Wochenendumfrage: Würdet ihr für Webnachrichten zahlen?
18. Juli 2009 - Jürgen Vielmeier
Vielerorts wird derzeit über ein Ende des Kostenlos-Webs diskutiert. Bezahlte Inhalte werden wohl schon bald auf den meisten US-Nachrichtenwebsites eingeführt und dann über kurz oder lang vielleicht auch in Deutschland. Wärt ihr bereit, für gute Inhalte etwas zu zahlen? Und wenn ja, mit welchem Modell könntet ihr euch am ehesten anfreunden?
Wir haben hierzu wieder eine Wochenendumfrage vorbereitet und wollen wie immer eure Meinung wissen. Eine Übersicht über mögliche Modelle haben wir gestern hier vorgestellt. Stimmt mit ab und hinterlasst eure Meinung hier als Kommentar, auf Twitter, Facebook oder Friendfeed.




Für ganz alltägliche Nachrichten möchte ich nichts zahlen, und irgend welche Seiten Geld für diese news verlangen würden, würde ich mir die Informationen einfach von einer anderen Seite holen.
Bei ganz speziellen (Fach-)Informationen wäre ich schon eher bereit etwas zu zahlen. Allerdings nicht pro Beitrag X-Euro, sondern eher als Abbonement (1x zahlen, 1Jahr lang zu diesem Thema Informationen erhalten oder so)
Dieser Preis sollte allerdings nicht zu hoch liegen, sonst würden sie sich ins eigene Fleisch schneiden, weil keiner mehr die Artikel kauft.
Aber kostenlos bevorzuge ich natürlich trotzdem!
die solln es ja mal versuchen,,, einen text zu kopieren und anderswo on zu stellen ist so einfach und gang und gebe, oder die nachricht umschreiben und in sein eigenen blog posten ist ja wohl auch keine kunst, daher sehe ich schwarz für bezahl-news
Nein, würd ich nie machen. Schließlich ist das einer der Größten Vorteile von Webnachrichten – sie sind kostenlos.
Das kommt ganz drauf an. Viele Blogs bieten mir einen hohen Mehrwert, was meine tägliche Information angeht, deshalb schließe ich mal “paid Content” nicht aus. Wie meine Vorredner schon festgestellt haben, für das sture kopieren von Nachrichten, die man auf zig Plattformen in der selben Form vor findet, wird schätzungsweise niemand zahlen.
Der Freitag stellt momentan doch ein Modell dar, wo Nachrichten und Berichte sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig als Printversion zur Verfügung gestellt werden. Großer Unterschied hier, die Qualität und die Auswahl der Artikel. Ich habe momentan solch ein Probeabo und bin mir sicher, das ich das auch behalten werde. Paid Content vom Web auf den Schreibtisch, nichts anderes.
Nachrichten von Reuters brauche ich im Web nicht zu bezahlen, dann warte ich bis zu den Nachrichten und lass mir dann hier noch einmal anständig die Zensur vorbeten.
Wobei es momentan ja lauter lustige Artikel zu “Paid Content” gibt. Bereits jetzt lässt sich doch schon eins rauskristalisieren. Monatliche Abbos für Inhalte kommen ganz schlecht an. Kleine Beträge für Artikel würden die User dennoch zahlen. Ich kann mir durchaus vorstellen, würde ein globales System bestehen, sprich ich muss mich nur einmal irgendwo anmelden, das attraktiv und transparent ist, dann würde sowas funktionieren. Denn ich denke das 90% der Leser durchaus bereit sind, für gute Inhalte, die einen deutlichen Mehrwert in der Information bieten, 0.50 Cent bis x – je nach Umfang, zu zahlen. Knackpunkt ist eben das System.
Zu diesem Thema kann ich diesen Artikel empfehlen: http://netzwertig.com/2009/06/05/nachrichtengeschaeft-im-internet-warum-bezahlinhalte-nicht-funktionieren
Wenn sich alle einig sind und niemand bezahlt,wird es so bleiben wie es ist.
Nur so funktioniert es!
Dieser Artikel ist für das Thema aus sehr hilfreich: http://netzwertig.com/2009/07/17/smart-bundling-was-die-medienkonzerne-von-microsoft-lernen-koennen/#
[...] Die Mehrheit ist also gegen bezahlte Beiträge im Web. Das überrascht uns nicht wirklich, aber mit welchen Gründen lehnt sie Paid Content ab? Das diskutierten unsere Leser parallel zur Umfrage in unserem Wochenendgezwitscher: [...]