IE8-Werbespots: Wer hätte es gedacht – Microsoft hat Humor

Nachdem Google bereits elf Kurzfilme über seinen Browser Chrome veröffentlicht hat, zieht Microsoft nun nach. Wie schon für die Werbespots von 2008, in denen Jerry Seinfeld zusammen mit Bill Gates auftrat, hat Microsoft sich auch diesmal einen Prominenten für die neuen Spots gesichert. Dean Cain, einigen vielleicht bekannt aus “Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark”, preist hier die Vorteile des neuen Internet Explorer 8 an. Und im Unterschied zu den Gates-Seinfeld-Werbespots, die vom Humor her ja eher etwas für die ältere Generation waren, sind die aktuellen Werbungen wirklich witzig – auch wenn sich zumindest einer dieser Spots über der Schmerzgrenze bewegt.

O.M.G.I.G.P.

Dann wollen wir auch gleich mit diesem Spot, der sicherlich nicht für jeden was ist, anfangen, auch wenn Microsoft ihn offiziell schon wieder zurückgezogen hat. O.M.G.I.G.P. steht für das unter Internetnutzern bekannte Leiden “Oh My God I’m Gonna Puke” und genau darum geht es auch in diesem Filmchen. Eine junge Frau entdeckt die vermutlich nicht ganz jugendfreien Seiten, auf denen ihr Mann gerade noch fröhlich herum gesurft ist und übergibt sich daraufhin auf Küchenfußboden und Ehemann. Das wäre natürlich nicht passiert, wenn ihr Mann den IE8 benutzt hätte, denn mit der “InPrivate-Browsen”-Funtion hätte er keine verräterischen Internetspuren hinterlassen. Wenn ihr in der Hinsicht zart beseidet seit, klickt jetzt besser nicht auf Play!

F.O.M.S.

Der F.O.M.S.-Spot dagegen hat keinen so hohen Ekelfaktor. Darin leidet eine junge Frau an dem “Fear Of Missing Somthing” -Syndrom – hier dargestellt durch ein seltsam aussehendes Männchen, das aus ihrem PC heraus gesprungen kommt und ihr klar macht, was sie alles so verpasst. Dadurch wird die Arme natürlich wahnsinnig, was sich – laut Microsoft – mit dem Gebrauch des IE8 und den dazugehörigen WebSclices  hätte vermeiden lassen.

G.R.I.P.E.S. und S.H.Y.N.E.S.S.

Unter G.R.I.P.E.S.  - “Gritting Rage Internet Pathetically Extra Slow” – leiden vorwiegend ältere Menschen, die mit veralteten Browsern ins Netz gehen. Das demonstriert in diesem Spot ein etwas senil anmutender Senior, der nur noch verzeifelt auf seinem Notebook herum hacken kann. Aber zum Glück ist ja Dean Cain da, der das Dilemma mit Hilfe des IE8 lösen kann.

Das S.H.Y.N.E.S.S.-Syndrom hingegen trifft eher Menschen, die Aufgrund ihrer Art nicht wirklich in der Lage sind, mit anderen sozial zu interagieren. So ist in diesem Spot das Mädel dringend auf den IE8 angewiesen, um ihre Katzen-Bilder noch schneller verbreiten zu können, wovon allerdings – wie der Spot auch zeigt – nicht alle begeistert sind.

Auch wenn diese Videos den Internet Explorer an sich auch nicht besser machen, so eignen sie sich doch hervorragend für kurzweilige Unterhaltung. Und wir haben ja auch dabei etwas über den Internet Explorer 8 gelernt:

  • er eignet sich sehr gut für den unentdeckten Besuch von Porno-Seiten
  • er kann Wahnsinn verhindern (im Gegensatz zum IE6 und IE7, die die Menschen ja eher in den Wahnsinn getrieben haben)
  • er hilft sozial inkompatibeln Menschen dabei, die Leute noch viel mehr und schneller mit ihrem Sch*** zu nerven.

Kulturell gesehen hat Microsoft das Geld für diese Spots endlich einmal gut investiert. Technisch gesehen bleiben wir dabei: Es gibt bessere Browser als den IE 8.

4 Gedanken zu „IE8-Werbespots: Wer hätte es gedacht – Microsoft hat Humor“

  1. @DRice. Haben wir erwähnt. Erster Satz nach O.M.G.I.G.P. Dabei hätte Microsoft doch genau dadurch Geld einnehmen können: Benutzer von durch Erbrochenes zerstörter Laptops müssen sich neue mit Windows 7 darauf kaufen. ;)

    @Hans Chr. Reinl: Jepp, so ist es. Ergo?

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