz klein hinschreiben “wenn Du unserer Meinung nach zu viel im Internet bist, dann machen wir das halt viel langsamer – dann vergeht es Dir schon wieder”. Ich finde das unsäglich…

    Ich rede nicht von Herrn Meier der zur Bank rennt und meint, er will sein eigenes Netz haben… Darum geht es hier ja auch nicht, sondern um die Kosten usw. (Naja, da fällt mir eine Frau S. ein, die ihr kleines Unternehmen vergrößern und einen Großkonzern aufkaufen wollte – die hat bei der Bank auch ihre Milliarden bekommen – soll es Herr Meier doch auch mal probieren?! ;))

    Meine Güte, ich habe mit keinem Wort gesagt, dass die Anbieter alles verschenken sollen – ich sage immer genau die gleichen Worte: Ein Wirtschaftsunternehmen ist kein Wohlfahrstunternehmen!

    Naja, hinter den weißen Flecken sind u.a. auch Unternehmen in Industriegebieten usw… Nicht nur Bauern in der Einöde.

  14. @Maze: Ich kenne kein Unternehmen, dass sich an einem Ort ansiedeln würde, an dem keine Kommunikationsmöglichkeiten existieren…

    Ich habe nirgends erwähnt, dass den Anschein erwecken könnte, dass ich dir unterstelle, dass Unternehmen etwas verschenken sollen. Wenn ein Unternehmen jedoch Investitionen tätigt, die erst in vielen Jahren oder potenziell nie wieder reinkommen, dann ist es schon so, als würden sie etwas verschenken.

    Du hast von kleinen Unternehmen gesprochen, die ein Mobilfunknetz aufbauen können. Du sagst, das geht. Ich sage, das geht nicht, weil dazu die finanziellen Möglichkeiten nicht ausreichen, weil dafür die organisatorischen Möglichkeiten nicht ausreichen und weil das technische Know-How nicht ausreicht. Kleine Unternehmen können soetwas nicht schultern. Mal abgesehen davon wäre das Unternehmen in dem Moment, wo es das könnte, ohnehin nicht mehr “klein”.

    Wenn du nicht weißt, wie es damals mit dem iPhone-Vertrag war, dann kannst du es auch nicht als Beispiel für “Abzocke” anbringen.

    Das Surf&Mail Paket galt ausschließlich für WAP-Nutzung. Für nichts anderes. Wenn jemand es für etwas anderes nutzt, ist es vertragswidrig und der Vertrag kann gekündigt werden. Fertig. Mehr als 200 MB WAP-Nutzung pro Monat sind sehr unwahrscheinlich, da das WAP-Angebot allgemein sehr übersichtlich ist. Kunden, die nur WAP genutzt haben, werden daher in dem Limit von 200 MB geblieben sein. Für sie war die Umstellung auf Paket M also bedeutungslos. Wenn O2 damit eine Vertragsverletzung begangen hätte, dann hätte man juristisch dagegen vorgehen können. Hat das einer getan? Vermutlich nicht. Ich denke mal, dass es juristisch ok war.

    Wo ist eigentlich dein Problem? Du kannst mit einer Mobilfunk-Flatrate solange und sooft surfen, wie du willst. Die Werbung stimmt. Die Leistung darf aber eingeschränkt sein. Man liest vorher den Vertrag inklusive Kleingedrucktem und weiß, worauf man sich einlässt. Wer einfach so alles unterschreibt, weil er glaubt, dass in dem Vertrag drinsteht, was man sich erhofft, ist eben etwas gutgläubig.

  15. @Oma Hans
    Ich habe lange Zeit in einer Kleinstadt (50.000 Einwohner) gelebt – dort gibt es im Industriegebiet Firmen, die Dir und den meisten anderen Menschen sehr bekannt sein müssten (ohne jetzt Namen nennen zu wollen, weil das mit dem Thema hier wirklich nichts zu tun hat und ich das nicht für Werbung missbrauchen will), aber trotzdem keine oder nur extrem schlechte Breitbandverbindung… Die teilen sich oft eine aus ISDN zusammengebauten Internetzugang! Schon klar, dass Großkonzerne beste Versorgung haben. Außerdem muss sich vll. ein Unternehmen auch in solchen Regionen niederlassen, wo es zwar kein Internet etc. gibt, weil dort der Rohstoff ist?!?

    Ich bin davon überzeugt, dass ein kleines Unternehmen theoretisch ein Mobilfunknetz aufbauen könnte – vielleicht kein deutschlandweites, aber sicher ein regionales (z.B. innerhalb einer Großstadt oder für einen Landkreis) Netz. Das mit dem Fachwissen (“Know-How”) ist wohl zwangsläufig nicht auf die Größe des Unternehmens zurückzuführen! Hat ein Großkonzern das weltweit am meisten genutzte PC- Betriebssystem erfunden? Eben: Nein. Es scheitert höchstens am Geld – nicht am Fachwissen und nicht an der Organisation!

    Ob der Vertrag beim iPhone dabei war oder nicht spielt keine Rolle – die haben den Leuten das Paket aufgeschwatzt und dann geändert, ohne Vorwarnung. Das ist sehr wohl ein Beispiel.

    Du redest ständig von Vertragsverletzung und illegaler Nutzung – warum? Das war mit keinem Wort die Rede. Außerdem wurde der Vertrag bzw. das Paket nicht gekündigt, sondern einfach verändert (ob das gut oder schlecht ist, ist was anderes). Was Du als unwahrscheinlich erachtest und was nicht, spielt keine Rolle – vielleicht hat jemand mehr als 200 Mb im Monat, und der steht dann da und schaut recht dumm, wenn die Rechnung kommt. Vielleicht war es juristisch ok, weil o2 ein großes Unternehmen ist und genug Rechtsverdreher hat, um die paar Klage mit einem Vergleich abzuspeisen. Kein Mensch klagt wegen solcher Lapalien. Es mag juristisch ok sein oder auch nicht – moralisch gesehen sieht das anders aus.

    Ja super, dann kann ich nach einer Zeit oder Menge X zwar noch im Internet surfen, aber wie halt… Ab und an wurde die Datenmenge ab X Mb wieder kostenpflichtig, vielleicht wurde das ja inzwischen von den meisten geändert. Man könnte jetzt einen Querverweis auf die tolle Telefon- Flatrate für das Festnetz der Terrorcom machen, die den Kunden kündigt, weil sie zu viel telefoniert haben und als Vorwand bringt, dass man das gewerblich nutzt, aber das hat ja mit dem eigentlichen Thema wenig zu tun.

    Übrigens ist das mein letzter Post zu diesem Thema, weil ich denke, dass uns diese Debatte nicht mehr weiter bringt. Du hast, und das meine ich nicht böse oder beleidigend, teils sehr konservative Ansichten, an denen Du festhältst (“das geht nicht” und fertig)…

    Trotzdem bedanke ich mich für die – mittlerweile recht ausgiebige und lange – Debatte mit Dir, die inzwischen um die 4000 Wörter hat! :)

    Beste Grüße und schönen Abend noch!

    Maze

  16. @Maze: Unternehmen, die einen breitbandigen Internet-Anschluss benötigen, siedeln sich nicht dort an, wo ein solcher nicht möglich ist. In Thüringen, wo es vergleichsweise viele DSL-freie Zonen gibt, gibt es meines Wissens die von dir angeführte Rohstoffabhängigkeit nicht. Sollten Unternehmen erst später bemerken, dass sie einen solchen Anschluss benötigen, müssen sie eben umziehen. Man kann nicht erwarten, dass ein Telekommunikationsunternehmen Investitionen von einigen hunderttausend Euro tätigt, um einzelne Unternehmen auf dem Lande zu bedienen, die dort hingezogen sind, weil die Ansiedlung dort billig war. Die Investitionen der TKs müssen dann nämlich alle bezahlen und dann wärst du wieder einer der ersten, der sich über eine Preiserhöhung der “Großkonzerne” aufregt. Um in diesen ohnehin strukturschwachen Gegenden, trotzdem Unternehmen anzusiedeln oder zu halten, gibt es zur Förderung des breitbandigen Anschlusses Hilfen aus dem Bundeshaushalt. Ich denke, das ist schon eine ganze Menge.

    Der Aufbau eines regionalen Mobilfunknetzes ist weder theoretisch noch praktisch möglich, weil die Frequenzen nicht regional vergeben werden. Den Investitionsbedarf zum Aufbau eines Mobilfunknetzes mit der Entwicklung eines Betriebssystems vor etwa 25 Jahren zu vergleichen, meinst du hoffentlich nicht ernst… Um ausreichende Finanzmittel zu bekommen, muss man zunächst organisatorische und technische Voraussetzungen vorweisen. Ich bin davon ausgegangen, dass dieser offensichtliche Zusammenhang klar sein dürfte. Insofern hat es seine Berechtigung, wenn ich schreibe, dass das “nicht geht”.

    Es ging darum, ob die Kündigung der Verträge (das waren keine heimlichen Vertragsänderungen, sondern jeder Kunde wurde darüber verständigt) ok war. Ich habe mir das nicht ausgedacht, sondern dir den damaligen Grund dargelegt, warum die Verträge gekündigt wurden. Das mag dir nicht passen, ist aber legitim. Mich beschleicht ein wenig das Gefühl, dass du selbst nicht wusstest, dass das Surf&Mail Paket auf WAP-Nutzung (ja, auch WAP-E-Mail!) beschränkt war. Dann hast du möglicherweise genau zu denen gehört, die es vertragswidrig genutzt haben. Da braucht man gar kein Recht zu verdrehen. Und du regst dich trotzdem darüber auf, dass dir gekündigt wurde…

    Vielleicht noch etwas zum “Schluss” der Debatte: Es gehört zu einer Diskussion, Argumente auszutauschen, die den anderen überzeugen könnten. Du hast Argumente geliefert, die mit der Realität wenig zu tun haben, sondern eher ideologisch begründet sind. Selbst bei deinen Fallbeispiele, die möglicherweise Einzelfälle waren, wusstest du den genauen Verlauf nicht. Ohne die genauen Hintergründe fällt aber eine realistische Einschätzung einer Sachlage schwer oder ist sogar unmöglich. Du solltest daher auch nicht eine realistische Denkweise mit einer konservativen Denkweise verwechseln.

  17. Hallo,

    ich bin Base Kunde und habe eine Internet”flat” für mein Handy. Für 10 Euro im Monat kann ich 250MB abrufen, bevor gedrosselt wird. Klingt wenig, aber mit Fahrplan/E-Mail/Wikipedia/Nachrichten knackt man dieses Limit nicht. Hätte ich die Flat nicht, müsste ich pro MB SECHS Euro, ja, 6 € zahlen. Base als Produkt v.a. für Studenten und junge Leute zeigt also prima, wie man Kunden selbst von einer Testnutzung abhalten kann, die vllt zu einer Dauernutzung führen könnte.
    Desweiteren möchte ich bemängeln, dass die Einrichtung von Internet auf den Handys oft eine Kür darstellt. Führt der Provider das Modell nciht in seinem Verzeichnis, kann er keine Konfigurationssms versenden. Der Käufer steht somit oft überfordert da.

  18. Wie ich in einem der obigen Posts schon angekündigt hatte: O2 ermöglicht ab heute VOIP.

  19. Ich denke bei vielen liegt die Abneigung daran, dass sie sich nicht richtig infromieren.
    Insgesamt wird es laufen wie mit dem mobil telefonierne, oder dem Compuer an sich: Anfangs meckern all, dass es teuer ist und keiner es braucht und hintehrer haben es die meisten und wollen auch nicht drauf verzichten.

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