Xing öffnet sich für Social Apps, will kein zweites Facebook werden

Xing startet heute Nachmittag um 16 Uhr eine neue App-Plattform für Social Business. Dabei soll es vor allem um Collaboration Tools gehen, also Anwendungen, mit denen Mitarbeiter von verschiedenen Orten aus gemeinsam arbeiten können. DW-World, Welt und WallStreet Online sollen Nachrichtenticker liefern.

Insgesamt 16 Apps sind in der Startphase mit an Bord. Darunter sind die bereits aus dem Web bekannten Tools Doodle und Tungle.me für Terminkoordination, sowie Huddle Workspaces als virtueller Arbeitsraum, MindMeister als Mindmapping-Tool und Zcope für Projektmanagement. Ebenfalls mit dabei sind die bereits im Mai vorgestellten Apps “Xing News” und “Xing Mitglieder fragen”. Xing setzt bei den Apps auf das Tool Open Social und auf verschlüsselten Zugang.

Xing Partner Apps
Xings Open-Social-Partner in der ersten Runde

Mit diesen Tools positioniert sich Xing neben dem Konkurrenten LinkedIn noch einmal deutlich als Karriere-Netzwerk – und grenzt sich damit klar von Facebook ab. Keine Mafia-Kämpfe, keine Werwolfjagden, keine Psychotests, wie lange man gegen Chuck Norris bestehen kann oder welche Spongebob-Figur man am liebsten wäre.

Fokus auf Deutschland und Europa offensichtlich

Xing setzt auf Business und behält die Kontrolle darüber, welche Apps in den Bauchladen kommen. Das ist zwar nicht so flippig aber doch deutlich angenehmer als bei Facebook. Unter dem neuen Chef Stefan Groß-Selbeck scheint Xing den richtigen Weg einzuschlagen – und die Verfolgungsjagd hinter LinkedIn und (zumindest technisch gesehen) Facebook aufzunehmen.

Der Abstand ist allerdings noch weit: LinkedIn hat bereits im Oktober vergangenen Jahres erste Apps vorgestellt. Außerdem fällt mit den Partnerschaften mit Welt Online, Sueddeutsche.de und Deutsche Welle auf, dass Xing wie bisher vornehmlich an deutsches Publikum richtet. Nach dem Quasi-Rückzug aus China und den USA scheint sich Xing mit dem europäischen Markt zu begnügen und LinkedIn den lukrativeren, weltweiten Markt zu überlassen. So oder so hat Xing jetzt wenigstens den Anfang gemacht; weitere Apps sollen in Kürze folgen.

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