Ins Netz gegangen: Michel Lindenberg, der Freundefinder

Wie finde und kontaktiere ich meine alten Schulfreunde wieder? Diese Frage beantwortete Michel Lindenberg im Jahr 2002 mit der Gründung von StayFriends. Das inzwischen von Millionen Deutschen genutzte Portal verkaufte Lindenberg 2004 und ist heute Geschäftsführer der StayFriends GmbH Deutschland. Im Interview verrät uns Michel Lindenberg seine Lieblingswebseite, und was er bei einem Netzausfall am meisten vermisst.

Seit wann nutzen Sie das Internet?
Seit 1995. Ich war damals so begeistert, dass ich sofort eine Firma gegründet habe, die in meiner Region die Einwahl ins Internet anbot und Firmen bei der Erstellung ihrer Webseiten half.

Michel LindenbergWas ist momentan Ihre Lieblingswebsite?
Deutsche-Startups.de. Ich hätte mir gewünscht, dass es diese Gründerkultur zu der Zeit als StayFriends auch noch als Start-up gezählt hat, auch schon gegeben hätte. 2002 lagen aber alle tief deprimiert am Boden und hatten sich noch nicht vom Platzen der Internetblase erholt.

Welches App begeistert Sie zurzeit am meisten?
Ich verbinde “App” mit iPhone App. Ich selbst nutze viel öffentliche Verkehrsmittel und kann mir nicht mehr vorstellen, auf “Fahrplan” zu verzichten.

Was war das letzte Musikstück, das Sie im Netz gekauft haben?
Ein Stück von den Wise Guys: “Früher war alles besser”. Natürlich ist das ironisch gemeint, denn vor dem Internet kann es nicht besser gewesen sein.

Was vermissen Sie bei einem Netzausfall am meisten?
Die Nutzer, die meine Webseite nicht mehr besuchen können. Sollte nur ich abgeschnitten sein, dann würde ich wohl vermissen, nicht mehr nachsehen zu können, wie StayFriends läuft.

Was sollte es im Internet noch geben?
Mehr Kontrolle über die eigenen Informationen.