Werbekampagne: Vodafone wirbt mit Web-2.0-Protagonisten

Ob die Kampagne so überzeugt? Dabei freut es mich eigentlich, dass Vodafone ein paar Web-2.0-Größen in seine neueste Werbekampagne aufgenommen hat. So ziert zum Beispiel Web-2.0-Irokese Sascha Lobo jetzt Vodafone-Werbeplakate – obwohl er doch eigentlich iPhone-Nutzer ist.

Die Kampagne wird zum Beispiel hier und hier zersägt. Schön finde ich es trotzdem, dass die Web-2.0-Kollegen Lobo, Robert Basic, Ute “Schnutinger” Hammelmann und Kosmar künftig auf Werbeplakaten auftauchen, die eigentlich ganz hübsch geworden sind:

Vodafone-Lobo
Sascha Lobo und Ute Hammelmann (Schnutinger) auf Vodafone-Werbeplakat. Bild: Off-the-Record/Vodafone.

Olaf Kolbrück von Off-the-Record.de fasst die Kampagne so zusammen: “Blogger sind im Mainstream angekommen, der Ausverkauf der Blogosphäre hat begonnen, Vodafone dient sich bei den Digital Natives an, Sascha Lobo kann nicht singen.” Kristina Judith von Turi2 ergänzt augenzwinkernd: “Sascha Lobo ist damit auf dem besten Weg, in Sachen Selbstvermarktung die Heidi Klum des Online-Business zu werden.”

Ich seh das weniger eng und freue mich stattdessen, dass Web 2.0 – von ein paar Gallionsfiguren geleitet – nun endlich im Alltag angekommen ist. Das Video bleibt Geschmackssache … aber seht selbst:

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14 Kommentare zu “Werbekampagne: Vodafone wirbt mit Web-2.0-Protagonisten”

  1. Ben - 8. Juli 2009 um 17:15

    Ich fand schon diese 3sat “Sixtus vs. Lobo” -Aktion, total panne. Man führe sich solche Folgen wie Twitter zu Gemüte, wo als Argumente für Twitter eigentlich nur heiße Luft genannt wird. Kein Wunder also, das sich durch solche “Web 2.0″-Vertreter die Welt von der Generation 2.0 etwas mehr entfernt und befremdet zuschaut, wenn komische Leute mit nem Irokesen, sich in der Artikulation versuchen.

  2. Karlo - 8. Juli 2009 um 18:10

    Zum Totlachen.
    Was erlebt denn Sascha Lobo?
    Was hat denn Sascha Lobo zu sagen?
    Eigentlich nix.
    Ziemliche Geldverschwendung von Vodapheone, die mit dem Irokesenkasperle Lobo sich an Web 2.0-Leute anbiedern will.
    Wen n der Typ noicht die Haare in Kombi mit dem Anzug tragen würde, keine Sau würde sich für ihn interessieren.

  3. Redaktion - 8. Juli 2009 um 19:54

    @Karlo: Nun, Sascha Lobo kann man mögen oder nicht. Aber meine Kritik bezog sich in erster Linie auf das Vodafone-Video, das ich dramaturgisch etwas daneben und vom Inhalt etwas kitschig finde. Das hat aber nichts mit Lobo oder Schnutinger zu tun, die nun einmal keine Schauspieler sind. Ich hab Sascha Lobo auf diversen Kongressen erlebt, viel von ihm gelesen und halte ihn deswegen für einen kompetenten und intelligenten Menschen. Nun hat er ein wenig Erfolg (was verglichen mit Kollegen in den USA immer noch SEHR bescheiden ist), er bringt die Szene voran und schon wird er allerorten diskreditiert.

    Mag sein, dass ein Großteil seiner Popularität auch seiner Frisur geschuldet ist. Mag sein, dass er nicht der einzige und allerbeste Social-Media-Experte in Deutschland ist. Und wenn schon! Er hat jahrelang hart dafür gearbeitet, er probiert viel Neues aus und er ist gut, in dem was er tut. Er hat sich nie aufgedrängt, die Popularität um seine Person kam durch sein Umfeld zustande, das im übrigen, wie die ganze Web-2.0-Szene davon eigentlich nur profitieren kann.

    Kurz gesagt: Warum ist es eigentlich in Deutschland so schwer, jemandem einfach mal den Erfolg zu gönnen, den er sich selbst erarbeitet hat?!

  4. Kampagnenstart bei Vodafone: Testimonial mit Risikopotential - PR-Fundsachen - PR-Studenten der Hochschule Darmstadt bloggen und podcasten zu Public Relations und Web 2.0 - 8. Juli 2009 um 20:12

    [...] verwundert es nicht, wenn sich selbst beim geneigten Betrachter die Nackenhaare aufstellen oder Lobo in Sachen Selbstvermarktung als “Heidi Klum des Online-Business” belächelt [...]

  5. » LINKLOAD vom 08.07.2009 [UPLOAD Blog] - 8. Juli 2009 um 22:21

    [...] hat sich für eine neue Werbekampagne einige Protagonisten der deutschen Web-2.0-Szene engagiert. Die Kritiken zu der Aktion sind durchwachsen bis schlecht. Wahrscheinlich werden übrigens [...]

  6. jan - 8. Juli 2009 um 23:03

    der lobo hat sich in eine ungeschickte lage versetzt, erst gegen zensur, dann für vodafone. allerdings darf man auch nicht vergessen wie lange sowas produziert wird. gut möglich, dass er da schon vor vodafones move für zensur unterzeichnet hat. sein pech.

    ansonsten alle mal tief durchatmen und nicht alles sofort in der luft zerreissen. hab schon schlimmere kampagnen gesehen. telefone sind nun mal stinklangweilig, was will man da gross rausholen. ich finds gar nicht so verkehrt.

  7. Social Media Radar 09/07/09 - Vodafone, CC, Social Networks, Lobby, 10 Twitterfettnäpfchen | ethority weblog - 9. Juli 2009 um 08:03

    [...] Web2.0 kommt im Alltag an Durchbruch von Social Media oder Sellout? Vodafone-Kampagne löst intensive Diskussionen aus freshzweinull.de [...]

  8. Oliver Springer - 9. Juli 2009 um 18:18

    Das Video ist schwer verdaulich. Musikalische Panik würde sich bei mir aber auch dann ausbreiten, wenn ein anständiger Sänger diese Art Musik verbreiten würde. Das ist typisch Vodafone, die haben einen gewissen Sound in der Vermarktung. Sehr, sehr anstrengend, aber schon mal Geschmacksfrage.

    Mit den Web 2.0-Leuten hätte man einen Spot produzieren sollen, bei denen die Darsteller weniger austauschbar wären. Wo bleibt die Persönlichkeit?

    Wie Sascha Lobo sich selbst vermarktet, bewundere ich dagegen. Er macht das richtig. Der Erfolg gibt ihm Recht, man hört ihm zu.

    Ausverkauf der Blogosphäre? Als nächstes fangen wir wieder mit der Diskussion an, ob man mit Blogs oder (noch ein Stück zurück) im Internet überhaupt Geld verdienen dürfe. Das nervt ja noch mehr als die Musik in den Vodafone Spots!

  9. logbuch:caasn:de » Blog Archive » Vodafones Werbeunfall - 10. Juli 2009 um 09:38

    [...] neue Werbekampagne von Vodafone ist schon andernorts durch die Mangel genommen worden. Die Werbeagentur Scholz & Friends zeichnet sich für das Projekt verantwortlich und die [...]

  10. Karsten Sprenger - 11. Juli 2009 um 23:55

    Wen will Vodafone mit der Kampagne eigentlich erreichen?

    Ohne diesen Artikel hätte ich nicht gewusst, dass ausser Sascha Lobo noch andere Netzpersönlichkeiten in dem Video vorkommen- wer bitte weiss wie die aussehen?

    Ich vermute mal, dass sie Masse der Menschen, die der Spot erreicht nichtmal mit Sascha Lobo etwas anfangen können. Und wenn man nicht weiss, wen man da sieht, macht das Video noch weniger Sinn…

  11. Es ist Deine Zeit – Vodafone. - Websenat - 12. Juli 2009 um 16:34

    [...] schreiben die anderen: FAZ.net | Frank Helmschrott | Freshzweinull | PR-Fundsachen | Netzwertig.com| talkabout | Lummaland (Blog von Nico Lumma (Director Social Media [...]

  12. herr hofrichter - 12. Juli 2009 um 19:46

    wer zum teufel ist sascha lobo?
    muss man den kennen?

  13. js - 26. Juli 2009 um 17:49

    Ich finde die tolle Vodafone-Kampagne genial. Da waren Top Kreative am Werk, die eine innovative und starke partnerschaftliche Marke wie Vodafone neu und spannend inszeniert und damit den Kunden die Produktvorteile nahebringt. Die starke internationale Marke Vodafone trumpht hier mit Topstars der Szene auf und spricht genau die Sprache der Kunden. Vodafone spricht damit auf Augenhöhe der Kunden und ist ein starker und trendsicherer Partner rund um die digitale Kommunikation von heute und von morgen. Vodafone bedient die komplette Klaviatur der digitalen Welt. Web 3.0. Ein Top-Treffer für die Kreativen von Scholz und Friends. Die hohe Resonanz spricht klar für sich. Natürlich hat so ein starker interdisziplinärer Auftritt Neider.

  14. Vodafone-Viral: Rennwagen mit dem Smartphone steuern | YuccaTree - 27. August 2009 um 09:51

    [...] Wenn man sein Auto allein mit den Bewegungen seines Handys steuern könnte, das wär’s! Simon and Steve haben angeblich eine Steuerung dafür entwickelt. Formel-1-Rennstall McLaren war daran interessiert, und Weltmeister Lewis Hamilton steuert gleich seinen Formel-1-Wagen damit. Gut gemachter Spot. Klar, dass die Technik dafür noch nicht wirklich erfunden worden ist, aber im Spot sieht es täuschend echt aus: Die Steuerung des Autos geschieht dort synchron zu den Bewegungen des verbundenen Smartphones. Es scheint sich dabei um ein Blackberry Storm zu handeln. Und schon alleine deswegen bezweifle ich stark, dass das auch in Wirklichkeit funktioniert. Auf jeden Fall ein Vodafone-Spot, der diesmal für weniger Kritik sorgen dürfte, als der alte. [...]

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