Wochenendumfrage: Google Chrome OS – was für euch?

Google hat in dieser Woche Chrome OS angekündigt, ein Browser-basiertes Betriebssystem. Einige feiern es bereits als künftigen Windows-Killer, andere sind skeptisch: Das System könne allenfalls als Nischenprodukt bestehen. Was meint ihr?

Freut ihr euch auf Google OS und darauf dass Microsofts Konkurrenz erstarkt? Seid ihr mit eurem derzeitigen Betriebssystem wie Linux, Android oder Mac OS zufrieden? Oder erwartet ihr Großes von Windows 7, vielleicht sogar, dass Microsoft es selbst schafft, das Betriebssystem zu refomieren? Stimmt mit ab bei unserer Wochenendumfrage. Und sagt uns eure Meinung dazu wie immer hier als Kommentar, auf Twitter oder Identi.ca.

8 Gedanken zu „Wochenendumfrage: Google Chrome OS – was für euch?“

  1. Browser-OS gibts ja schon einige, aber was soll das sein? Ein paar lächerliche Standardapplikationen wie Mailclient oder eine abgespeckte Tabellenkalkulation, die als AJAX-Anwendung im Browser laufen!? Ich möchte vollwertige Anwendungen haben, die auch offline funktionieren – und Standardapplikationen wie Photoshop nativ unter Linux.

    Zudem wird Chrome OS ein absolutes Nischenprodukt bleiben, da die meisten noch nicht einmal Googlemail kennen und sowieso nur Windows wollen, weil das das einzige System ist, das sie kennen, weil es am Arbeitsplatz, bei den Bekannten und am eigenen Rechner seit vielen Jahren läuft und sie so einigermaßen gelernt haben, damit umzugehen. Ein Durchschnittsanwender weiß doch noch nicht einmal was Blogs, RSS, Twitter, Digg, Technorati, Mr. Wong … sind und wenn man ihm OpenOffice statt Word vorsetzt, bekommen er die Krise. Sie interessiert es auch nicht und genau so wird diese auch ein Chrome OS oder Linux nicht interessieren.

  2. Hallo zusammen,
    ich verstehe nicht, wieso so viele Menschen von vornherein gegen Chrome OS sind. Viele bedenke, dabei, dass wieder Benutzerdaten an Google übermittelt werden, aber das selbe versuchen Microsoft und Apple auch.
    Mein Vorschreiber meint, dass es keiner benutzen wird, weil die Benutzer nur Windows kennen. Da aber Chrome OS auf demnächste vielen Netbooks vorinstalliert sein wird (siehe Partnerschaften mit Acer…), wird auch dieses Betriebssystem an Bekannheit gewinnen.

    Wenn die wichtigsten Programme auf Chrome OS laufen oder es nahzu gleichwertigen Ersatz dafü gibt (FileZilla, Notepadd++, OpenOffice, VLC, ein Server mit PHP, GIMP), dann würde ich es auf jeden Fall nutzen.

    LG,
    Niklas

  3. Wenn schon niemand den Chrome-Browser wollte, wer sollte dann jetzt auf das Chrome-OS gewartet haben? Wird sich zeigen, ob das sinnvoll ist. Für mich wär es nichts. Ich brauche ordentliche Statistik-Anwendungen. Und weder SAS, noch Statistica oder SPSS (nicht mal HLM) wird auf der Plattform drin sein. Und OpenOffice ist nett, aber wenn man damit nen wissenschaftlichen Text verfassen will, kriegt man echt die Vollkrise. Für sparsame Anwendungen und Leute, die nicht viel mit dem Netbook machen wollen, wirds wohl okay sein, auch nicht viele Ressourcen fressen. Aber für das Breitenpublikum wirds auf die Dauer wohl nichts werden.

  4. Warum? Ein gutes OS muss reifen – naja, manche verfaulen auch dabei
    wie Vista … Nichts als Hype, wieder mal.

  5. Für Netbooks, mit denen man ja eh nur surft, sicher eine ganz nette Sache. Genauso bei Info-Terminals (z.b an Flughäfen) die nur eine Webseite zeigen sollen, auf der die Besucher sich informieren können. Oder bei Internet-Cafes.
    Aber an einem normalem Computer will ich eigentlich auch mit einem normalen Betriebssystem arbeiten. Man braucht da einen Filemanager, Treiber, Bildbearbeitungsprogramme usw., die eben alle nur lokal laufen/Sinn machen. Auch will ich nicht meine gesamten Daten irgendwo auslagern. Schließlich hat man nicht überall Internet zu Verfügung, was ist wenn der Hoster einen übers Ohr hauen will und die Daten klaut, oder wenn sein Rechenzentrum abbrennt und er keine Backups gemacht hat?
    Für Netbooks dann doch lieber Presto, ist quasi so ein Mittelding: http://urlPass.com/48ru (leider kostenpflichtig)

  6. Pure Spekulation – Google hat einerseits die finanzielle Macht, seine Produkte mit Gewalt durchzudrücken; andererseits beobachte ich sehr stark Phänomene, wie Markus im ersten Kommentar sie beschreibt.
    Für mich ist generell die Frage, wie die einzelnen technischen “Lager” in Zukunft zusammenfinden werden – einerseits sind Monopole und Oligopole schlecht, andererseits braucht es durchaus Standards, sonst geht gar nichts mehr. Meiner Beobachtung nach verschwindet zum Teil die deutliche Vereinfachung der PC-Technik, die es kurz nach Beginn unseres 21. Jahrhunderts gab – ich finde, es häufen sich wieder die Fälle, in denen diese Technik mit jener nicht zusammen funktioniert etc. – ganz ähnlich wie zu Zeiten von Windows 3.11. Insofern begrüße ich ein weiteres Betriebssystem eher nicht. Viel bessere Chancen auf mehr Marktanteile gebe ich Linux (welches ich erst seit relativ kurzer Zeit zusätzlich zu Windows nutze), denn hier erlebe ich sie wieder: Echte Fortschritte in Funktionalität und Bedienbarkeit. Manche Funktionen sind derzeit m.E. nirgendwo so gut, stabil und bequem geregelt wie in Linux. Viel wird davon abhängen, denke ich, welche Verbesserungen Windows 7 bringt.

  7. Bevor dieses Zeug in großem Stile eingesetzt wird, bleibt zu hoffen, dass sich eine engagierte Gruppe an die Sourcen setzt, das googleeigene Schnüffelzeugs rauspatcht und noch einmal komplett neu mit sicheren (d. h. nicht-googleeigenen) Bibliotheken kompiliert. Wäre ein Trauerspiel, wenn eine weitere gedankenlose breite Masse sich mit Juchuuu auf etwas stürzt, weil Spiegel-Online, ZD und Computer-BILD es – gegen gute Bezahlung, versteht sich – bejubeln.

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